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BYD soll Interesse an Renault-Beteiligung haben

13.07.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

Renault-Twingo-E-Tech-Elektrisch-Range

Bild: Renault

Der chinesische Stromer-Riese BYD hat laut Berichten der französischen Finanzzeitung Les Échos innerhalb der letzten zwei Jahre zweimal versucht, sich an Renault zu beteiligen. Ziel dieser Vorstöße war es offenbar, Zugang zu den europäischen Produktionsstätten des französischen Autokonzerns zu erhalten.

Ein Insider teilte gegenüber Les Échos mit: „Es bestand der Wille, die Kontrolle zu übernehmen.“ Ein solcher Einstieg wurde von Renault jedoch abgelehnt. Der Konzern mit den Automarken Renault, Dacia und Alpine verfolgt den Grundsatz, keine derartigen Vereinbarungen in seinem Kerngebiet, dem europäischen Markt, abzuschließen.

Der erste Versuch von BYD fand laut dem Bericht vor etwa zwei Jahren statt. Damals wurde nach Treffen vorgeschlagen, als Aktionär bei Renault einzusteigen. Unter CEO Luca de Meo hat Renault bereits eine engere Verbindung zum chinesischen Fahrzeugkonzern Geely aufgebaut. Zudem arbeiten Renault, Geely und Aramco gemeinsam im Unternehmen für Verbrennungsmotoren Horse Powertrain.

Ein zweiter Vorstoß von BYD soll im Herbst 2025 mit dem erneuten Vorschlag einer Beteiligung erfolgt sein. Eine Partnerschaft hätte Renault Zugang zu der Technologie von BYD für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge sowie zu dessen Batterieproduktionskapazitäten ermöglicht. Im Gegenzug hätten die Chinesen Zugang zu den europäischen Werken von Renault erhalten.

Weder BYD noch Renault haben die Gespräche offiziell bestätigt. BYD verfolgt jedoch Wachstumsambitionen in Europa. Während ein Werk in Ungarn bereits errichtet wurde, sind Pläne für eine Fabrik in der Türkei derzeit nicht umgesetzt. Der Konzern sucht derzeit nach einem Standort in Südeuropa. Perspektivisch könnte es auch eine Batteriefabrik auf dem Kontinent geben.

„Wir würden es vorziehen, ein bestehendes Werk zu übernehmen“, erklärte BYD-Europachefin Stella Li jüngst bei einem Pressetermin in Berlin. Zudem äußerte sie Interesse an der Übernahme von Traditionsmarken. Li soll insbesondere Interesse an Maserati bekundet haben. Die italienische Sportwagenmarke ist schon länger Teil des europäischen 14-Marken-Konzerns Stellantis.

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Via: Les Échos & Electrive
Tags: China, Europa, KooperationUnternehmen: BYD, Renault
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    13.07.2026 um 13:11

    Was die Übernahme von Marken angeht:
    BYD will diese ja kaufen, um Vertrauern bei den Kunden zu erkaufen. Wenn ich da auf Stellantis schaue, ist Maserati sicher nur ein Randaspekt. Sinnvoller auf den ersten Blick wären doch Citroen oder Peugeot oder Fiat oder Opel: Grade Peugeot und Citroen sind beides französische Marken und man könnte wahrscheinlich eine problemlos verkaufen…nur hat man grade im Bereich BEV da zuletzt so viel vermurkst, dass BYD auch in Europa wahrscheinlich eher für Qualität steht als eine dieser Marken.
    Ansonsten bleibt der Blick auf VW: Seat steht als Marke sowieso auf der Abschussliste. Da noch ein paar Euro für zu bekommen wäre also sicher im Sinne von VW. Und vielleicht würde VW sogar ein Werk mitübergeben…nur verschwindet Seat schon seit Jahren vom Markt, so dass man sich auch da fragen muss, wie viel die Marke noch wert ist.

    Antworten
  2. David meint

    13.07.2026 um 12:30

    Man dürfte auch mit Tesla gesprochen haben. Nur muss man halt sagen, weil man es sich in Grünheide nicht nur mit allen Anliegern und Gemeinden, sondern auch zuständigen Gerichten und Behörden verdorben hat, dürfte diese eine Übernahme schon länger vom Tisch sein. Das wird sich BYD nicht antun.

    Antworten
    • MK meint

      13.07.2026 um 13:13

      @David:
      Ich glaube, dass BYD so etwas egal wäre. Und Grünheide ist immerhin ein modernes Werk ohne Altlasten für Verbrenner-Montage oder komplexe JIS-Logistik.
      Aber trotz der schlechten Auslastung der Tesla Werke weltweit bin ich mir ziemlich sicher, dass das Werk ganz banal nicht zum Verkauf stehen wird…und man kann halt nur kaufen, was der bisherige Besitzer auch abgeben will.

      Antworten
    • Futureman meint

      13.07.2026 um 13:14

      Vor allem, weil BYD Kunde von Tesla ist und erhebliche Mengen an Akkus an Tesla verkauft. Dazu ein verlässlicher Partner, der immer mehr Zellen abnimmt, da die Verkäufe wieder nach oben gehen.
      Aber ein E-Auto-Werk in Emden steht ja aktuell zum Verkauf und laut niedersächsischen Ministerpräsidenten soll da auch schon was im Gespräch sein. Vielleicht bekommt VW dann ja in Zukunft auch günstiger die Akkus und kann endlich günstigere Preise für seine Fahrzeuge machen.

      Antworten
    • Werner Mauss meint

      13.07.2026 um 13:40

      Tja, mit Versagern wie VW und Mercedes wird Renault sicherlich nicht mehr zusammenarbeiten, bedeutet es doch Niedergang in allen Bereichen. Besser man lernt von Firmen die es drauf haben.

      Antworten
    • Ben meint

      13.07.2026 um 14:00

      Da haste Recht, BYD ist ja im Gespräch mit VW, es geht nur noch um Dettails, ob man die 4 Werke die ab 2030 geschlossen werden übernimmt oder gleich den ganzen Konzern kauft.
      Oh und schreibst du eigendlich aus Selbsthass für VW oder wirst du noch immer von VW für dein Hatespeach bezahlt oder ist es reine Hobbyhass gegen den Tesla durch deren erfolg und gleichzeitigen Niedergangs deines Sugardaddys VW ? ?

      Antworten
      • MK meint

        14.07.2026 um 14:05

        @Ben:
        Ihnen ist schon bekannt, dass die „angekündigten“ Werkschließungen eine reine Erfindung der Presse sind und VW am Wochenende wieder ganz klar gesagt hat, dass man keine Werke schließen wolle, weil das einfach dumm sei?
        Dass man hingegen ein Werk wie emden langfristig abgeben will, weil sich die Kapazitäten im Zuge der Umstellung auf BEV und voranschreitender Automatisierung problemlos woanders auffangen lassen ist was anderes…nur wird sich auch ein BYD sicher kein kleines Werk wie Emden ans Bein binden wollen.

        Antworten
    • Die Wahrheit meint

      13.07.2026 um 15:13

      Das ist völliger Quatsch.

      China spricht nur angeschlagene Konzerne an. Da dürfte der VW Konzern oder Teile davon aktuell zum Schnäppchenpreis zu erwerben sein.

      Man muß nur auf die Börsenkurse schauen, wer wackelt und wer stabil ist. China interessiert sich nur für Wackelkandidaten.

      TESLA könnte den ganzen VW Konzern aufkaufen, hat aber an den Altlasten NULL Interesse.

      Antworten
      • David meint

        13.07.2026 um 15:48

        Du musst zu Unwahrheiten greifen, weil deine Botschaften nicht durch Fakten gedeckt sind. VW ist einer der stabilsten Konzerne der Welt, weil sie eine Staatsgarantie haben. Das nennt sich VW Gesetz. Bei Tesla merken dagegen immer mehr Leute, dass die Sache dem Ende entgegen geht. Es gibt keine neuen Fahrzeuge mehr und die bisherigen Fahrzeuge sind eindeutig ein bis zwei Generationen zurück gegenüber dem, was jetzt auf dem Markt ist.

        Da muss man jetzt gar nicht von BMW iX3 oder ix5 sprechen. Oder vom neuen CLA AMG. Da reichen die Verbrauchswerte vom Cupra Raval, damit jeder erkennt: VW hat ein vollwertiges Fahrzeug beschaffen, das nicht nur deutlich günstiger, sondern auch deutlich sparsamer ist als die Tesla. Was die Gemeinde der Tesla Fans sich vom Model 2 erhofft hat in den kühnsten Träumen, hat VW realisiert.

        Antworten
      • SB meint

        13.07.2026 um 16:03

        VW ist für China nicht erwerbbar. VW ist in der Rüstungproduktion tätig und damit wird die Bundesregierung bei einem Kaufversuch ein Veto einlegen.

        Antworten

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