Der den E-Auto-Baukasten MEB+ des Mutterkonzerns Volkswagen nutzende A2 e-tron soll mit einem vorläufigen Verbrauch von 12,8 Kilowattstunden pro 100 Kilometer nach WLTP der effizienteste Audi aller Zeiten sein. Der Wert gilt für die Leistungsstufe mit 140 kW/190 PS und optionalem Effizienzpaket. Audi nennt eine weiterentwickelte Antriebstechnologie, aerodynamische Maßnahmen und eine für den Alltag verbesserte Batterie als zentrale Bestandteile des Konzepts.
Der A2 e-tron mit Effizienzpaket erreicht den Angaben zufolge einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,24 und damit den Bestwert im Audi-Kompaktsegment. Bei Geschwindigkeiten ab etwa 100 km/h entfallen mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs auf den Luftwiderstand. Die Aerodynamikmaßnahmen sollen den WLTP-Verbrauch gegenüber einem identischen Fahrzeug ohne diese Anpassungen um bis zu 0,9 Kilowattstunden pro 100 Kilometer (kWh/100 km) reduzieren.
Die Karosserie besitzt eine abgerundete Front, eine fließende Dachlinie und ein scharf definiertes Heck. Sogenannte Air Curtains lenken die Strömung um, während Gap Reducer und Gap Breather Verwirbelungen an den Radhäusern verringern. Ein aktiver Kühllufteinlass bleibt im Normalbetrieb und bei höheren Geschwindigkeiten geschlossen, öffnet sich aber beim Laden, bei starker Beschleunigung oder bei sommerlicher Hitze.
Antrieb und Batterie auf Effizienz getrimmt
Als Antrieb dient eine permanent erregte Synchronmaschine, deren Leistungselektronik Siliziumkarbid-Halbleiter verwendet. Eine variable Schaltfrequenz verringert Verluste um bis zu 20 Watt, alternative Modulationsverfahren reduzieren die Schaltverluste um bis zu 33 Prozent. Dünnere Lamellen, eine Dreieckschaltung der Statorwicklung, neues Leichtlauföl und eine Übersetzung von 10,2:1 sollen weitere Verluste senken.
Die 61-kWh-Batterie verwendet Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Cell-to-Pack-Bauweise, bei der die Zellen direkt in das Gehäuse eingeklebt sind. Die Batterie kommt ohne seltene Erden aus, altert langsamer als viele Alternativen und kann im Alltag wiederholt auf 100 Prozent geladen werden, wirbt Audi. Eine angepasste Kühlungsstrategie soll beim Laden an der Wallbox eine Ladeeffizienz von 89,6 Prozent ermöglichen.
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Ein speziell auf die LFP-Batterie abgestimmter Algorithmus bewertet den Ladezustand und den Alterungszustand. Der A2 e-tron unterstützt zudem Vehicle-to-Load zur Versorgung externer Geräte und Vehicle-to-Home zur Nutzung als Energiespeicher für das eigene Zuhause. Vehicle-to-Home soll zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein und setzt eine von Audi empfohlene Ladebox voraus.
Audi will das neue E-Auto im Herbst 2026 vorstellen und damit sein Portfolio um einen rein elektrischen Einstieg in die Kompaktklasse ergänzen. „Der Audi A2 hat mich seit Beginn meiner Laufbahn im Volkswagen-Konzern in den 1990er Jahren begleitet. Seine wegweisende 3-Liter-Version machte Effizienz schon damals zu seinem Markenzeichen”, sagt Unternehmenschef Gernot Döllner. „Genau diesen Anspruch führen wir mit dem neuen A2 e-tron fort: herausragende Effizienz, hohe Alltagstauglichkeit und ein klares Verständnis dafür, was Kundinnen und Kunden von moderner Elektromobilität erwarten.“







JuergenII meint
So überragend ist ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,24 nun auch wieder nicht. Das schaffen andere Hersteller auch, bzw. unterbieten ihn. Selbst das Ur-EV, der GM EV1, hatte bereits 1996 0,19!
Gut für ein dt. Auto sieht er zumindest von außen recht passabel aus.Nur muss mir einer mal erklären, warum in so einem Fahrzeug und bei den zu erwartenden Preisen man für ein Effizienzpaket zusätzlich Geld ausgeben muss?
Und auch beim WLTP Verbrauch von 12,8 kWh gibt es massenweise Fahrzeuge, die ähnliche oder sogar niedrigere WLTP Angaben haben. Auf vision mobility gibt es eine Seite der 100 aktuell sparsamsten bestellbaren E-Autos.
Und um hier Schnappatmung zu generieren: Das Model 3 ist hier mit rund 11 kWh an erster Stelle.
M. meint
„Und um hier Schnappatmung zu generieren: Das Model 3 ist hier mit rund 11 kWh an erster Stelle.“
Ne. Es steht einfach links oben in der Bildershow.
„So überragend ist ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,24 nun auch wieder nicht.“
Suche mal bessere Kompaktlimousinen (Schrägheck).
Der GM EV1 war mit 4,31m länger als der A2, aber hatte nur 2 Sitze – „aus Gründen“. Solche „Kleinigkeiten“ sollte man vielleicht nicht unterschlagen.
cbzac meint
„Die Batterie kommt ohne seltene Erden aus“
Ist diese Aussage von Audi?
KEINE moderne Traktionsbatterie enthält seltene Erden, sondern teilweise problematische Metalle wie Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan – die bei LFP entfallen.
Seltene Erden stecken oft in den E-Motoren, hier wäre es interessant ob Audi nun ohne diese Materialien auskommt.
CJuser meint
Ja, „seltende Erden“ und korrekt „kritische Rohstoffe“, werden leider oft in einen Topf geworfen. Audi wird mit Sicherheit aber keinen eigenen E-Motor hierfür entwickelt haben. Wer weiß, ob der A2 e-tron überhaupt eine volle Generation durchhält. Dabei sollte man aber auch nicht vergessen, dass E-Motoren ohne diese ja auch mehr verbrauchen. BMW hat es aber geschafft, den zusätzlichen Verbrauch zu minimieren. Die Neue Klasse Motoren sind nämlich ohne kritische Rohstoffe.
M. meint
„sondern teilweise problematische Metalle wie Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan – die bei LFP entfallen.“
In LFP ist nicht mal Lithium drin?
Super!
lanzu meint
Die Aussage ist tatsächlich aus der Presseerklärung von Audi. Da hat sich jemand in der Presseabteilung eine Fauxpas erlaubt.
HorstKurt meint
„Die Batterie kommt ohne seltene Erden aus…“
Hört sich nach einer Glanzleistung deutscher Ingenieurinnen und Ingenieure an.
(Und ich Dummerchen glaubte bislang, dass „Seltene Erden“ eher in den E-Motoren als in den Batterien zu finden waren)
F. K. Fast meint
Die Tür“griffe“ wären wohl in manchen Staaten nicht mehr zulassungsfähig. Warum dann bei uns?
Positiv finde ich, dass hier mal Wert auf niedrigen Verbrauch gelegt wurde (da spielen aber die Türgriffe keine Rolle).
ID.alist meint
„Die Tür“griffe“ wären wohl in manchen Staaten nicht mehr zulassungsfähig.“
Nicht unbedingt. Volvo beim EX60 hat ähnlich aussehende „Griffe“ und die scheinen auch Dort zulassungsfähig zu sein.
Wichtig ist, dass die Tür immer aufgemacht werden kann, auch nach einem starken Unfall.
brainDotExe meint
„Die Tür“griffe“ wären wohl in manchen Staaten nicht mehr zulassungsfähig. Warum dann bei uns?“
Nur weil manche Staaten innovationsfeindlich sind, muss man das ja nicht direkt übernehmen.
„Positiv finde ich, dass hier mal Wert auf niedrigen Verbrauch gelegt wurde (da spielen aber die Türgriffe keine Rolle).“
Ist ja auch das Konzept eines A2. Ich bin da aber immernoch skeptisch ob das gut bei den Kunden ankommt. Beim ursprünglichen A2 war es nicht der Fall.
Ob man nicht eher einen weniger effizienten dafür aber sportlicheren A3 hätte bringen sollen?
eBikerin meint
Ich glaube nicht, dass diese „Bobbel“ die man da sieht wirklich so kommen werden. Versenkte Türgriffe kann ich keine erkennen. Und verboten sind die auch nur in China so viel ich weiss – wenn du mehr weisst gerne her damit.
Und sollte der in China verkauft werden (was ich nicht glaube) dann bekommt er eben für da was anderes.
CJuser meint
Beim deutlich teureren Audi Q9 hat Chef Döllner noch dafür gesorgt, dass diese „Türgriffe“ nicht erscheinen.
Futureman meint
Wird preislich mit einigermaßen Ausstattung wohl über 40.000€ liegen. Wird als „günstiger“ Zweitwagen aber einige Audi-Freunde glücklich machen. Wenn er genauso haltbar ist wie der alte A2 wird er auf jeden lange auf den Straßen unterwegs sein.
Aliveffm meint
ich finde er sieht sehr cool aus – auch ist das Ausreizen der MEB- Platform was vernünftiges und denke auch, dass es dafür in Europa genügend Kunden gibt
Anti-Brumm meint
Es tut sich was bei den deutschen Autobauern im Kompaktsegment – endlich!
Hätte nicht gedacht, dass sich Audi nochmal dorthin wagt.
Kleinigkeiten zum Meckern findet man immer.
brainDotExe meint
Audi ist seit zwei Jahrzehnten in der Kompaktklasse vertreten, was hat das mit „dorthin wagen“ zu tun?
eBikerin meint
Audi hat aktuell den A1 welcher sogar als Kleinwagen gilt. Der A3 ist im Kompaktsegment angesiedelt. Also Audi wagt sich nicht wieder dort hin, sondern war nie weg,
EVrules meint
Die Linien in der Front versprechen nichts gutes, in Punkto der Gestaltung – warten wir es einmal ab.
Aber festzuhalten ist auch, die ganzen Optimierungen bringen gerade einmal 20km mehr als die höchste Reichweite beim ID.3 Neo (429km WLTP), welcher einen cW-Wert von 0,26 hat.
Da die beiden Fahrzeuge A2 e-tron und ID.3 Neo praktisch in der Technik identisch sind, sieht man auch, dass der cW-Wert nicht so aussagekräftig ist, wie oft behauptet wird.
ID.alist meint
Ähhhhh!!
Wie kommst Du auf 20km oder auf 429km WLTP beim ID.3 Neo???
Ich komme auf 40-50 km, was in etwa 10% der Gesamtreichweite ist. Also doch etwas „aussagekräftig“.
EVrules meint
Das war ein Schreibfehler, die 4 hält sich für eine 6: Der ID.3 Neo wird von VW mit bis zu 629km WLTP Reichweite angeben – daher die 20km Unterschied zum A2 etron mit bis zu 649km.
ID.alist meint
OK, Du sprichst über die Version mit der 79kWh Batterie.
Ja die Zahl 649km ist geleaked worden, ob diese mit den Effizienzpaket erreicht worden ist, weiß ich nicht.
EdgarW meint
Ich weiß nicht, wie EVrules auf diesen Wert kommt, aber CarManiac / Chris sagt am Anfang seines Videos, mit dem 79er Akku habe der A2 649 km Reichweite nach WLTP, beim ID.3 lautet die Angabe 629 km.
ID.alist meint
Ich habe mich auf die Info aus diesem Artikel und die Pressemappe von Audi. Die Videos von dieser Wandernde Anzeigetafel kenne ich noch nicht.
Gunnar meint
der cW-Wert spielt beim WLTP-Zyklus eine untergeordnete Rolle, da die Geschwindigkeiten sehr niedrig sind.
Aussagekräftiger werden dann erste Vergleichstests zwischen ID3neo und A2 auf der Autobahn sein. Da müsste der Reichweitenunterschied zugunsten des Audi anwachsen.
Peter meint
Der cw-Wert ist für WLTP nicht so relevant, aber auf der Autobahn – wo man die Reichweite wirklich benötigt – schon.
Im Übrigen ist der ID.3 neo bei 0,263, also im Vergleich der Golfklasse auch recht gut.
Wunder sollte man bei den 0,24 des A2 also auch keine erwarten.
South meint
Ein teures MEB+ Derivat… hat nix mit Vorsprung durch Technik zu tun…
M. meint
Etwas mehr Begründung würde deinem Beitrag gut tun.
ID.alist meint
Begründung, bei South?
South meint
Audi sollte bei dem Preis schon etwas mehr bieten als ein aufgewärmten ID.3 auf MEB+… sprich SSP und 800V oder größere Accu-Optionen…
Den eA2 kauft nur jemand der von eAutos keine Ahnung aber viel Geld hat…
brainDotExe meint
Da die wenigsten Kunden, unabhängig vom Hersteller, überhaupt Ahnung von der Technik eines Autos haben, ist das also eine relativ große Zielgruppe.
M. meint
Zu flach.
Wenn es rein um den Antrieb ginge, hätte man auch bisher nie einen Audi kaufen müssen. Das meiste, was dort an Motoren über die Ladentheke geht, gibt’s auch im VW.
Der Audi soll andere Kunden ansprechen. Keine Ahnung, wie du das empfindest – dem Vernehmen nach fährst du ja einen – war das Interieur anders. Zumeist besser. Ok, bei Q4 soll’s nur anders gewesen sein.
Und dann: die bessere Aerodynamik des A2 kommt im WLTP kaum zur Geltung, da beim Schnitt von 42 km/h (?) eben nicht viel zu holen ist. Bei einem Schnitt von 100 km/h sieht das anders aus, da könnte die Realreichweite schnell mal 50 km mehr sein, und das kann schon ein Thema sein. Einen Ladestop sparen. Kürzer laden, weil weniger Ladehub benötigt.
Ist in der Anzahl sicher kein Konkurrent zum ID.3, aber seine Kunden könnte der schon finden.
South meint
Hihiihi, nur die ahnungslosen Kunden abzugrasen ist halt keine langfristige Strategie, hat wohl ein Potential für überschaubare Stücke und über den Tisch gezogen zu werden ist jetzt auch nicht soooo gut für eine Kundenbindung, milde ausgedrückt..
Und. ähnlich wie beim Preis werden wohl viele „ahnungslose“ sich mal nen ADAC Test reinziehen…
Aber hey, einmal kann man nen Kunden vielleicht einmal kalt erwischen, ein zweites Mal ist es kein Kunde mehr von dir ….
hu.ms meint
NIemand kennt die innanausstattung, das bedienkonzept und die mehrpreise bei gleicher akku-kapazität.
Bekanntlich kosten die 4 ringe vorne und hinten drauf immer ein paar tausender mehr.
Sh. Q4 etron und ID.3 mit je 77er akku.
Und der spruch lautet: Mit der eitelkeit der leute ist gut geld verdient.
Was würden sonst z.b. friseure oder markenkleidungshersteller machen ?
David meint
Gut, das haben wir ja schon gelernt, dass VW auch das Thema Effizienz beherrscht. Hier hat man einen guten Grund, die Form aerodynamisch zu gestalten. Denn das Konzept des A2 war schon immer die Effizienz und dazu gehörte auch der Luftwiderstand. Dieses Auto wird sicherlich seinen Kundenkreis finden. Das dürfte zwar nur eine kleine Gruppe sein, aber ich hatte schon ein paar mal die Aussage von Erzfans gelesen, man behalte den A2 so lange, bis es einen würdigen Nachfolger gibt. Den gibt es jetzt.
CJuser meint
Nicht wirklich schön, wie ich finde. Und zudem mit dem China AUDI-Design.