Der Anteil chinesischer Plug-in-Hybride auf dem europäischen Markt ist im Juni deutlich gestiegen, berichtet Bloomberg. Laut Daten von Dataforce entfielen im vergangenen Monat 34 Prozent der Auslieferungen von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen auf Hersteller aus China, darunter Unternehmen wie BYD und Chery.
Der Rekordwert bei den Hybridautos mit Stecker zum externen Aufladen der Batterien markiert einen Anstieg, während der Anteil chinesischer rein elektrischer Fahrzeuge sowie von Hybridmodellen ohne Stecker weitgehend unverändert blieb.
Hinter diesem Trend steht die Strategie chinesischer Automobilhersteller, Verkäufe vor möglichen neuen Zöllen der Europäischen Union zu forcieren. Seit Ende 2024 sind in China produzierte vollelektrische Fahrzeuge von höheren EU-Zöllen betroffen, Brüssel reagiert damit auf die ihrer Ansicht nach unfaire Subvention der Volksrepublik ihrer Autoindustrie. Künftig könnten auch Plug-in-Hybride mit zusätzlichen EU-Abgaben belegt werden, das fordert unter anderem der Volkswagen-Konzern.
Chinesische Automobilhersteller „setzen darauf, dass ihre Marktdurchdringung und die Integration in das Händlernetz bis zum Inkrafttreten der Zölle so weit fortgeschritten sein werden, dass die EU diese nicht mehr rückgängig machen kann, ohne erhebliche wirtschaftliche Störungen vor Ort zu verursachen“, sagte Dataforce-Analyst Julian Litzinger gegenüber Bloomberg.
Insgesamt machten chinesische Marken im Juni laut Dataforce 11 Prozent der Neuwagenverkäufe in Europa aus, während ihr Anteil bei reinen Elektrofahrzeugen bei 15 Prozent lag. Bei den Hybridmodellen, einschließlich derer ohne Stecker zum Aufladen der Batterie, stammte fast jedes vierte Fahrzeug aus chinesischer Produktion. Die vorliegenden Daten für Juni berücksichtigen aufgrund der Sommerpause keine Verkaufszahlen aus Schweden.

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