Der Nissan Qashqai e-Power hat mit einer 1980 Kilometer langen Fahrt einen Guinness-Weltrekord erzielt. Ausgezeichnet wurde die längste Strecke, die ein nicht extern aufladbarer elektrifizierter Crossover ohne Nachtanken zurückgelegt hat. Die Rekordfahrt fand Mitte Juli statt und führte von Bogotá quer durch Kolumbien bis an die Karibikküste.
Dabei war der Qashqai e-Power laut dem japanischen Hersteller unterschiedlichen Straßen- und Verkehrsbedingungen ausgesetzt. Jede Etappe sei von unabhängigen Experten von Guinness World Records überwacht und die Leistung nach einem detaillierten Prüfungsverfahren bestätigt worden. Zuvor hatte Nissan bereits Langstreckenherausforderungen in Großbritannien und Tasmanien absolviert.
Der eingesetzte Qashqai 1,5 l e-Powert verfügt über 151 kW beziehungsweise 205 PS, Frontantrieb und Automatikgetriebe. Für das Modell werden ein kombinierter Energieverbrauch von 4,3 bis 4,5 Litern je 100 Kilometer sowie CO₂-Emissionen von 98 bis 101 Gramm je Kilometer angegeben.
„Dieser großartige Rekord zeigt einmal mehr die Leistungsfähigkeit der neuesten Generation der e‑Power Hybridtechnologie“, sagt Nissan-Manager Richard Candler. „Der Nissan Qashqai e‑Power Hybrid bietet die Effizienz, Laufruhe und Fahrdynamik wie die eines Elektroautos – mit diesen Eigenschaften haben wir uns an den tatsächlichen Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden orientiert. Der e‑Power Hybridantrieb spielt eine wichtige Rolle auf unserem Weg zur vollständigen Elektrifizierung und erlaubt Fahrerinnen und Fahrern, das EV-Fahrgefühl zu erleben, ohne die vermeintlichen Herausforderungen, die sie von einem Umstieg auf rein elektrische Fahrzeuge abhalten.“
Bei Nissans e-Power-Hybridsystem werden die Räder ausschließlich vom Elektromotor angetrieben. Ein kleiner Benzinmotor erzeugt bei Bedarf Strom, der abhängig von der Fahrsituation an die Lithium-Ionen-Batterie oder direkt an den Elektromotor geleitet wird. Ein externes Aufladen ist dadurch nicht erforderlich.
Kern des Systems ist eine modulare 5-in-1-Antriebseinheit. Sie vereint Elektromotor, Generator, Wechselrichter und wesentliche Komponenten der Kraftübertragung in einem kompakten und leichteren Gesamtpaket. Das regenerative Bremssystem nutzt beim Verzögern entstehende kinetische Energie, um die Batterie zu speisen.

EV1 meint
Und der Airbus A350-1000ULR kommt mit einer Tankfüllung knappe 23.100 Kilometer weit. Und jetzt?
Fazit: Ist der Tank groß genug, kann man jede Entfernung zurücklegen.
eBikerin meint
55 Liter – und nu?
M. meint
55L x 8,5 kWh / L -> 467,5 kWh (die volle Hybridbatterie vergessen wir mal)
1980 km mit 467,5 kWh -> 23,61 kWh / 100 km.
Bergab!
Nicht gerade rekordverdächtig.
MK meint
Ein Rekord für ein „nicht extern mit Strom aufladbares, elektrisch fahrendes Fahrzeug“ also? Ich habe das Gefühl, bei Weltrekorden geht es längst nicht mehr darum, besser zu sein als andere, sondern sich einfach eine so absurde Nische zu definieren, dass man der einzige ist, der es versucht.
Unabhängig davon: Wofür macht das Sinn? Das Auto hat es ja offensichtlich nicht durch enorme Effizienz, sondern in erster Linie einen für die Fahrzeugklasse sehr großen Tank (rund 90 Liter?) bei idealen Wetterbedingungen geschafft. Heißt: Der Mehrwert besteht nicht in geringen Kilometer-Kosten, sondern höchstens darin, 24 Stunden ohne Pinkelpause durchfahren zu können oder gewappnet zu sein, falls man das nächste Mal eine Strecke fährt, wo es auf fast 2.000 km Streckenlänge keine Tankstelle gibt…na, Glückwunsch…
eBikerin meint
„hr großen Tank (rund 90 Liter?) “ Nö der Tank hat 55 Liter Inhalt – geht halt die ganze Strecke bergab und schnell darf man in Kolumbien auch nicht fahren.
M. meint
Wie schnell man in Kolumbien fahren darf, war hier sicher gänzlich uninteressant.
Die Fahrt dauerte vom 14. bis zum 17. Juli, also 4 Tage.
ID.alist meint
Berg runter und mit Rückenwind.
Von Bogotá (2640 über dem Meeresspiegel) auf die Küste zu fahren, ist mit Sicherheit einfacher als andersrum.
F. K. Fast meint
Und wieviel Einfamilienhäuser hätte man bei -20*C mit dieser Energie beheizen können?
M. meint
Das hängt stark von den jeweiligen Einfamilienhäusern ab, von der Zeitdauer, und natürlich vom Monat, in dem geheizt werden soll.
Aktuell wären es „sehr viele“.
LMausB meint
100 Liter Tank?
eBikerin meint
Ne sind 55 Liter – aber wie unten ja schon geschrieben: von Bogota ans Meer geht es permanent leicht Bergab. Dazu darf man in Kolumbien auf der Landstrasse/Autobahn auch nur 80 bzw.90 km/h fahren. Wenn man dann nur so fährt, übertrifft wohl jedes Auto seine WLTP Reichweite deutlich.
M. meint
Nichts für ungut, aber: dieser Rekord ist keiner.
https://de.motor1.com/news/776553/skoda-superb-2831km-ohnetankstopp/
Dieses Ding hier fährt jeden Meter letztlich mit Benzin, und in der echten Welt braucht es davon 5 bis 6 Liter auf 100 km.
Da sind keine Reichweitenrekorde zu erwarten.
Referendar meint
Serien Audi 80 Diesel, 3255 km mit einer Tankfüllung. In 1981 gefahren von AMS im Straßenverkehr.
M. meint
Ja, allerdings heftig modifiziert.