RJ Scaringe, Gründer und CEO des von Amazon unterstützten US-Elektroauto-Start-ups Rivian, bezeichnet die aktuelle Situation der Automobilindustrie als einen „Scheideweg“. Er warnt davor, dass Autobauer, die sich weiterhin auf den Verkauf von Verbrennungsmotoren konzentrieren, technologisch weit zurückfallen könnten.
Viele Unternehmen entscheiden sich derzeit für die Produktion von Benzin- oder Hybridfahrzeugen, um die Rentabilität zu steigern. Laut Scaringe mag dieser Fokus für die Jahre 2026 bis 2028 finanziell attraktiv erscheinen. Er sieht jedoch das Risiko, dass Firmen am Ende der 2020er- und zu Beginn der 2030er-Jahre technologisch „kläglich zurückliegen“ werden.
Ein zentrales Problem stellt laut Scaringe nicht nur der Antrieb, sondern die Softwareentwicklung dar. Die aktuelle Architektur von Verbrennern basiere auf einer Verteilung von Computerchips über das gesamte Fahrzeug, was die Kosten erhöhe. Eine zentralisierte Architektur hingegen könne die Produktionskosten um „Tausende von Dollar“ senken.
Rivian will aus der Verlustzone
Der Rückgang des Interesses an Stromern sorgt für Unsicherheit bezüglich der Nachfrage nach Rivian-Modellen. Das neue SUV R2 ist für das Unternehmen von existenzieller Bedeutung, da es entscheidend für das Erreichen der ersten Gewinne sein soll. Rivian verzeichnete 2025 aufgrund hoher Investitionen in das R2-Modell und autonomes Fahren einen Verlust von 3,6 Milliarden US-Dollar. Der Marktwert des Unternehmens sank nach einem Börsengang mit einer Bewertung von über 100 Milliarden US-Dollar auf aktuell rund 25 Milliarden US-Dollar.
Rivian setzt auch auf technologische Partnerschaften. So wurde 2024 ein Gemeinschaftsunternehmen mit Volkswagen im Wert von 5,8 Milliarden US-Dollar für Elektro-Technologie und Software vereinbart. Zudem investierte der US-amerikanische Fahrdienstvermittler Uber 1,25 Milliarden Dollar in einem Deal, der den Verkauf von 50.000 Robotaxis ermöglichen könnte.
Scaringe äußert sich skeptisch gegenüber der Behauptung, Käufer hätten kein Interesse an Elektroautos. Die Dominanz des Tesla Model 3 und Model Y in den USA sei vielmehr ein Zeichen für einen Markt, dem es an Auswahl mangele. Während chinesische Hersteller in der globalen Elektrofahrzeug-Industrie eine führende Rolle einnehmen, sind sie aufgrund hoher Zölle vom US-Markt ausgeschlossen.
Rivian plant den Vertrieb des neuen R2 auch in Europa. Schon unterwegs sind hierzulande für den Großinvestor Amazon gebaute E-Commerce-Lieferwagen. Die größeren Erstlingswerke, der Pick-up-Truck R1T und das SUV R1S, kommen nach aktuellem Stand nicht nach Deutschland und andere Länder in der Region. Dafür könnten weitere darunter positionierte E-Autos wie der angekündigte R3 folgen.
„Das Ziel ist es, ein sehr großes Unternehmen zu werden“, sagte Rivian-CEO Scaringe, „mit einem Jahresumsatz in Millionenhöhe.“

David meint
Der Gouverneur von Kalifornien hat die Förderungsgesetze so geändert, dass von der neuen Förderung für Erstkäufer Rivian überproportional profitiert und Tesla möglichst wenig. Das zeigt mir, dass Tesla auch in den USA immer kontroverser gesehen wird. Aber gut für Rivian.
Paule meint
Rivian lieferte 2025 in den USA und weltweit insgesamt 42.247 Fahrzeuge aus. Das wird Tesla bestimmt umwerfen. In den USA wurden im Jahr 2025 schätzungsweise knapp 580.000 Teslas verkauft. Tesla mit über 50 % Marktanteil der dominierende Hersteller von Elektroautos auf dem US-Markt.
Die Wahrheit meint
„Rivian kann gut reden, sie haben ausgezeichnete Fahrzeuge, es fehlt nur an Fertigungskapazität.“
Es fehlt vor allem am finanziellem Polster.
Die Software ist nicht fertig, das kantige Auto ist geschmackssache, aber der schwierige Part mit der Skalierung kommt ja noch. Da sind schon ganz andere Firmen gescheitert.
„Die wird gerade in Ruhe aufgebaut, ohne Chaos und ohne Größenwahnsinn.“
Stimmt, es ist schon länger auffallend ruhig geworden. Kein gutes Zeichen, denn jeder Tag frißt Unsummen. VW musste zu den geplanten 5 Milliarden bereits eine Milliarde unfreuwillig nachschießen. Weitere werden folgen müssen.
„Man ist nämlich sehr gut finanziert über seriöse Anteilseigner wie Amazon und VW. “
AMAZAON = Ja
VW Konzern = wackelt stark, muß sich gesund schrumpfen und das ist oft der Anfang von Ende.
VW und seriös?
– Dieselskandal
– Umgang mit betroffenen Kunden
– TESLA bashing
– vieles mehr, kann jeder selbst recherchieren
„Mit VW hat man sogar eine Einkaufspartnerschaft. Da kann man natürlich easy dem Rest der Branche wohlmeinende Ratschläge erteilen.“
Keiner will Ratschläge von VW oder dem erfolglosen Herrn Blume. -:))
„Der Tesla ist wie der Trabant in der DDR. Hoffnungslos veraltet, aber alternativlos.“
Vor kurzem flammte Demut bei einem gewissen Kommentarschreiber auf. Der erste Jobverlustschock scheint verflogen sein. Nun rückt der arrogante Touch, den der ganze Konzern umgibt, wieder in den Vordergrund. Nix dazugelernt. Dann auch kein Mitleid.
TESLA ist wie der Trabant in der DDR … -:))
TESLA ist alles andere, aber nicht hoffnungslos veraltet. Herr Jensen/NVIDIA hat aus Expertensicht ein glaubwürdigeres Urteil abgegeben. Da erkennt man auch ehrlichen Respekt und Anerkennung für ein Produkt (weltweit meistverkauftes Auto und weltweit führende Software) Womit schmückt sich der VW Konzern? Mit falschen Federn (Rivian). Unausgereift und die letzten Tests waren katastrophal. Geht die Ehe so aus, wie mit VW und Bosch?
„Der iX5 wird zum ersten Mal diesen Mikrokosmos aufrütteln. Denn er ist ein US-Produkt und wird mit 143 kWh netto ausgeliefert.“
Abwarten. Das Pendant aus China schlägt den iX5 in ALLEN Belangen.
Der Markt regelt sich von selbst, egal was hier für ein Unfug geschrieben wird. Ein ist sicher, geholfen hat es dem VW Konzern nicht due Bohne.
David meint
Kannst du dir bitte angewöhnen, Thorsten, auf Antworten zu drücken, wenn du mir antworten möchtest?
hu.ms meint
„Der Markt regelt sich von selbst,“
oder durch politischen einfluss !
Der nächste hammer ist der von der KP getriebene neue chinesische nationalstolz.
Ein bekannter schrieb mir von dort: wenn du einen auftrag willst, musst du mit einer chinesichen edelmake vorfahren. Ausländische marken interessieren danicht mehr.
Der wird alle ausländischen hersteller massiv treffen.
Tesla verkauft ja die meisten autos in china, Wieviele werden das wohl in 2028 noch sein ?
VW versucht es in china ja nochmal mit dort entwickelten BEV – werden auch am antionalstolz scheitern – ähnlich wie die chinesen in D.
Tesla-Fan meint
Wieder eine neue Ausrede, warum die teutschen Produkte in China floppen – neuer chinesischer Nationalismus.
Schuld in Deutschland sind immer die Anderen.
Hast du schon mal überlegt, ob es vielleicht an den inzwischen eher minderwertigen und viel zu teueren deutschen Produkten liegen könnte?
Technisch hinten dran, Software „Setzen, sechs“ und viel zu teuer.
Aber schuld ist natürlich die KP Chinas, klar.
An dieser Arroganz und Selbstgefälligkeit wird die deutsche Automobilindustrie scheitern.
Powerwall Thorsten meint
Lieber FUD David – eigentlich geht es in diesem Artikel ja um Rivian – man könnte hier natürlich zum Thema passend erwähnen, daß VW kürzlich zum Anteilseigner Nummer 1 wurde und hier Amazon abgelöst hat.
Ob dies nach den Software Pleiten mit Cariad (-14 Milliarden) und Argo AI (-3,5 Milliarden) und zuletzt Bosch (bisher -1,5 Milliarden) nun die Lösung wird?
Time will tell.
Aber warum diskreditierst du immer – von der Redaktion immer unkritisch veröffentlicht – die weltweit meist verkauften Modelle von Tesla?
Die Verkäufe steigen trotz deiner Jahre andauernden FUD Kampagne 2026 wieder sehr deutlich an – liegt das eventuell am unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis oder am weltweit Besten Ladenetzwerk, welches offensichtlich schnell genug und völlig unaufgeregt seinen Dienst tut.
10 Millionen Teslafahrer schmunzeln derweil über deine ständigen Versuche ihre immer besser werdenden Fahrzeuge zu diskreditieren und die allermeisten bleiben der Marke treu, wie du ja sicher auch in diversen Umfragen gelesen hast.
Warum? Weil sie zufrieden sind.
BEV meint
die haben übrigens auch nicht so softwareprobleme und müssen sich die fehlende Kompetenz nicht über milliarden von anderen firmen einkaufen
Rivian und Xpeng werdens jetzt richten müssen
wieviel am Ende noch von VW bleibt, ist abzuwarten, ich würde fast wetten, dass Rivian und xpeng langfristig mehr davon profitieren werden als VW, die können sich wenn überhaupt noch im Heimatmarkt behaupten
einfach gleich das original kaufen
hu.ms meint
„liegt das eventuell am unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis oder am weltweit Besten Ladenetzwerk“
Weder noch!
Es liegt in europa an kürzeren lieferzeiten als die konkurrenz und an der vergesslichkeit der menschen (elons politische kapriolen).
David meint
Rivian kann gut reden, sie haben ausgezeichnete Fahrzeuge, es fehlt nur an Fertigungskapazität. Die wird gerade in Ruhe aufgebaut, ohne Chaos und ohne Größenwahnsinn. Man ist nämlich sehr gut finanziert über seriöse Anteilseigner wie Amazon und VW. Mit VW hat man sogar eine Einkaufspartnerschaft. Da kann man natürlich easy dem Rest der Branche wohlmeinende Ratschläge erteilen.
Nur wenn man sich fragt, warum GM und Ford und die Japaner, also die Hersteller die den Nordamerikanischen Markt beherrschen, jetzt wieder dem Verbrenner den Vorzug erteilen, muss man auch darüber reden, dass die BEV-Quote deutlich niedriger als zum Beispiel in Europa ist. Und dass es ein abgeschotteter Markt ist. Der Tesla ist wie der Trabant in der DDR. Hoffnungslos veraltet, aber alternativlos. Der iX5 wird zum ersten Mal diesen Mikrokosmos aufrütteln. Denn er ist ein US-Produkt und wird mit 143 kWh netto ausgeliefert.
Matthias meint
Wenn schon Tesla mit einem anderen bahnbrechenden Fahrzeug mit T verglichen werden muss, dann mit dem Ford Model T, das die Motorisierung der Massen begründet hat während andere Hersteller quasi nur Einzelanfertigungen zusammengeschustert haben. Tesla hat schon vor über 10 Jahren zusammen mit den Superchargern auf mehreren Kontinenten und der kompletten Softwareintegration das funktionierende Konzept der Elektromobilität vorgelegt und ist zurecht mit einer Billion bewertet. Die alten Blechkistenbastler schaffen es nicht einmal Einzelteile davon zu kopieren. Was passiert wenn man einen VW ID an Electrify America oder Ionity anstöpselt, falls dessen Navi den Ladepark gefunden hat? Jeder Tesla am SuC bekommt sofort Strom, der VW wohl eher Verzweiflung.
Ben meint
Ach ja der bezahlte Tesla Hater wiedermal, wenn Tesla so veraltet ist warum musste ich letzte Woche mit meinem 2025er ID.4 GTX in die Werkstatt für ein Software Update, wärend selbst mein 2019er Model 3 zu hause OTA geupdatet werden konnte, selbst bei wichtigen KBA Rückrufen ?
Warum macht VW mit Rivian eine Einheitsofware aus und setzt dann Rivian unter Druck 6 verschiedene Iterationen zu programieren da sich die VW Marken nicht einig sind die Einheitssofware zu nutzen und jeder seine eigene will, VW kann doch mit carriat so toll eigene Software, warum soll Rivian, ohne entsprechende Bezahlung statt Eineitsofware nun 6 Marken bedienen ?
hu.ms meint
„Warum macht VW mit Rivian eine Einheitsofware aus“
Falsch ! VW entwickelt eine neue software-basis in USA gemeinsam mit rivian.
Wer wieviel davon in die jeweiligen autos bring ist völlig offen.
„6 verschiedene Iterationen zu programieren“
Auch falsch ! Die basis-zonen-architektur ist einheitlich.
Die zwischenebene braucht mehrere versionen um bestehende gute anwendungen (wie z.b. automatisches einparken) weiterhin nutzen zu können.
David meint
Das hat doch keinen Sinn, diesem Mitmenschen etwas zu erklären. Die Zonenarchitektur beschreibt eine Anordnung und Funktionalität von Hardware. Das hat ja mit Software erst einmal gar nichts zu tun. Die Software benötigt man, um die Sache zusammen zu betreiben, so ähnlich wie ein BIOS. Nur dass es nicht nur zum Start, sondern grundsätzlich läuft. Aber auch diese Software hat viele Open Source Komponenten. Da sind nur ganz wenige spezifische Teile drin, die sind allerdings entscheidend. Und noch wichtiger ist die Betriebssystemsschicht darüber. Die wird aber individuell für den Volkswagen-Konzern entwickelt. Insofern scheint ja grundlegend gar nicht verstanden worden zu sein, auf was sich der Begriff Einheitssoftware bezieht…
hu.ms meint
Von welcher zu welcher version wurde denn der ID.4 in der werkstatt geupdatet ?
Oder ist das mal wieder erfunden ?