Der chinesische Staatskonzern Dongfeng Motors intensiviert seine Präsenz auf dem deutschen Markt. Nach dem Ausverkauf der ersten 3000 Fahrzeuge im Februar werden nun weitere 6000 Fahrzeuge verschifft. Laut Metin Arslan, CEO von Dongfeng Motor Deutschland, sollen künftig regelmäßige Bestellungen erfolgen.
Die Expansion umfasst auch andere europäische Märkte. Während das Unternehmen in Bulgarien bereits aktiv ist, sind Markteintritte in Österreich und Rumänien geplant. Der Vertrieb in Deutschland soll über klassische Autohäuser erfolgen, erklärt Arslan der Automobilwoche. Aktuell sind 17 Händler im Netz, welches innerhalb der nächsten drei Jahre auf 100 Partner ausgebaut werden soll.
Bei den Vertriebspartnern setzt das Unternehmen auf regional vernetzte Familienbetriebe. Jedem Partner wird ein autorisiertes Gebiet zugewiesen, um die Fahrtwege für Verbraucher auf höchstens 30 Minuten zu begrenzen. Für Händler entstehen beim Start Investitionskosten zwischen 15.000 und 20.000 Euro für Corporate Identity sowie Spezialwerkzeug und Diagnosegeräte. Zudem sollen zehn bis 15 Vorführ- und Lagerwagen vor Ort bereitgehalten werden.
Die preisliche Gestaltung sieht vor, dass Händler Fahrzeuge mit einem Nachlass von etwa 25 Prozent unter dem Listenpreis beziehen. Bei Teilnahme an speziellen Kampagnen gewährt der Importeur einen zusätzlichen Rabatt von zehn Prozent auf bestimmte Modelle. Arslan betont dabei den Fokus auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und gibt an, dass die Fahrzeuge etwa ein Viertel weniger kosten als vergleichbare europäische Modelle.
Das Fahrzeugangebot umfasst verschiedene Segmente. Der Elektro-Kleinwagen Dongfeng Box wird mit einem Listenpreis von 27.990 Euro angeboten, wobei zum Marktstart ein Rabatt von 8000 Euro gewährt wird. Das batteriebetriebene Mittelklasse-SUV Voyah Free BEV hat einen Listenpreis von 77.490 Euro und kann zum Start mit einem Nachlass von 27.500 Euro erworben werden.
Der Importeur bringt mehrere Marken nach Europa. Unter dem Dach der Marke Dongfeng Motors bündelt er die Modelle, die der Hersteller in seinem Heimatland unter drei Marken verkauft. Es sind die Volumenmodelle von Aeolus, Nammi und Epi. Hinzu kommen zwei Premiummarken: Voyah sieht Arslan zwischen Volvo und Audi positioniert, mit M-Hero will er im High-End-Bereich Kunden gewinnen.
Der hinter Dongfeng Motor Deutschland stehende Importeur Automobile Distribution Group (ADG) ist seit fast 40 Jahren als Großhändler tätig. Nach einer dreijährigen Marktanalyse entschied sich das Unternehmen für die Zusammenarbeit mit Dongfeng. Der chinesische Hersteller beschäftigt weltweit über 176.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro.

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