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Smart #2: Neue Bilder aus China zeigen das Modell ungetarnt

10.08.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Smart-#2-Airbrush-Ausblick

Bild: Smart (Symbolbild)

Smart legt den schon einige Jahre nicht mehr verfügbaren Zweisitzer ForTwo als Elektroauto neu auf. Das kommende, #2 getaufte Modell steht kurz vor seiner Markteinführung. Kürzlich wurden weitere Details zu dem Kleinst-Elektroauto aus dem Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely in einem neuen Fahrzeugkatalog in China aufgeführt.

Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) veröffentlichte die neueste Liste von Modellen, deren Verkaufszulassung bevorsteht. In China ist eine solche Anmeldung beim MIIT Voraussetzung für den Verkauf neuer Fahrzeuge. Die Unterlagen klassifizieren den #2 als rein elektrisches, zweisitziges Automobil. Die Produktion erfolgt durch Zhejiang Haoqing Automobile Manufacturing, ein Unternehmen des chinesischen Geely-Konzerns.

Bereits bekannt war, dass der #2 auf einer neuen, speziell für ultrakompakte Fahrzeuge entwickelten Elektroarchitektur basiert. In Bezug auf die Abmessungen wird das Modell laut den nun einsehbaren Daten und Bildern aus China mit einer Karosserielänge von etwa 2,75 Meter angeboten und weist eine Breite von knapp 1,67 Metern, eine Höhe von 1,56 Metern sowie einen Radstand von 1,89 Metern auf. Zum Vergleich: Die E-Auto-Version des Vorgängers ForTwo kam auf 2,70 Meter Länge, 1,56 Meter Höhe und 1,66 Meter Breite.

60-kW-Motor, etwa 300 Kilometer Reichweite

Der Antrieb erfolgt den Daten aus China zufolge über einen 60-kW-Motor (82 PS). Als Energiespeicher dient eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), deren Zellen vom chinesischen Batterie-Riesen CATL stammen. Der #2 besitzt ein Leergewicht von 1130 Kilogramm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Reichweite wird nach vorläufigen offiziellen Angaben rund 300 Kilometer durch eine 35,7-kWh-Batterie betragen. Ein Schnellladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird in etwa 20 Minuten angestrebt.

Das Design behält laut den Bildern aus China das charakteristische Layout der Räder an den Ecken bei. Der Hersteller selbst gab kürzlich mit Airbrush-Zeichnungen (Artikelbild) an der Wand in Städten einen konkreteren Ausblick auf das finale Design. Die Fotos aus China zeigen nun das finale Serienfahrzeug.

Der #2 stehe, wie kaum ein anderes Fahrzeug, für das, was Smart ausmache: „intelligente Mobilität für die Stadt mit unverwechselbarer Identität“, hat Deutschland-Chef Florian Nemit gesagt. Mit der eigens entwickelten ECA-Plattform als technologischem Herzstück schaffe man die Grundlage für einen vollelektrischen Zweisitzer, „der ikonisches Design und kompakte Abmessungen mit Agilität, Komfort und Sicherheit auf höchstem Niveau verbindet“.

Während der ForTwo gemeinsam mit Renault entwickelt und im französischen Hambach produziert wurde, entsteht der Nachfolger #2 in China. Dort sind die Fertigung sowie die Entwicklung seit dem Verkauf der Hälfte der Anteile von Smart an Geely durch Mercedes-Benz angesiedelt. Der #2 wird also wie die bisherigen, deutlich größeren Stromer des Gemeinschaftsunternehmens nach Europa exportiert. Der Bestellstart wird in diesem Jahr in Aussicht gestellt, die Auslieferung der ersten #2 ist ab dem zweiten Quartal 2027 vorgesehen.

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Via: Car News China & CN EV Post
Tags: Design, Smart #2 (früher ForTwo)Unternehmen: Smart
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. South meint

    10.08.2026 um 19:25

    Smart hat mit heimischen Autos überhaupt nix mehr zu tun. Da lohnt ein Blick auf die anderen Chinesen wie den Leapmotor T03 oder BYD Dolphin…

    Antworten
    • eBikerin meint

      11.08.2026 um 09:33

      „Da lohnt ein Blick auf die anderen Chinesen wie den Leapmotor T03 oder BYD Dolphin“
      Ist halt ne komplett andere Fahrzeugklasse und so was von nicht vergleichbar.
      Wäre genauso wenn du einem orginal Smart 4two Interessenten gesagt hättest er soll sich nen Golf anschauen.

      Antworten
      • South meint

        11.08.2026 um 21:42

        Doch, die sind sehr wohl vergleichbar… egal ob über Preis oder Klasse… du hast nur keine Ahnung…

        Antworten
  2. Till meint

    10.08.2026 um 17:40

    Ich gebe dem Wagen hier in Europa nur geringe Erfolgschancen.

    Das ursprüngliche Smart Konzept hatte ein politisch ökologisches Mindset. Das fehlt bei eknem Chinaimport völlig.

    Antworten
    • Future meint

      11.08.2026 um 13:16

      Nein, erst jetzt hat doch Smart mit diesem JV und dem Auto endlich das »politisch ökologische Mindset« erreicht. Mit Mercedes alleine wäre das nie möglich gewesen. Heute ist es allerdings wichtig, Effizienz, Ökologie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht so stark zu betonen, weil die Gesellschaft das mehrheitlich bekanntlich ablehnt. Wichtig ist, Spaß, günstige Kosten und Quereinparken zu betonen.

      Antworten
      • M. meint

        12.08.2026 um 23:22

        Haarsträubend. Einfach was rauslassen, an der Realität vorbei, Wahrheitsgehalt völlig egal…
        Den Smart gab es als Fortwo 451 ED 3 ab 2012 elektrisch. Dass die Batterien über die Jahre weniger CO2-Rucksack bekommen haben, ist kein Verdienst der Chinesen. In China ist der CO2-Rucksack eher größer.
        Mit Mercedes alleine war das also durchaus nicht nur möglich, sondern real.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_EQ#Fortwo_451_ED_3_(2012%E2%80%932015)

        Antworten
        • Future meint

          13.08.2026 um 15:08

          Nein, mit Mercedes war das natürlich alles nicht machbar. Es gibt doch so viele Gründe, warum Mercedes mit Smart nicht alleine weitermachen konnte. Angeblich hätte Mercedes mit Smart nie Geld verdient. Dazu gibt es genügend Berichte.

          Mit chinesischer Hilfe ist es jetzt endlich gelungen, ein wettbewerbsfähiges kleines Elektroauto auf den Markt zu bringen, das profitabel ist und gleichzeitig den Kunden vernünftige technische Werte bietet. Selbstverständlich ist das gut fürs Klima, denn der Smart wird viele dreckige Diesel ersetzen und die Welt wieder etwas besser machen.

  3. David meint

    10.08.2026 um 13:17

    Wenn wir mal ganz ehrlich sind, klingt das von den Eckdaten her absolut tauglich. Und es ist genau das, was der Smart eigentlich von Anfang an sein sollte. Man muss sogar sagen, die Optik ist für chinesische Verhältnisse sehr clean geraten und nahe an der Smart-DNA. Es gibt nur zwei Punkte, die gegen dieses Auto sprechen. Erstens, es ist chinesisch. Das ist halt die Sache mit dem moralischen Kompass. Und, alle fordern ein extrem kompaktes Stadtauto. Aber fast niemand kauft es dann.

    Antworten
    • Future meint

      11.08.2026 um 13:21

      »Fast niemand« ist ein typischer David: Vom Smart Fortwo (inklusive des ursprungs als Smart City-Coupé) wurden von der Markteinführung im Juli 1998 bis zum Produktionsende im März 2024 insgesamt etwa 2,2 bis 2,5 Millionen Exemplare weltweit produziert und verkauft.

      Mal sehen, wie es jetzt wird, denn der elektrische Smart hat ja jetzt endlich auch eine Reichweite, um von der City am Wochenende bequem an den Strand zu kommen und er ist schnell wieder aufgeladen.

      Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      11.08.2026 um 15:57

      Beim moralischen Kompass sollten auch VW Mitarbeitende eher den Mund nicht zu voll nehmen.
      Aber wenn die Technik nicht angreifbar ist und auch die Spaltmaße nicht mehr ziehen, dann muss eben die Moral herhalten – einfache Gemüter magst du damit einfangen – interessiert und entsprechend informierte Käufer eher nicht mehr, dass muss ja auch Porsche gerade schmerzhaft „erfahren“

      Antworten
      • David meint

        12.08.2026 um 08:49

        Ist ja klar, dass dich das triggert. Denn dass Tesla auch so ein Nogo ist, wissen wir ja jetzt schon seit einiger Zeit. Nicht sexy, wie Murks das mal wollte, nur pfui. Im Juli hat das ganz Europa ganz genau so gesehen. Vielleicht hat es auch andere Gründe. Aber auf jeden Fall ist es ein historisch schlechter Monat, der sich nicht mit normalen Wellenbewegungen erklären lässt.

        Antworten
      • M. meint

        12.08.2026 um 23:27

        So wie „Ben“? Sagst du es ihm?
        Ich hätte ja jetzt auch keine Tesla-Mitarbeiter hier einbezogen, aber ich bin es ja nicht, der den Maßstab geändert hat.
        Denn, während der „Mitbegründer“ der Vorgänger-Organisition der VW AG schon seit 81 Jahren persönlich keinen Schaden mehr anrichtet, tut der CEO von Tesla das immer noch, jeden Tag. Und die Tesla-Mitarbeiter haben einfach nicht den Schneid, alles hinzuwerfen und zu gehen.

        Antworten
        • Future meint

          13.08.2026 um 15:11

          Wen wünschen sich denn die VW-Arbeiter heute nach 81 Jahren als Bundeskanzlerin und als Ministerpräsidenten? Erzähl du es mir. Könnte man denen aus moralischen Gründen also noch ein Auto abkaufen?

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