Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat eine Auswertung zu der Nummer 1 der Segmente und der Nummer 1 der alternativen Antriebsarten im Juli 2026 veröffentlicht.
Im Berichtsmonat gab es lediglich einen einzigen Wechsel des zulassungsstärksten Modells des Vormonats: In der Mittelklasse wurde der Audi A5 von der Mercedes CLA-Klasse in dieser Position abgelöst.
Unter den zulassungsstärksten Modellen nach alternativen Antriebsarten gab es gegenüber dem Vormonat zwei Modellveränderungen: Bei den Elektro/BEV-Pkw konnte der Skoda Elroq die meisten Neuzulassungen verzeichnen. Bei den Fahrzeugen mit Brennstoffzelle verzeichnete der Hyundai Nexo mit zwei Einheiten die meisten Neuzulassungen.
Die weiteren Antriebsarten zeigten die zulassungsstärksten Modelle des Vormonats. Die Antriebsart Hybrid (ohne Plug-in-Hybrid) wurde erneut vom VW T-Roc angeführt und die Antriebsart Plug-in-Hybrid vom BYD Seal U. Das zulassungsstärkste Modell mit der Antriebsart Voll-Hybrid war wiederholt der Toyota Yaris.
Bei der Antriebsart Gas (insgesamt) führte weiterhin der Dacia Sandero. Für die Antriebsart Wasserstoff wurden auch im Juli 2026 keine Neuzulassungen registriert.

M. meint
Das Erwachen wird im Heizungskeller aber nochmals härter.
Die „Biotreppe“ wird nicht jeder erklimmen…
MK meint
@M.
Das Problem ist doch der Plan, den ich dahinter zumindest vermute: Um das Aufweichen des Heizungsgesetzes irgendwie im Bundestag durchzubekommen und sich nicht direkt „Gaslobby“ auf die Stirn zu tätowieren, hat man die „Biotreppe“ eingeführt….in dem genauen Wissen, dass viele ignorieren werden, dass ihnen in wenigen Jahren horrende Kosten drohen. Und dann wird die Politik sagen, dass man so viele Menschen ja nicht damit alleine lassen können und die „Biotreppe“ auch wieder aufs neue entschärfen.
So wurden auch im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland wieder 134.000 Gasheizungen verkauft. Aber immerhin nur noch 11.000 Ölheizungen, also weniger als 2.000 im Monat…das ist mittlerweile eher Manufakturfertigung und kein Serienprodukt mehr. Wärmepumpen waren es übrigens in dem Zeitraum 194.500.
EdgarW meint
eine Antriebsart, die fast 30% des Neumarkts ausmacht, mithin mehr als jede andere, ist keine „alternative“, sondern eine Etablierte. „Alternativ“ (oder „auslaufend“ bei jenen, bei denen es tendeziell nur noch bergab geht) wäre sie aus meiner Sicht bei deutlich unter 10% Neuwagen-Marktanteil.
Willkommen in der Gegenwart :-)
Jörg2 meint
„Das sieht nicht danach aus, als wenn der VW Konzern in der zweiten Jahreshälfte auf große Konkurrenz stoßen könnte.“
Der VW Konzern ist bereits unter hohem Druck. Der Deutschlandvertrieb lebt noch auf der Insel der Glückseeligen. Hier auch eher der Firmenvertrieb. Beim Rest vom Konzern steht das Dach in Flammen.
Johannes Lattwein, Finanzvorstand Porsche SE, trifft aktuell folgende Einschätzung:
„„Das Ziel ist Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem Weg dahin darf es keine Denkverbote geben.« Andernfalls laufe VW Gefahr, im internationalen Wettbewerb dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.“
Für die Textunsicheren:
Wer Wettbewerbsfähigkeit als Ziel hat, ist gerade nicht wettbewerbsfähig.
Wer nicht dauerhaft ins Hintertreffen geraten will, ist aktuell im Hintertreffen.
David meint
Am Ende stehen in der Top Ten sieben Fahrzeuge aus dem VW Konzern, zwei aus dem BMW Konzern und ein Mercedes. Irgendwann, viel später kommt mal ein Auto aus dem Hyundai Konzern oder von Stellantis aber sämtliche Elektroautos aus dem VW Konzern sind quasi in der Top 25. Die ersten Monate nach Serienanlauf mal geschenkt. Der Raval ist immerhin schon vierstellig. Das sieht nicht danach aus, als wenn der VW Konzern in der zweiten Jahreshälfte auf große Konkurrenz stoßen könnte.
South meint
Man kann den Erfolg von einem international agierendem Konzern wie VW nicht anhand den meistverkauften Modelle in seinem Heimatmarkt und/oder die Konkurrenzsituation abschätzen, schon gar nicht nach Jahreshälften.
Mal davon abgesehen stimmt nicht einmal das mit der fehlenden großen Konkurrenz, denn VW stößt ja in Deutschland auf enorme Konkurrenz, nämlich auf den internationalen Marktführer der eMobilität, BYD.
VW befindet sich in einer der größten Krisen der letzten Jahrzehnte. VW hat immer mehr Konkurrenz und verdient jetzt schon kein Geld mehr. Kann ja nicht einmal an Tesla vorbeiziehen, was schon längst überfällig wäre.
In Kürze. Wenn VW nicht einmal mehr nach Modellen in der BRD führend wäre, wäre dies das Ende von VW. Das wäre ungefähr so, als wenn ich bei einem Patienten als vor Gesundheit sträubend einstufen würde, nur weil sein Herz noch schlägt. Wenn das nicht mehr schlagen würde wäre der Patient aber Tod ….
Paule meint
Stimmt. Der deutsche Markt ist vor allem für eines wichtig – mit seiner deutlich vom Weltmarkt abweichenden Verteilung der Marktanteile von den massiven Problemen einiger Marktanteilnehmer ablenken zu können. Wir sehen, wer solche Tricks notwendig hat.
Erster in der Kreisliga ist nicht erfolgreicher als der Zweite in der WM. Auch dann nicht, wenn der Kreisligist mehr Tore geschossen hat.
Powerwall Thorsten meint
Herrlicher Vergleich – you made my Day
Future meint
Wenn es so weitergeht, dann ist Brasilien bald ein größerer Automarkt als Deutschland. Aber das ist eigentlich egal, denn VW beliefert mit seinen Verbrennern ja weiterhin ungestraft die ganze Welt. Die paar wenigen Elektroautos von VW spielen also überhaupt keine große Rolle bei konstant 90 Prozent Verbrennerproduktion.
Gunnar meint
Nur teilweise offtopic:
Es wurden heute auch die Einbauzahlen im Heizungsmarkt 2026 veröffentlicht:
– Wärmepumpen: 55,25%
– Gasheizung: 38,06%
– Ölheizungen: 2,69%
– Biomasse/Holzheizungen: 3,97%
Bei der Wärmewende sind die CO2-freien Technologien im ersten Halbjahr 2026 deutlich weiter als bei der PKW-Antriebswende: 55,25% vs 25,49%
Stefan meint
Bei den Heizungen sind das auch nur die „Neuzulassungen“, nicht der Bestand.
Heizungen bleiben meist 20-30 Jahre im gleichen Haus in Betrieb, teilweise noch länger.
Es sieht teilweise besser aus, aber insgesamt sind wir auch im Heizungsbereich noch weit von Klimaneutralität 2045 oder 2050 entfernt.
Auch bei Heizungen sind E-Fuels oder Wasserstoff ein Thema, weil man bis 20245/2050 nicht den gesamten Bestand auf Wärmepumpe, Biomasse oder Fernwärme umstellen kann.
Gunnar meint
Genau wie bei den 25% BEVs, auch nur Neuzulassungen.
Ja, du hast recht, bei Heizungen ist der Lebenszyklus circa doppelt so lang wie bei PKWs, allerdings ist der Heizungsmarkt auch deutlich kleiner: circa 15 Mio Heizungen vs. 50 Mio PKWs. Somit ist es nicht so einfach zu beantworten, welcher Bestand zuerst auf nahezu 100% EE umgestiegen ist.
M. meint
Das Erwachen wird im Heizungskeller aber nochmals härter.
Die „Biotreppe“ wird nicht jeder erklimmen…
NeutralMatters meint
Ist auch richtig so – eine Ölheizung für ein Einfamilienhaus, emittiert im Durchschnitt deutlich mehr (ca. 2.200l/Jahr á 2,67kg CO2/l), als zwei reine Verbrenner-PKW.
brainDotExe meint
Der Heizungskauf ist ja auch deutlich weniger emotional als der Autokauf.