Carwow hat Kunden in Deutschland befragt, die Kinder unter 18 Jahren im Haushalt haben. Für 43,4 Prozent sind Unterhalts- und Reparaturkosten die größte Sorge beim Autokauf, gefolgt von Kraftstoff- und Ladekosten mit 40 Prozent. Abseits finanzieller Aspekte nennen 38,3 Prozent Platzmangel als Problem.
Beim nächsten Fahrzeug steht für 26,8 Prozent der Anschaffungspreis an erster Stelle. Sicherheit und Zuverlässigkeit folgen mit 21,7 Prozent, das Platzangebot erreicht 21,1 Prozent. Eltern, die derzeit unter Platzmangel leiden, priorisieren beim nächsten Fahrzeug mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit den Innenraum.
Besonders ausgeprägt ist der Platzbedarf bei Eltern von Kleinkindern: Über 42 Prozent nennen Platz als wichtigstes Kriterium. Bei Eltern mit Kindern im Teenager-Alter sinkt dieser Anteil auf 18,5 Prozent. Mit steigendem Alter der Kinder gewinnen Sicherheit, Zuverlässigkeit und laufende Kosten wieder an Bedeutung.
Ein Elektroauto würden 78,6 Prozent der Befragten als nächstes Fahrzeug in Betracht ziehen. Je nach Familiengröße und Alter der Kinder liegt die Zustimmung zwischen 74,3 Prozent und 80,5 Prozent. Bedenken hinsichtlich eines Wertverfalls oder des Batterieverschleißes spielen kaum eine Rolle, der Fahrzeugwertverlust wird als allgemeines Autothema wahrgenommen. Hauptargumente gegen den Kauf eines Stromers sind Vorbehalte bei Reichweite und Ladeinfrastruktur (8 %) sowie die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten (7,2 %).
Bei den Regeln für Kindersitze geben 50,8 Prozent der Eltern an, die rechtlichen Vorgaben genau zu kennen; 26 Prozent benötigen für ihre Kinder keinen Kindersitz mehr. Weitere 13,4 Prozent haben sich bereits mit den Regeln befasst, während sich 3,1 Prozent bei Gewichtslimits und 1,3 Prozent bei der korrekten Installation unsicher fühlen.
„Die Bedürfnisse und Prioritäten von Eltern variieren natürlich je nach Anzahl und Alter ihrer Kinder. Es überrascht jedoch nicht, dass finanzielle Überlegungen bei Autokäufen eine große Rolle spielen, wenn man die steigenden Kosten für das Aufziehen von Kindern bedenkt“, so Irene Wallner von Carwow. „Der Nachwuchs verändert zudem den Blick darauf, was ein Auto mitbringen muss. Du musst praktischer denken, da zusätzlich Platz für Kinderwagen, Autositze und den alltäglichen Kram gebraucht wird, der plötzlich viel wichtiger ist als vor der Elternschaft.“

aha meint
Wenn 8% vorbehalten bezüglich Reichweite und ladeinfrastruktur haben, ist es doch keine Hürde.
Und Reichweite ist für die meisten familien überhaupt kein Thema. Die Reichweite wird von den Kindern entschieden, nicht vom Akku.
Paul meint
Solange ich für 25k einen gut ausgestatteten neuen Kombi bekomme, wird das auch so bleiben…
David meint
Ich gebe jetzt nicht allzu viel auf Umfragen. Aber in dieser sind die Vorbehalte offenkundig extrem gering. Das sind ja einstellige Bedenkenraten. Insgesamt sehr erstaunlich, dass die klassischen Themen, die sonst immer kommen, hier gar keine Rolle spielen. Da hätte man fast glauben können, diese Umfrage kommt von einer Umweltorganisation. Sie kommt aber von carwow, die eigentlich Elektroautos gar nicht leiden können. Genauer gesagt, können sie immer das leiden, was die Mehrheit leiden kann und die ist ja aktuell noch auf Verbrenner gepolt. Da muss man sich schon sehr wundern.
Calimator meint
Mit kleinen Kindern fährt man meist sowieso kaum über 400 km an einen anderen Ort, da sonst die Fahrtzeit für die Kleinen zu lange wird. So handhaben wie es zumindest und 400 km schafft man mit den meisten Familientauglichen Mittelklasseautos (z.B. ID.7, Model 3, BMW i4) entweder ohne oder mit einem kurzem Ladestopp von weniger als 15 min. So gesehen kann ich das Reichweitenthema bei der aktuellen Generation an E-Autos nicht ganz nachvollziehen.