Alpine plant aktuell laut einem Bericht mit einer Modellpalette von insgesamt sechs Fahrzeugen. Trotz dieser langfristigen Strategie soll die zum Renault-Konzern gehörende Marke nach der neuen, erstmals elektrischen Generation des Sportwagens A110 bis zum nächsten Jahrzehnt keine neuen Modelle einführen wollen.
Derzeit umfasst das Angebot von Alpine den Kleinwagen A290 auf Basis des Elektroautos Renault 5 sowie den ebenfalls Elektrotechnik des Mutterkonzern nutzenden Crossover A390. Die letzte A110 wurde im Sommer nach rund neun Jahren als kompaktes, zweisitziges Verbrenner-Sportcoupé eingestellt. Nun steht die Einführung der dritten Generation als vollelektrisches Coupé sowie einer ebenfalls vollelektrischen 2+2-Variante bevor.
Die neue A110 basiert auf einer eigens entwickelten Plattform, der Alpine Performance Platform (APP). Diese soll Elektro-Sportwagen eine tiefe Sitzposition, eine optimale Gewichtsverteilung sowie ein sportwagentypisches Gewicht trotz der schweren Batterie ermöglichen. Um die klassischen Proportionen eines flachen Sportwagens zu wahren, setzt Alpine auf ein zweigeteiltes Batteriekonzept. Ein kleinerer Teil des Akkupacks befindet sich vor der Fahrgastzelle über der Vorderachse, während der größere Teil über der Hinterachse platziert ist. Dies ermöglicht eine Gewichtsverteilung von 40:60.
Neben dem Coupé und dem 2+2-Modell wird es laut früheren Berichten von der neuen Elektro-A110 auch eine Cabrio-Ausführung geben. CEO Philippe Krief erklärte jetzt allerdings gegenüber Autocar, dass in den nächsten vier bis fünf Jahren keine weiteren Modelle hinzukommen sollen. Er deutete an, dass eine fünfte und eine sechste Modellreihe vorgesehen sind. Wann genau und in welcher Form das Portfolio weiter vergrößert wird, konkretisierte er nicht.
Hinsichtlich der Marktgröße positioniert sich Alpine bewusst im Nischensegment. Laut Krief orientiert sich das Volumen eher an Ferrari als an Porsche, was dem Bericht zufolge Verkaufszahlen von etwa 15.000 Autos pro Jahr impliziert. „Wir sind natürlich kein Ferrari, und wir wollen auch kein Porsche sein. Wir wollen noch nischenorientierter sein als Porsche. Wir wollen die Exklusivität und die Rentabilität unserer Modelle bewahren“, wird der CEO zitiert.
Die kurzfristige Priorität soll auf der Expansion in neue europäische Märkte liegen, gefolgt von Nordamerika. Alpine plant den Markteintritt in Kanada gegen Ende des Jahrzehnts und in den USA zu einem späteren Zeitpunkt. Pläne für ein großes SUV als zentrales Element für den US-Markt wurden vorerst verworfen. Derzeit fehlt eine geeignete Plattform innerhalb der Renault Group.


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