BMW hat kürzlich die Serienproduktion der Limousine i3 in München gestartet. Die zweite Baureihe auf der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ ist zunächst in der Version i3 50 xDrive First Edition bestellbar. Neben weiteren regulären BMW-i3-Varianten wird es eine besonders potente und dynamische BMW-M-Ausführung geben. Der erste elektrische M3 wurde kürzlich bei Tests auf dem Nürburgring abgelichtet.
Das auf der Rennstrecke gesichtete Testfahrzeug lässt trotz seiner umfangreichen Tarnung bereits eine klare Verwandtschaft zum i3 der Neuen Klasse erkennen. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich der elektrische M3 mit einem deutlich aggressiveren Auftritt von seinem Basismodell absetzen wird. Im Vergleich zum M Concept Neue Klasse, das einen Ausblick auf das künftige Design gibt, dürfte die Serienversion allerdings etwas zurückhaltender ausfallen. Das Konzept selbst orientiert sich sowohl an der Geschichte von BMW M als auch an den Erfolgen der Marke im Motorsport.
Der Leiter der M-Division Frank van Meel hat den elektrischen i3 kürzlich als „eigener natürlicher Feind“ des Verbrennungsmotors bezeichnet. Das Ziel ist es demnach, Käufer durch überlegene Dynamik von der flankierend angebotenen neuen Benzin-Variante wegzulocken. „Es mag Kunden geben, die sagen, sie wollen einen Verbrennungsmotor, weil ihnen der Sound oder das Aussehen gefällt oder sie zu Hause nicht aufladen können“, so van Meel. „Das ist völlig in Ordnung. Aber wenn man sich für Rennsport oder Fahrdynamik begeistert, könnte man sagen, dass der Elektro-M3 der beste M3 ist.“
SPOTTED! New electric BMW M3 😱
The electric BMW M3 has been caught on the Nurburgring wearing its thinnest disguise yet, and you can see the similarities to the M Concept Neue Klasse.
😍Bonnet scoop and lower bumper carried over
😪Rear end is toned down
🏎️ Could have more than… pic.twitter.com/pkJxyria69— carwow (@carwowuk) August 4, 2026
Die technische Entwicklung des nur mit Strom fahrenden M3 setzt auf vier Elektromotoren. Dabei liegt der Fokus laut van Meel nicht primär auf maximaler Leistung oder Drehmoment, sondern auf der Verbesserung der Agilität und des Fahrerlebnisses durch eine präzise Fahrzeugdynamik. Ein zentraler Computer namens „Heart of Joy“ steuert die vier Motoren, um Vorteile bei der Stabilität und Wendigkeit zu erzielen. Durch gezieltes Bremsen der inneren und Beschleunigen der äußeren Räder soll das Kurvenverhalten optimiert werden.
Für den Elektro-M3 sind simulierte Gangwechsel geplant. Die M-Abteilung entwickelt zudem einen neuen Klang, der von den E-Motoren inspiriert ist. Die Simulation der Kraftentfaltung und des Getriebes soll das Fahren intuitiver gestalten. Die Herausforderung sei „philosophischer“ Natur, so van Meel, und BMW M versuche, bei der Nachbildung des „Gefühls“ und der „Emotion“ eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor „voranzukommen“, anstatt dessen Charakter direkt zu kopieren.

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