Der Importeur Auto China bietet auf dem deutschen Markt die Fahrzeuge AUDI E5 Sportback und E7X an. Bei diesen Elektroautos handelt es sich um Modelle, die ursprünglich für den chinesischen Markt entwickelt wurden. Seit 2025 vertreibt Audi in der Volksrepublik Fahrzeuge ohne das klassische Logo mit vier Ringen und bringt stattdessen den Markennamen in Großbuchstaben am Pkw an.
Die AUDI-Stromer werden im Rahmen eines Import nun auch nach Deutschland verschifft und dort homologiert, berichtet die Automobilwoche. Laut Auto China erhalten die Modelle die notwendigen EU-Nachweise sowie die entsprechenden Zulassungspapiere. Der E5 Sportback wird für 59.980 Euro angeboten, während das SUV E7X bei einem Preis von 72.900 Euro liegt. Damit sind die Preise in Deutschland etwa doppelt so hoch wie auf dem chinesischen Markt.
Die Marke AUDI entstand aus einer Kooperation mit dem chinesischen Hersteller SAIC. Die Modelle der Schwestermarke AUDI basierten auf einer eigenen, gemeinsam mit dem Partner SAIC entwickelten Plattform (Advanced Digitized Platform) und seien tief in das digitale Ökosystem Chinas integriert, erklärte eine Audi-Sprecherin der Automobilwoche. Die E-Autos seien auf die Anforderungen des chinesischen Marktes zugeschnitten.
Den Import kommentierte Audi gegenüber dem Branchenportal nicht direkt. Eine Sprecherin sagte lediglich, dass die im Joint Venture mit SAIC entwickelten Fahrzeuge gezielt für die Bedürfnisse chinesischer Kunden entwickelt würden und ausschließlich für diesen Markt bestimmt seien. Dem Bericht zufolge ist das Interesse an den importierten Modellen groß, erste Verkäufe habe es bereits gegeben.
Der Import der China-Modelle könnte hohe rechtliche Risiken bergen. Ansgar Klein, Präsident des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK), sagte der Automobilwoche mit Blick auf einen ähnlichen Fall mit E-Autos des China-Unternehmens Xiaomi: „Selbst wenn die Juristen grünes Licht geben, bleibt faktisch ein Restrisiko“. Wenn der Hersteller einem Import nicht ausdrücklich zustimme, könne der Importeur „markenrechtlich in große Schwierigkeiten mit Vernichtungskraft kommen“.















Matthias meint
„Parallelimport“ unterstellt dass zusätzlich zu einem offiziellen Händler bzw. in Konkurrenz zur Herstellerfirma eingeführt wird. Dabei werden diese China-AUDI von Hersteller gar nicht in Europa angeboten so dass der Import konkurrenzlos ist.
Die vier Ringe wurden wohl ersetzt weil die Zahl 4 in Ostasien gemieden wird (Tetraphobie).
Hans Meier meint
Globale Märkte Ja, aber bitte nur für Produzenten. Freie Märkte Ja, aber bitte nur für Profiteure. Europäsische Finanztransaktions-Steuern auf Börsengewinne etc, Ja zum Wohle der Allgemeineit.
Jörg2 meint
Audi kann jeden einzelnen Verkauf gut gebrauchen.
Man hatte zwar die Entwicklungsvorgabe „der Wurm muss dem chinesischen Fisch schmecken“, der schwimmt aber dran vorbei zu feineren Happen.
M. meint
Definition von „feiner“ in diesem Kontext: „chinesischer i.S. des Ursprungslandes des Herstellers“.
Das stimmt. Aber mehr ist es nicht.
FrankyAC meint
„könne der Importeur „markenrechtlich in große Schwierigkeiten mit Vernichtungskraft kommen“
Wat? ;)
ID.alist meint
Hat VW beim Importeur vom ID.6 hingekriegt. Die Autos hat man vernichtet, und der Importeur hat kein Cent gesehen.
David meint
Das ist doch ein bekanntes Thema. Es ist nicht das erste Auto, das jemand versucht, aus China in den deutschen Markt zu bringen. Das Thema ist insgesamt schon ein paar Jahrzehnte alt. Damals hatte man vollausgestattete Fahrzeuge für den amerikanischen Markt, versucht, nach Europa zu reimportieren. Das war schon damals keine gute Idee, weil sich die Vorschriften, aber auch die Fahrzeuge selber unter der Oberfläche deutlich unterschieden. Im Elektrozeitalter und im Online-Zeitalter ist es jetzt aber eine besonders schlechte Idee. Keine Lokalisierung, keine Navi, keine Updates, keine passenden Apps, miserable Ladegeschwindigkeit. Aber die Anzahl der Glücksritter ist seit Jahrhunderten vermutlich gleich geblieben…
EVrules meint
Na, beim Cupra Tavascan (MEB), im Volkswagen-Werk in Anhui (Hefei, China) produziert, zusammen mit JAC, funktioniert es doch auch!?
Das kann man doch als VW-Experte wissen!
David meint
Tja, es gibt ja auch ein paar 100 Model Y in Deutschland, die vor dem offiziellen Start aus den USA importiert wurden. Und auch da funktioniert nur 40 %. Das ist eben der Unterschied, ob du warten kannst, bis der Hersteller sich entscheidet, das Modell hier zu bringen oder du dein Glück/Unglück in eigene Hände nimmst. Bei VW ist es ja übrigens sogar so, dass auf der letzten Bilanz Pressekonferenz gesagt wurde, dass man regelmäßig die Modelle für andere Länder dahin überprüft, ob sie auch woanders eine Marktchance hätten. Allerdings ist das unternehmerische Freiheit, was man macht. Tesla hat zum Beispiel auch beschlossen, die Entwicklung seiner PKW einzustellen. Dabei findest du noch zur Belustigung die hoffnungsvollen Kommentare der Fans vor den letzten Facelifts, wo von 800 V System und 100 kWh Akku die Rede war. Gab dann ein Lichtchen und ein Lüftchen.
EVDAU meint
Dafür reicht nachdenken.
Hier eine Analogie:“ Ich importiere ein Buch aus China nach Deutschland“ Und stelle fest, ich kann es nicht lesen, weil ich kein Mandarin spreche.
BeatthePete meint
Mit Nachdenken würde man auf ein „Sprachauswahlfeld“ kommen.
SCNR ;)
Jörg2 meint
„Aber die Anzahl der Glücksritter ist seit Jahrhunderten vermutlich gleich geblieben…“
Auch die Mutter der Ahnungslosigkeit ist immer schwanger.
Future meint
Warum importiert VW die gelungenen chinesischen Elektroautos nicht selbst? So lässt sich VW das gute Geschäft zum doppelten Preis entgehen, denn offenbar besteht da ja ein Interesse in Europa.
MainTower meint
1. Es ist ein Audi. Steht sogar drauf, für Leute die lesen können.
2. Die Modelle wurden von Audi in Zusammenarbeit mit SAIC entwickelt, nur weil sie in China gebaut werden, heisst das nicht automatisch es wären Chinesische Autos.
3. Ob sie gelungen sind enscheiden die Käufer, was man so liest sind die Verkaufszahlen nicht so gut.
4. Den doppelten Preis verlangt der Importeur. Was Audi hier verlangen würde weiss man nicht.
5. Die hervorragenden Audi A6 etron zb. bekommt man hier ab 62k Listenpreis. Das ist eine ganze Ecke weniger als die hier verlangten 72k, was also soll an dem Geschäft gut sein?
Ben meint
@MainTower
Es wird Menschen geben, denen das Design sehr gut gefällt und die gleichzeitig auch noch das extrem billig aussehende Cockpit feiern. Das wäre dann ein gutes Geschäft für Audi. Kostet mehr als der A6 e-tron und Geld würden sie bestimmt verdienen.
ID.alist meint
Siehe Kommentar von David. Die China-Software funktioniert hier nicht. Man sieht es auch bei den Tests von China Autos in Europa, meistens ist die Software dort gut aber hier höchstens mittelmäßig.
BeatthePete meint
Das ist Software, sofern das nicht eine komplette eigenständige Entwicklung ist, kann die angepasst werden.Parametrisierung.
Wenn man will..
Aber dann ist das kein Audi, sondern ein komplett Chinesisches Fahrzeug, mit einem Feigenblatt AUDI Schriftzug an der Front.
Jörg meint
Das werden sie, der KdF Konzern, tunlichst vermeiden.
Warum?
Wie lang wird es dauern bis der Kunde rafft das der Chinese mehr bietet und günstiger ist. Hat VW ja schon durch mit Skoda.