Der europäische Automarkt verzeichnete im Juli 2026 ein Wachstum von 4,1 Prozent, berichtet Automotive News. Laut vorläufigen Zahlen des Marktbeobachters Dataforce hat sich das Tempo der Expansion im Vergleich zu den vergangenen Monaten jedoch verringert. Seit Januar ist der Markt um 5,7 Prozent gestiegen. Die Daten basieren auf 98 Prozent der Neuzulassungen in der EU, dem Vereinigten Königreich, Island, Norwegen und der Schweiz.
Chinesische Marken erreichten der Auswertung zufolge im Juli einen Rekordmarktanteil von 11,2 Prozent. Die Verkaufszahlen dieser Hersteller stiegen um 107 Prozent. An der Spitze dieser Entwicklung steht BYD, gefolgt von Chery sowie SAIC, dem Mutterkonzern der einst britischen Marke MG.
Die Verkäufe von Elektroautos wuchsen im Juli um 51 Prozent auf einen Marktanteil von 25 Prozent. Auf das Jahr gerechnet stieg der Absatz dieser Kategorie bereits um 37 Prozent. Im Gegensatz dazu verlangsamte sich das Wachstum bei Plug-in-Hybriden, die im Juli um 15 Prozent zunahmen, nachdem sie im Jahresverlauf ein Plus von 24 Prozent erzielt hatten. Vollhybride legten nur um 9 Prozent zu, was hinter der jährlichen Wachstumsrate von 14 Prozent zurückbleibt.
Besonders starke Zuwächse verzeichneten chinesische Stromer-Hersteller wie Leapmotor mit einem Plus von 294 Prozent auf 9306 Verkäufe. XPeng steigerte sich um 270 Prozent auf 5244 Einheiten. Chery, zu dem auch die Marken Omoda und Jaecoo gehören, wuchs um 202 Prozent, BYD inklusive seiner Premiummarke Denza um 150 Prozent.
Im Bereich der etablierten Hersteller konnte Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent das Marktwachstum übertreffen. Toyota (+2,3 %), Stellantis (+2 %) und die BMW Group (+1,7 %) wuchsen ebenfalls, verloren jedoch Marktanteile. Tesla verzeichnete einen Rückgang der Verkäufe um 36 Prozent. Weitere Rückgänge zeigten Ford (-16 %), Hyundai-Kia (-8,5 %), Nissan (-5,8 %) und die Volkswagen Group (-3 %).
Bei den Elektroautos belegte der Renault Twingo mit 4831 Verkäufen den zwölften Platz, direkt hinter dem Tesla Model Y. Der Renault 5 E-Tech rangierte als drittstärkster Vollstromer auf Platz drei. Das meistverkaufte Modell insgesamt war der Dacia Sandero, der damit vor dem VW Golf und dem VW T-Roc lag.

Andreas meint
Faszinierend, dass jetzt Versicherer in Europa anfangen, bestimmte chinesische Marken nicht mehr zu versichern. So nimmt Univé in den Niederlande keine Kunden mehr mit Autos der Marken von z. B. Leapmotor, Hongqi und anderen 7 chinesischen Marken auf. Begründung sind Bedenken bezüglich Reparaturmöglichkeiten (Fehlende Ersatzteile…). Bin gespannt, wann weitere Versicherer folgen.
Future meint
Etablierte chinesische Marken wie BYD und MG sind von diesen Maßnahmen natürlich ausgenommen und können weiterhin voll versichert werden. Für ganz junge neue Marken wie Hongqi, Changan, Voyah, Leapmotor, Jaecoo, MHero und Omoda schließt der Versicherer allerdings keine neuen Verträge mehr ab. Für bekannte Marken wie Dongfeng, Nio, Firefly und Zeekr gibt es nur noch die gesetzliche Haftpflichtversicherung bei Unive. Ich denke, die vielen neuen Hersteller in NL werden daran arbeiten, Ersatzteile besser verfügbar zu haben. Das ist doch nur eine Frage der Zeit. Der Versicherer in NL baut so ein bisschen Druck auf bei den Herstellern.
MainTower meint
Wie bitte, für die neue teure China Karre gibt es nur noch eine Versicherungsgesellschaft und da ausschließlich Haftpflicht? Scheint ja mega riskant zu sein der kauf dieser Marken, da würde ich klar die Finger davon lassen.
Warum bieten die Hersteller nicht eigene Versicherungen an, wie zb. VW es macht.
Alles aus einer Hand, so geht gute Kundenbindung und perfekter Service.
JuergenII meint
Die eigentliche Nachricht in dem Artikel ist meiner Meinung nach diese:
„Chinesische Marken erreichten der Auswertung zufolge im Juli einen Rekordmarktanteil von 11,2 Prozent“.
Da könnt ihr hier noch so viele Argumente pro dt. Autoindustrie nennen, aber der zu erreichende Marktanteil wird sich für dt. Hersteller auch in Europa immer mehr verkleinern.
Wer beobachtet in welcher Geschwindigkeit in China die Fahrzeuge verbessert werden kann sich ausrechnen, was das für die Marktanteile – und zwar weltweit – für chinesische Fahrzeuge bedeutet.
Schon 2025 war China der weltgrößte Exporteur von Pkw nach Stückzahl vor Deutschland und Japan. Das hinkt zwar etwas, weil ausländische Produktionsstandorte da nicht mitzählen, ist aber trotzdem ein Indiz dafür, was gerade auf den Weltmärkten – Ausnahme USA – passiert.
Future meint
Leapmotor hat ordentlich zugelegt. Vielleicht liegt es auch an der originellen Kampagne, die Elektromobilität mit Leapmotor als etwas Nettes und Freundliches in Deutschland darstellt:
»Mehr E für D – Ich Leaps«
»Einfach mal Leap sein«
MainTower meint
Diese süüüüß niedliche Kampagne muss komplett an mir vorbeigegangen sein. Wo gibt es die zu sehen, in den Printmedien am Kiosk?
Future meint
Kioske haben doch nur noch Bier und Vapes. Über die Kampagne wurde natürlich online berichtet. Ich habe sie an den großen Digital Out-of-Home-Werbeflächen am Stadtrand in der Nähe von Ikea gesehen. Der Leaphaber kommt jetzt eben aus Hangzhou und nicht aus Wolfsburg.
MainTower meint
Ach der war das. Hoffentlich hält die Leape länger als einen Sommer …
Hatte Aiways nicht auch mal so eine schöne Werbekampagne?
M. meint
Der Leaphaber ist einer, der einen Leapmotor hat, und der kam schon immer aus Hangzhou.
Future meint
Stellantis ist mit über 20 Prozent an Leapmoter beteiligt. Das wird deshalb bestimmt besser laufen als mit Aiways, Fisker oder Canoo. Natürlich kann nicht jeder neue Player zum neue BYD werden.
Es wundert mich aber, dass sich VW noch keine schöne Kampagne in dem Stil gebastelt hat: zu »Volk« gibt es ja so schöne werbewirksame Wortschöpfungen im Deutschen, die ja gerade auch wieder mehr en vogue geworden sind. Es braucht mehr Poesie in der Branche.
Referendar meint
Dann schlag doch mal einen fetzigen Slogan vor, oder arbeitest du nur für Chinesische Hersteller? Bei Togg hast du es ja auch versucht, mit mäßigem Erfolg.
Stellantis hat nach eigenen Angaben zu viele Marken im Portfolio, gut möglich dass die Leape zu Leapmotors nicht länger hält als der schon zitierte Sommer, falls die Zahlen am Jahresende nicht stimmen …
MK meint
@Future:
Ein ordentliches Werbebudget schadet sicher nicht. Aber Leapmotor dürfte noch etwas ganz anderes helfen: Durch die ganzen Fusionen in den letzten Jahren hat Stellantis so ziemlich das dichteste Händlernetz in Deutschland und die Marken Opel, Peugeot, Citroen, Fiat und Co standen immer für bezahlbare Kleinwagen und entsprechend hatte man da hohe Marktanteile und die mittelständischen Händler sind für viele Kunden erste Anlaufstelle. Und jetzt? Opel Adam, Karl, Peugeot 107, Citroen C1 etc: alles ersatzlos eingestellt. Die nächst größere Klasse (Corsa/208) gibt es zwar elektrisch, aber maßlos überteuert, mit jeweils nur einer Akkugröße und katastrophaler Software…bis heute kann man beim Corsa z.B. keine Ladegrenze einstellen. Sowohl den Händlern als auch den Stammkunden bleibt also gar nichts anderes als der Wechsel zu Leapmotor.
David meint
Ja, und heute hat man ja gelesen, dass man erst in zwei Jahren die neue Plattform hat, um das B-Segment mit zeitgemäßen Fahrzeugen zu bespielen. Vermutlich wird das erste Auto erst in drei Jahren vom Band rollen. Dann ist der ID.1 mit Zonenarchitektur schon für 20 k in voller Auslieferung.
Jörg2 meint
Musicbox, hat man Dir noch nicht mitgeteilt, dass (Stand heute) der ID.1 keine Zonenarchitektur bekommt? Kennst Du überhaupt Interna von VW? Meine Vermutung: nein.
MK meint
Irgendwie eine merkwürdige Auswahl bei den meistverkauften BEV Europas die Plätze 3, 11 und 12 zu nennen, aber z.B. die Plätze 1 und 2 unerwähnt zu lassen…vielleicht doch nicht nur einen ausländischen Artikel übersetzen?
Ansonsten lohnt sich der verlinkte Original-Artikel aber auf jeden Fall, da der die komplette Liste aller Modelle enthält. Da sieht man dann ein paar spannende Randinfos. Z.B. dass YTD (also aktuell halt Januar bis Juli) der ID.7 europaweit ganz knapp den Passat überholt hat.
Spannend auch, dass der hier genannte Rückgang bei Ford durch den Wegfall des Focus geprägt ist, während Explorer und Capri als BEV trotz des Alters der Modelle am Markt weiter steigende Zahlen verzeichnen.
David meint
Spielt keine Rolle. Weiß hier sogar die Tesla-Blase, dass der VW Konzern den BEV-Markt beherrscht. Dabei ist der Juli durch Werksferien und fünf Modellanläufe nicht einmal ein guter Monat für VW. Aber das nicht als Ausrede, da braucht es keine, die Zahlen können sich ohne Kommentar sehen lassen. Sondern mehr als Kampfansage, denn Gnade Gott, wenn die Vierlinge Fahrt aufnehmen und der Peaq richtig in Auslieferung ist.
Futureman meint
Wenn es bei VW so gut aussieht, wieso dann der Krisenmodus und die Panik um viele Arbeitsplätze? Andere Hersteller stellen gerade massiv Personal ein oder bauen neue Fabriken. Oder zählt der europäische Markt vielleicht gar nicht mehr?
David meint
Du weißt ganz genau, dass das nicht einmal eine ernste Frage von dir ist. Es gibt keinen Krisenmodus.
Diese Diskussion gibt es hier jedes Jahr. Weil das bei VW offen ausgetragen werden muss, da man mit Politik und Gewerkschaften gleich zwei Kostgänger ohne Gewissen auf der anderen Seite hat.
Es sind so einige komplett neue Werke von VW in den letzten drei Jahren in Europa gebaut worden: in Salzgitter, in Sagunto, in Martorell, in St. Thomas, in Pamplona. Und eigentlich ist der Umbau in Wolfsburg auch ein Neubau.
eBikerin meint
Und auch noch was falsches. Nicht die VW Group also der Konzern hat -3% bei den BEv sondern die Marke VW. Der Konzern hat seine Auslieferungen in Europa gesteigert.
MK meint
@eBikerin:
Auch ein guter Hinweis. Zumal auch da ja noch andere Aspekte rein spielen, da z.B. der Transporter zwar als VW verkauft wird, aber von Ford gebaut wird, während z.B. die zuvor von mir genannten Ford Explorer und Capri z.B. mit VW Motoren aus dem Werk Baunatal ausgestattet sind. Für die Auslastung der Mitarbeiter und für den Umsatz ist es letztlich egal, welches Markenlogo da am Ende draufgeklebt wird…
Die Wahrheit meint
Chinesische Marken erreichen Rekordanteil, laut dem Bericht.
Jetzt haben sie Blut geleckt und werden zum VW Killer (Marke und Konzern).
Blume im Würgegriff der Mitbewerber, Betriebsrat, Gewerkschaft, Land Niedersachsen und große Absatzprobleme in China, USA usw.
Das kleine Deutschland akzeptiert die überteuerte Vapoware nicht mehr und greift verstärkt Autos aus China mir Übervollausstattung zu geringeren Preisen. Der Drops ist gelutscht.
Fred Feuerstein meint
Und weltweit ist der BEV Absatz um über 5 % gesunken. Das ist die gnadenlose Skalierung des MEB von der seit Jahren geschrieben wird. Mehr Modelle weniger Absatz…Aber jetzt wird das bestimmt was, wenn die margenstarken id.Polo Derivate auf den Markt kommen. 🤡 2026 wird der Absatz wieder keine Million, aber immerhin hat man nun knapp 30 Modelle, läuft rund für den VW Konzern.
MK meint
@Fred Feuerstein:
Es gibt aber einen unterschied zwischen „BEV-Absatz des VW-Konzern“ und z.B. „Elektromotoren aus dem VW-Werk Baunatal“. So baut Baunatal keine Elektromotoren für chinesische Fahrzeuge des VW-Konzerns (wo es das Absatz-Minus gibt und die übrigens größtenteils nicht auf dem MEB aufsetzen), dafür aber für Ford, wo es ein Absatz-Plus gibt (und deren Fahrzeuge auf dem VW-MEB aufbauen), dass aber eben in den Verkaufszahlen des VW-Konzerns nicht erfasst wird.
Und auch hier verdrängen Sie wieder die Moellwechsel: Natürlich ist der Absatz z.B. von den gut verkauften Modellen Cupra Born und ID.3 schlechter, wenn jeder weiß, dass im Juli Auslieferungsbeginn für die Nachfolgemodelle ist (die teils schon im Juni gebaut worden, aber eben noch nicht ausgeliefert worden sind). Oder bestellen sie ein Auto, wenn Sie wissen, dass Sie nur 2 Wochen später das deutlich bessere Nachfolgemodell zum gleichen Preis bekommen?
Fred Feuerstein meint
Kein Problem, wir werden sehen wie sich der BEV Absatz in 2026 und 2027 von Volkswagen entwickelt. Ehrlicherweise ist mir egal wie viele eMotoren Baunatal herstellt. Es geht darum, wie viel BEV der VW Konzern absetzt und da scheitert er schon seit Jahren an den eigenen Zielen. Lediglich in Europa laufen die Modelle, in den USA und China floppen selbst die Neuanläufe.
Das ist die Realität. Aber das Management hat das erkannt, wobei es ja auch auf ganzer Linie versagt hat. Der Konzern wird wohl schrumpfen.
MK meint
@Fred Feuerstein:
Wer definiert, dass es darum geht, wie viele BEV der VW-Konzern absetzt? Sie? Wenn Umsatz, Gewinn und Werksauslastung passen, ist doch egal, ob man das über Verkauf eigener Fahrzeuge hinbekommt oder durch Verkauf eigener Leistungen, die unter dem Namen eines „Konkurrenten“ an den Kunden gegangen sind.
Also: Ja, in China hat man es vergeigt und wird das wohl so schnell auch nicht ändern. Da man dort aber an keinem Werk mehr als 30% Anteil hält und ein ID.3 da auch schon mal für umgerechnet 15.000 € an den Endkunden geht (der VW-Anteil also letztlich rund 5.000 € pro Fahrzeug beträgt), während man hier 100% hält und mindestens 30.000 € kassiert, also locker das 6fache, geht es eben nicht um Stückzahl…
Fred Feuerstein meint
„Wenn Umsatz, Gewinn und Werksauslastung passen“ Und genau das ist ja nicht der Fall, das ist ganz objektiv zu ermitteln. Nicht umsonst will der Volkswagenkonzern die Kapaziäten runterfahren. USA und China läuft für den Konzern nicht, die Neuanläufe floppen dort. Einzig in Europa läuft es, das kann aber nicht die Verluste der anderen großen Absatzländer auffangen.
MK meint
@Fred Feuerstein:
Das VW schon mal besser da stand (und Automatisierungen und der Wandel zum BEV halt auch Stellen kosten: Elektromotor und Akku zu montieren braucht halt sicher 70% bis 80% weniger Personal als Verbrennungsmotor, Getriebe und Abgasanlage zu montieren) bestreitet glaube ich (außer David ;) ) niemand.
Worum es mir aber ging: Sie hängen sich immer wieder an der Zahl von 1 Mio. BEV auf, die pro Jahr unter dem Markenlogo einer VW-Marke an den Kunden gehen oder eben nicht. Dabei hat diese Zahl halt tatsächlich überhaupt keine Aussagekraft über die Auslastung der europäischen Werke: Der VW Transporter wurde auch in seiner BEV-Variante von Ford entwickelt und wird bei Ford in der Türkei gebaut. Verkauft man davon mehr, gibt das keinem einzigen VW Mitarbeiter auch nur eine Minute mehr Arbeit. Verkauft Ford aber mehr Explorer (und die Zahlen da steigen tatsächlich), wird eben u.a. der Motor dafür in einem VW Werk gebaut.
Wenn z.B. in Europa sagen wir mal (fiktive Zahlen) 10.000 ID.3 mehr verkauft werden und in China 100.000 ID.3 weniger, hätte man 90.000 BEV weniger verkauft als im Vorjahr…dadurch dass die Fahrzeuge in China generell billiger verkauft werden und man an den dortigen Werken nur Minderheitsbeteiligungen hält, ist es aber trotzdem möglich, dass der Deckungsbeitrag durch den ID.3 und die Auslastung wirklich VW-eigener Werke steigt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Bei VW gibt es viele durch Missmanagement entstandene Probleme. Ob am Ende des Jahres die Zahl von 1 Mio. BEV im Geschäftsbericht steht oder nicht, sagt aber rein gar nichts über den Status des Konzerns aus.
Fred Feuerstein meint
„Ob am Ende des Jahres die Zahl von 1 Mio. BEV im Geschäftsbericht steht oder nicht, sagt aber rein gar nichts über den Status des Konzerns aus“
Na ja, klar sagt das was aus und zwar dass die Elektromodelle vom Volkswagenkonzern trotz massiver Ausweitung der Produktpalette keine signifikante Stückzahlsteigerung zur Folge hat. Was macht das wohl mit den Stückkosten? Die werden sicher nicht sinken.
Mäx meint
Danke für den Tipp mit der Originalquelle und der Tabelle.
BMW: Wenn es ein Modell als BEV gibt sind das meisten ca. 40%, i4 ist Extrembeispiel mit 60% und der 5er Negativbeispiel mit 30% (neben iX der aber nicht direkt dem X5 gegenübersteht).
Zu VW:
Joa der ID.4 hat auch grob 33% von ID.4+Tiguan, der ID.7 50% von Passat + ID.7.
Der ID.3 hätte 27,5% von Golf+ID.3 oder ca. 40% von ID.3+T-Cross oder man nimmt beide zusammen wär man bei ca. 20%.
Aber der ID.3 hat eben keinen echten Gegenpart, der Golf ist ganz anders, der T-Cross als SUV gelabelt und der ID.3 irgendwo dazwischen als Golf Plus sozusagen.
ID.Buzz kommt auf 29% Anteil bei ID.Buzz+Transporter.
Aber mit 15k zur Hälfte des Jahres auch weit weg von irgendwelchen fantastischen Zahlen die das Werk in Hannover auslasten würden (ist das ja mit irgendwas um die 100k angegeben und 250k für das gesamte Werk inkl. T7 usw.)
Zwickau wäre bei bei ca. 220-230k hochgerechnet für 2026, von maximal etwas über 300k. Könnte auch besser sein, aber ca. auf dem Niveau von 2025 bzw. leicht besser.
Emden liegt aber nur bei grob 90k, letztes Jahr bei 147k…gar nicht gut.
Tesla: 115k Model Y in Europa (die alle aus Grünheide stammen dürften).
Dort kann man ja grob 250k bauen, das heißt nochmal genau so viele wie in Europa müssten in Absatzmärkte außerhalb Europas gebracht werden die nicht bereits aus China oder USA bedient werden…das erscheint mir irgendwie schwierig.
MK meint
@Mäx:
Nicht zu vergessen, dass es vom Golf einen 40 cm längeren Golf Variant gibt…eine Fahrzeugklasse „Kombi unterhalb Passat/ID.7“, die VW auch weiterhin gar nicht bedient, wo man aber z.B. den elektrischen Opel Astra Sports Tourer bekommt…
Was das Werk Zwickau angeht: die 300.000 haben die einmal erreicht, als man noch alle ID.4 gebaut hat und emden noch keine BEV bauen konnte. Um das zu erreichen, hat man mit tausenden Leiharbeitern und mit auf VW-Kosten in Hotels und Pensionen untergebrachten Arbeitern aus Wolfsburg 18 Schichten pro Woche (also 6 Tage pro Woche jeweils 24 Stunden am Tag) durchgearbeitet. Das ist ein auf Dauer unhaltbarer Zustand. Ab 15 Schichten gilt ein Werk in Deutschland als 100% ausgelastet. Tesla hat ja anfangs mal 500.000 Fahrzeuge Kapazität für Grünheide ausgegeben. das war tatsächlich mit 24/7 Betrieb gerechnet. Wenn Sie das mal von 21 auf 15 Schichten pro Woche runter rechnen, landen Sie wo? Richtig…ziemlich genau bei der Angabe, die Tesla mittlerweile als Kapazität des Werkes angibt. So muss dann auch Zwickau für „100%“ zwar Stellen abbauen, dürfte dieses Ziel aber mit 250.000 Autos pro Jahr erreicht haben.
Was Sie außerdem grade machen, ist nur die Verkaufszahlen für Europa zu betrachten. Der ID.Buzz wird in Hannover aber z.B. auch für Amerika gebaut, der ID.7 in Emden z.B. auch für Israel usw. Eine Werksauslastung lässt sich aus diesen Zahlen also nicht ermitteln. Übrigens beträgt die Kapazität des Werks Hannover ca. 700 Fahrzeuge pro tag (jeweils 350 ID.Buzz auf einer Linie und 350 Multivan auf der anderen) an üblicherweise 220 Arbeitstagen. Macht rund 150.000 Fahrzeuge pro Jahr und keine 250.000…
Auch was Tesla angeht, liegt Ihr Kommentar falsch: Grünheide baut nur das Model Y…alle in Europa verkauften Model 3 sind also aus China importiert.
Fred Feuerstein meint
Wo hat Mäx etwas von Model 3 aus Grünheide geschrieben? Also am Textverständnis musst du echt noch arbeiten…
MK meint
@Fred Feuerstein:
Da haben Sie recht…ich hab mich verlesen und habe 115.000 Tesla gelesen, obwohl er explizit 115.000 Model Y geschrieben hat. Wird nicht wieder vorkommen ;)
Aber gut, dass sie mir offensichtlich in allen anderen Teilen meines Kommentars recht geben.
Fred Feuerstein meint
„Aber gut, dass sie mir offensichtlich in allen anderen Teilen meines Kommentars recht geben.“ Wo steht das? Der id.Buzz wird nicht für Amerika gebaut, es wurde dort aufgrund der Erfolglosigkeit der Verkauf eingestellt. War ein sehr kurzes Intermezzo…