Lexus plant für das neue LFA-Hypercar mit erstmals reinem Elektroantrieb ein Fahrerlebnis, das die Authentizität des Vorgängers widerspiegelt, ohne dabei auf künstliche Imitationen eines Verbrenners zu setzen. Der Prototyp basiert technisch auf der vergleichsweise leichtgewichtigen Aluminium-Architektur des Toyota GR GT, einem Supersportwagen mit V8-Motor.
Der neue LFA wird laut Autocar voraussichtlich das erste Serienmodell von Lexus sein, das Festkörperakkus nutzt, welche eine deutlich höhere Energiedichte als herkömmliche Flüssig-Elektrolyt-Akkus aufweisen. Das Design des Konzepts soll im Vergleich zum GR GT weniger aggressiv und weniger stark von Rennsport-Elementen geprägt ausfallen. Nach den Worten von Konzeptdesigner Shogo Kasamatsu orientiert sich die Gestaltung an der funktionalen und künstlerischen Schlichtheit des ursprünglichen LFA. Das Design sei bereits fast finalisiert, die Markteinführung für 2027 geplant.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, bestehende Konventionen bei elektrischen Performance-Fahrzeugen infrage zu stellen. Yukihiro Yukita, General Manager des LFA-Programms, sieht in der Skepsis gegenüber der Begeisterungsfähigkeit von E-Antrieben eine große Herausforderung. Er räumte gegenüber Autocar ein, dass die geringe Nachfrage nach hochpreisigen Elektro-Sportwagen eine Hürde darstelle. Lexus strebt jedoch eine Vorreiterrolle an, um Fahrer von Verbrennungsmotoren für die E-Mobilität zu gewinnen.
Dabei möchte Toyotas Edeltochter den Fehler vermeiden, lediglich Motorengeräusche oder Schaltvorgänge zu imitieren. Yukita erklärte, dass viele Marktteilnehmer rein elektrische Fahrzeuge als „fake“ empfinden würden, wenn sie Sounds nachahmen. Lexus wolle nicht einfach nur den Klang eines Verbrennungsmotor oder das Gefühl eines Getriebes nachahmen, sondern den LFA-Fahrern das Gefühl vermitteln, „als würden sie mit einem Motor fahren“, so Yukita.
Der LFA-Chef räumte ein, dass einer der Haupt-„Nachteile“ eines Elektroautos, abgesehen vom damit verbundenen Mehrgewicht darin bestehe, dass „wir den Klang oder die Vibrationen verlieren, die einen großen Einfluss auf die fünf Sinne des Fahrers haben“. Andererseits könne ein Batterie-Sportwagen die verbesserte Ansprechbarkeit und Linearität von Elektromotoren nutzen, die man von einem Verbrennungsmotor nicht erwarten könne.
Zudem sei man in der Lage, „alle Geräusche und Schwingungen zu eliminieren, die keinen Nutzen haben“. Das bedeute, dass die Lexus-Entwickler „bei Null anfangen und dann darüber diskutieren können, was wir bei der Neugestaltung der Geräusche oder Schwingungen schaffen wollen, was sich positiv auf die fünf Sinne auswirken kann“. Yukita würdigte die Leistungsfähigkeit der von Hyundai und Porsche entwickelten synthetischen Antriebsstränge für sportliche E-Autos, betonte jedoch: „Wir wollen nicht einfach nur den Klang des Motors nachahmen, sondern den Klang selbst neu gestalten.“









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