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So fertigt BMW die Hochvoltbatterie für den neuen iX5

28.07.2026 in Autoindustrie, Technik von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

Hochvoltbatterie-Montage-BMW-Group-Werk-Woodruff

Bild: BMW

Das BMW-Group-Werk Woodruff soll im Dezember die Serienproduktion der Hochvoltbatterien für den neuen vollelektrischen BMW iX5 aufnehmen. Vor dem Hintergrund der Weltpremiere in diesem Monat zeigt das Unternehmen erstmals Einblicke in die Fertigung. Zum Einsatz kommen unter anderem Künstliche-Intelligenz-gestützte (KI) Produktionsprozesse, digitale Zwillinge und Virtual-Reality-Anwendungen.

Die Hochvoltbatterie der sechsten Generation (Gen6) wurde von der BMW Group intern entwickelt. Ihre zylindrischen Rundzellen werden nach dem Cell-to-Pack-Prinzip direkt in die Batterie integriert. „Sämtliche Produktionsschritte werden lückenlos inline überwacht und in Echtzeit umfassend dokumentiert“, heißt es. „Eigens entwickelte KI-Assistenten und -Agenten analysieren diese Daten und sorgen zusammen mit mehr als 300 Mitarbeitenden und 250 Robotern im Werk Woodruff für eine Null-Fehler-Batterieproduktion.“

Digitale Zwillinge und Virtual-Reality-Anwendungen wurden bereits vor der Inbetriebnahme für Planung und Qualifizierung eingesetzt. Alle Beschäftigten in der Fertigung absolvieren ein vor Ort entwickeltes VR-Training. Eine virtuelle Fabrik bildet die Produktionslinien des Werks ab und ermöglicht das realitätsnahe Üben der Abläufe. Der Bau des Werks begann im September 2023, nachdem im Juni der Spatenstich erfolgt war. Seit Sommer letzten Jahres laufen erste Test- und Vorserienbatterien vom Band. Der Serienstart ist für Dezember vorgesehen.

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Für die Gen6-Zellen werden Sekundärmaterialien für Kobalt, Lithium und Nickel eingesetzt. Bei der Herstellung der Anoden- und Kathodenmaterialien sowie bei der Zellfertigung werden laut BMW erneuerbare Energien genutzt. Gegenüber der Gen5-Zelle des BMW iX sei der CO₂e-Ausstoß pro Wattstunde um rund 28 Prozent reduziert worden, das Werk Woodruff arbeite im Normalbetrieb ohne fossile Brennstoffe. Die Flurförderzeuge am Standort tanken Wasserstoff.

Nach mehreren Montage-, Schweiß-, Abdichtungs- und Prüfschritten erhalten die Batterien den „Energy Master“ als zentrale Steuereinheit. Jede Hochvoltbatterie durchläuft abschließend eine End-of-Line-Prüfung und wird anschließend in das 15 Meilen entfernte Werk Spartanburg transportiert.

Die Montage der Gen6-Hochvoltbatterien erfolgt in fünf neuen Produktionsstätten, die die BMW Group nach dem Prinzip „Local for Local“ nah an ihren Fahrzeugwerken errichtet. So entstehen neben Woodruff auch in Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern), Shenyang (China) und San Luis Potosí (Mexiko) Montagewerke für Hochvoltbatterien. Im ungarischen Debrecen werden bereits seit Oktober Hochvoltbatterien der neuesten Generation in Serie gefertigt. Das globale Produktionsnetzwerk für Hochvoltbatterien profitiere von der engen Zusammenarbeit zwischen den deutschen Pilot- und den weltweiten Serienwerken, erklärt BMW.

Der erste batterieelektrische BMW iX5 setzt auf die sechste Generation der eDrive-Technologie des Konzerns mit Rundzellen und 800-Volt-Technologie. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 144 kWh in den USA und 141 kWh in der EU (netto) verfügt das SUV über die bislang größte Hochvoltbatterie eines Elektroautos der Marke. Für den Vortrieb sorgen je eine E-Maschine an der Vorder- und an der Hinterachse und der elektrische xDrive-Allradantrieb.

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Via: BMW
Tags: Batterie, BMW iX5, Produktion, USAUnternehmen: BMW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Powerwall Thorsten meint

    29.07.2026 um 13:54

    Ja und jetzt lieber FUD David kannst du der interessierten BEV Community in Deutschland sicherlich die Gretchenfrage beantworten:
    Wie teuer ist den eine Kilowattstunde Kapazität dieser wirklich imposanten Rundzellen.
    Über deine Rundzellen Kommentare aus der Vergangenheit gehe ich an dieser Stelle lieber nicht gesondert ein, das würde die eh schon niedrige Glaubwürdigkeit deiner Posts hier nur noch weiter untergraben.
    Warum nur kommt mir gerade der Begriff „Fähnlein Fieselschweif“ in den Sinn?
    Fragen über Fragen

    Antworten
    • M. meint

      30.07.2026 um 21:01

      Gibt es irgendwo zwischen den Zeilen deines Buchstabensalates auch Informationen?
      Vielleicht einen von dir aufgedeckten Skandal, dass eine von BMW entwickelte, und von CATL gebaute Zelle mit mehr Aktivanteil als das kurze Modell aus Texas hier schlechter sein soll?
      Klar: Trockenbeschichtung. Das wäre tatsächlich ein Hit, wenn hinten brauchbare Zellen mit hoher Kapazität rauspurzeln würden.
      Aber man würde in Grünheide keine Startups ins Boot holen, wenn man wüsste, wie man das alleine hinbekommt.

      Antworten
  2. Matthias meint

    28.07.2026 um 17:26

    „Das BMW-Group-Werk Woodruff “ steht „nach dem Prinzip „Local for Local“ nah an ihren Fahrzeugwerken“ wo genau? In Oberbayern oder Niederbayern? England, Kanada, Australien? Der Qualitätsjournalismus mal wieder.

    Antworten
    • M. meint

      28.07.2026 um 19:46

      War es zu schwierig, noch den nächsten Satz zu lesen?

      „So entstehen neben Woodruff auch in Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern), Shenyang (China) und San Luis Potosí (Mexiko) Montagewerke für Hochvoltbatterien.“

      Antworten
    • eBikerin meint

      29.07.2026 um 07:41

      Manchen muss man irgendwie alles erklären, aber gut nur für dich:
      Das größte BMW Werk steht in Spartanburg – South Carolina – USA
      Woodruff ist in South Carolina – USA.
      So weit nun verstanden? Oder noch genauer – die beiden Werke liegen ca. 27 Kilometer von einander entfernt.

      Antworten
  3. David meint

    28.07.2026 um 13:25

    Tja, so ist das, wenn man Rundzellen mit 46 mm Durchmesser in Deutschland entwickelt und vom Unternehmen eines Doktors der Physik bauen lässt. Dann kommen da 144 kWh raus statt 70.

    Antworten
    • MK meint

      28.07.2026 um 17:03

      @David:
      Dann können Sie als VW-Fan doch sicher sagen, warum VW keinen 140 kWh-Akku anbietet? Richtig: Weil es viele Kunden gar nicht haben wollen und sich auch keine 100.000 € fürs Auto leisten können. Das „beste“ Produkt muss nicht der Technologieführer sein, sondern ist das mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis, wobei sich „Leistung“ nicht auf objektive Messgrößen, sondern auf persönliche Bedürfnisse des Kunden bezieht. Und da ist ein Auto, dass nur halb so viel Akkukapazität hat, aber im Gegenzug auch nur halb so viel kostet, halt für viele die bessere Wahl.

      Antworten

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