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BMW Group liefert 204.295 Elektroautos im ersten Halbjahr 2026 aus (-7,4 %)

10.07.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 14 Kommentare

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Bild: BMW

Geteiltes Bild im ersten Halbjahr bei BMW: Während der Markt in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik in den ersten sechs Monaten deutlich zurückging, konnte der Konzern seinen Absatz in Europa und den USA steigern. In Europa gingen die Verkäufe um rund 5,4 Prozent nach oben. In den USA erzielte die BMW Group ein Plus von 3,9 Prozent. Weltweit wurden im ersten Halbjahr rund 1,15 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert und damit ein rückläufiger Absatz verzeichnet (-4,2 %).

„Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern“, sagte Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb. „Die Neue Klasse zeigt weiterhin ein starkes Momentum, mit dem BMW iX3 sind wir auf Kurs für den nächsten großen Meilenstein von 100.000 Auftragseingängen. Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage.“

Mit Start der Auslieferungen des neuen rein elektrischen BMW iX3 zeigte sich beim Absatz von vollelektrischen Fahrzeugen im zweiten Quartal eine positive Entwicklung. Die BMW Group lieferte im Zeitraum von April bis Juni 2026 116.807 Vollstromer der Marken BMW und Mini an Kunden aus (+5,2 %). Insbesondere im europäischen Markt, wo der iX3 als erstes verfügbar ist, wuchs der Absatz der E-Autos stark, auf 81.445 ausgelieferte Einheiten (+38,0 %).

Im ersten Halbjahr 2026 lieferte der Konzern 204.295 Elektroautos aus. Das entspricht einem Rückgang um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Über alle Antriebsarten hinweg waren es 1.156.742 Fahrzeuge, ein Minus von 4,2 Prozent.

Die Marke BMW hat im ersten Halbjahr rund 1 Million Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert (-6,2 %). Einen Zuwachs erzielten die Bayern in Europa (+1,5 %) und USA (+4,7 %). In den USA ging das wesentliche Wachstum von den X-Modellen aus. Die BMW M GmbH lieferte im gleichen Zeitraum 99.595 Fahrzeuge aus (-6,0 %).

Mit 149.538 verkauften Fahrzeugen erreichte die Marke Mini ein deutliches Wachstum von +11,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und wächst damit das 6. Quartal in Folge. Weltweit stießen die vollelektrischen Modelle der Briten auf starke Nachfrage und waren der vorrangige Wachstumstreiber des Unternehmens. Die Marke Rolls-Royce lieferte im ersten Halbjahr 2523 Fahrzeuge aus (-9,8 %). Konkretere Zahlen zum E-Absatz veröffentlichte BMW nicht.

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Via: BMW
Tags: VerkaufszahlenUnternehmen: BMW, MINI, Rolls-Royce
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Uwe Hach meint

    10.07.2026 um 18:12

    Wir wollten uns gerade e Autos bei einem Vw Händler ansehen, da war aber nicht viel,alles verkauft, alles voller Verbrenner. Der Verkäufer redete von Wartezeiten bis nächstes Jahr Juni! Und er gab auch zu das ein ekektrischer Touran mit guter Reichweite ein Hit wäre. Ist das Management immer noch nicht schlauer?

    Antworten
    • South meint

      12.07.2026 um 21:02

      Kann ich bestätigen. Bei den beiden VW Händlern wo ich immer vorbeipendle, da stehen kaum noch eAutos. Alles voller Verbrenner mit Sonderangeboten…
      Eine Modellpalette auf SSP mit 800V wäre der nötige Boost, aber mit den alten ID Aufgüssen kommt der Karren ganz bestimmt nicht aus dem Dreck…
      Blume hätte die richtigen Ansätze, aber schwer vorstellbar, dass er bei dem verfilzten Laden was verändern kann…

      Antworten
      • MK meint

        14.07.2026 um 14:13

        @South:
        Wie Hr. Hach sagt: Das Problem ist doch die Verfügbarkeit: Wer ein Jahr auf sein Auto warten soll, geht oft zur Konkurrenz…erst recht, wenn man das Modell, auf das man so lange warten soll, nicht mal Probe fahren kann, weil der Händler keinen Vorführwagen hat. VW hat also kein Nachfrage-Problem, sondern ein Angebotsproblem: Lücken in der Modellpalette (wie eben z.B. ein elektrischer Touran) und so geringe Produktionskapazitäten für die existierenden Modelle, dass die Wartezeiten nach Bestellung sich bis zum Sankt Nimmerleinstag ziehen.

        Ein „Boost“ bei der Nachfrage wäre in der Situation, in die man sich bei VW durch Missmanagement hineinmanövriert hat, eher ein zusätzliches Problem als eine Hilfe…abgesehen davon sehe ich den Boost durch eine 800V-Technik einfach nicht. Es gibt ja 800V-Fahrzeuge und die finden sich meist nicht in den Top10 der Zulassungsstatistik. Der großen Mehrheit scheinen aktuelle Akkugrößen und -Ladezeiten also auszureichen.

        Antworten
  2. MK meint

    10.07.2026 um 16:03

    Rolls Royce im Minus, BMW M im Minus, Mini im Plus: interessante Tendenz, die sich da zeigt…

    Ansonsten ist doch gut, dass man bei den BEV Verkäufen im Vergleich zum schlechten ersten Quartal die Trendwende offensichtlich erfolgreich eingeläutet hat.

    Antworten
    • eBikerin meint

      13.07.2026 um 07:24

      Das schlechte erste Quartal war logisch. Der „China iX3“ ist im zweiten Halbjahr 2025 ausgelaufen. Der ix3 NK wurde aber erst ab Ende März 2026 ausgeliefert.

      Antworten
  3. M. meint

    10.07.2026 um 14:37

    China, mal wieder.
    Ich sage ja schon lange, man sollte dort kein Geld mehr aus dem Fenster werfen. Die Chinesen kaufen patriotisch wie alle anderen, das kann man denen nicht mal vorwerfen. Und, da sie deutlich weniger verdienen, müssen sie das natürlich auch. Dass das nichts mit der Technik zu tun hat, kann man bei VW und Audi sehen – die Technik ist chinesisch, das Logo ist es nicht, also wird es nicht gekauft. Fertig, abhaken, ausklingen lassen, das Geld sparen, statt es in einem Preiskrieg zu verpulvern. Das ist an anderer Stelle besser investiert.
    Dass man in Orange-Land mehr verkaufen kann, obwohl dort ein greiser Mann alles gut, um das zu verhindert, das stimmt doch zuversichtlich.

    Antworten
    • eBikerin meint

      10.07.2026 um 15:13

      Die BMW X Modelle für die USA werden in den USA gefertigt, darum sind die nicht von Trumps Kapriolen betroffen. Ganz einfach. FunFakt – Spartanburg ist das größte BMW Werk. Von dort werden auch sehr viele BMW X exportiert.

      Antworten
      • MK meint

        13.07.2026 um 10:48

        @eBikerin:
        Ist bei den anderen deutschen Herstellern auch nicht wirklich anders wenn es um große SUV geht: Mercedes GLE und GLS z.B. werden auch weltweit exklusiv in den USA gebaut.
        Dass ist ja der Witz an Trumps Zollpolitik: Deutsche Hersteller produzieren prozentual teils mehr der in den USA verkauften Fahrzeuge im Land als US-Hersteller wie GM.

        Antworten
    • brainDotExe meint

      10.07.2026 um 15:45

      Ja sehe ich ähnlich. Die Chinesen kaufen einfach patriotisch, auch wenn die Technik deutlich schlechter ist.
      Das stellt sich nur die Frage ob man als Premiumhersteller auf Lowtech wechseln will oder nicht, ich hoffe nicht.

      Antworten
    • Future meint

      11.07.2026 um 09:47

      Na ja, VW und Audi kleben auf ihre chinesichen Autos ihre Logos drauf und schon sind sie teurer als das chinesische Original. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Zielgruppen lieber das Original kaufen. Aber jetzt wird ja diskutiert, dass man die chinesischen VWs auch den deutschen Käufern anbieten könnte. Die würden das wohl nicht merken.
      China bleibt natürlich trotzdem enorm wichtig für die deutschen Hersteller: bei den Verbrennern hat VW 2 Mio. davon im letzten Jahr in China abgesetzt. Das Geld aus China ist zwar weniger als früher, aber es wird ja vermutlich weiterhin dringend gebraucht in Deutschland.

      Antworten
    • Thomas meint

      11.07.2026 um 12:32

      Die chinesischen Autos werden ja nicht nur aus Patriotismus gekauft. Meistens sind sie auch deutlich billiger, und mittlerweile ja auch technisch oft deutlich überlegen.

      Antworten
      • M. meint

        13.07.2026 um 12:06

        Das stimmt aber nicht immer.
        Kürzlich kam doch ein Audi „ohne Ringe“ in China auf den Markt, dem Kommentatoren hier nachsagten, nur ein Chinese (welche Marke, hab ich vergessen) zu sein. Und teurer als der übrige Kram war der auch nicht.
        Verkauft wurde er trotzdem nicht.
        Es hängt also nicht alleine an der Technik, und nicht am Preis. Und da er bis auf den Schriftzug aussah wie das, was dort sonst gelobt wird, fällt das an sich auch aus.
        Vielleicht findest du ja noch einen Aspekt.

        Antworten
    • Fra p. meint

      11.07.2026 um 22:28

      Der chinesische staat fördert den verkauf, die chinesen würden auch andere marken kaufen. Als ich in china war schon damals die staatlichen sender auch eine richtung china und der rest nebensache. Der chinesische staat will immer offene märkte aber der eigene wird stark reguliert. Der zoll sollte man in der EU übernehmen 90% der packete würden auf einen schlag vernichtet werden. Btw hab schon tolle chinesen getroffen aber der staat ist nicht das was man als partner haben will.

      Antworten
      • M. meint

        13.07.2026 um 12:10

        Das sehe ich ähnlich. Ich habe beruflich auch Chinesen kennengerlernt und war mit einer Chinesin auch recht gut befreundet. Aber sie vertritt nicht den Staat und möchte das nicht, sie hat einen Deutschen geheiratet, mit ihm ein Haus in Deutschland gebaut und hier ihre Kinder zur Welt gebracht.
        Sie äußert sich auch sehr selten und äußerst vorsichtig über das, was in China abläuft – sie hat dort noch Familie.

        Antworten

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