Subaru setzt auf eine neue Strategie namens „ultraeffiziente Produktion“, um im Zeitalter der Elektrifizierung wettbewerbsfähig zu bleiben. Ziel ist es laut Automotive News, Hybrid-, Verbrennungs- und Elektroautos flexibel auf derselben Fertigungslinie zu produzieren.
Der Beginn dieser neuen Phase erfolgt im August im Werk Yajima nördlich von Tokio. Dort werden neben den rein elektrischen Modellen Subaru Trailseeker und bZ4X Touring von Partner Toyota auch Hybrid- und Benzinmodelle des Subaru Forester gefertigt. Um diese Umstellung zu ermöglichen, wurde bereits im vergangenen August eine der beiden Produktionslinien in Yajima für die Neuwerkzeugeinstellung stillgelegt. Die Fertigung des Trailseeker und des bZ4X Touring startete Anfang Februar.
Diese Neuausrichtung soll es dem japanischen Unternehmen ermöglichen, agil auf Nachfrageschwankungen sowie externe Schocks wie Zölle zu reagieren. Es ist das erste Mal, dass Subaru-Fahrzeuge mit drei unterschiedlichen Antriebstechnologien in gemischter Produktion fertigt. Eine Ausweitung dieser Technik ist für das Werk in Indiana in den USA sowie für das neue Werk Oizumi im Heimatmarkt geplant.
Durch die Nutzung flexibler Produktionssysteme in Japan und den USA möchte Subaru die Fähigkeit erlangen, die Produktion zwischen Fabriken schnell zu verschieben und den Modellmix anzupassen. „Das ist der Kern der ultraeffizienten Produktion. Und das ist die Vision, die wir anstreben“, erklärte Managing Executive Officer Ikuo Watanabe gegenüber Automotive News. So könne man sich auch an Veränderungen wie Zölle oder Wechselkursschwankungen anpassen.
Das Unternehmen verfolgt diesen Kurs als Absicherung. Andere Automobilhersteller mussten hohe Abschreibungen aufgrund verfrühter Investitionen in Elektrofahrzeuge verbuchen. Das Auslaufen des US-Steuergutschriftsmodells für E-Autos im vergangenen Jahr führte zu einem Nachfragerückgang in dem wichtigen Markt und zwang viele Marken dazu, Modelle zu streichen oder Pläne zu verzögern. Subaru selbst verzeichnete im letzten Monat Abschreibungen in Höhe von umgerechnet circa 8,1 Milliarden Euro- nach der Abkehr von E-Modellen und dem Stopp von Produktionsplänen.
„Die Nachfragetrends sind unsicher, und wir können nicht vorhersagen, welcher Antrieb – Batterie-Elektro, Hybrid oder Verbrennungsmotor – sich wann gut verkaufen wird“, so Watanabe. Eine Investitionsentscheidung für eine spezifische Technologie stelle das größte Risiko dar.
Der neue Trailseeker – hierzulande als E-Outback angeboten – ist eines von vier gemeinsam mit Toyota entwickelten Stromer-Modellen im Subaru-Portfolio, zu denen auch Solterra, Uncharted und Getaway gehören. Die Allianz mit dem großen Autokonzern hilft dabei, Elektroangebote einzuführen und gleichzeitig die Investitionskosten zu begrenzen.
Die vorangetriebene flexible Produktion ermöglicht es auch, die Volumina identischer Modelle wie des Forester über verschiedene Standorte hinweg je nach Marktnachfrage anzupassen. Laut Watanabe kann so die Produktion gefragter Baureihen bei Bedarf hochgefahren werden. „Unsere Wettbewerbsfähigkeit entspringt dieser Flexibilität“, betonte er.

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