• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Suche
  • Über
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
    • Datenschutz

Studie: Europas Batterie-Kreislaufwirtschaft braucht neue Geschäftsmodelle

27.08.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

BMW-Batterierecycling

Bild: BMW (Symbolbild)

Die Technologie, um Rohstoffe aus E-Fahrzeug-Batterien zurückzugewinnen, ist ausgereift. Trotzdem verliert Europas Recyclingindustrie beim aktuellen Prozess Ressourcen. Die Hauptursachen: teurer Gefahrguttransport, aufwendige Demontage und unsichere Materialrückgewinnung. Das zeigt ein Zwischenbericht der HHL Leipzig Graduate School of Management im EU-Forschungsprojekt Safeloop, in dem 15 Institutionen aus elf Ländern an einer neuen Generation sicherer und nachhaltiger Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge arbeiten.

Verkauft ein Recyclingbetrieb die aus einem Batteriepack zurückgewonnenen Rohstoffe zu Marktpreisen, bleibt nach Abzug aller Kosten ein Verlust von rund 1,90 Euro pro Kilogramm Batteriepack, so die Studie. Ein wesentlicher Grund: Da ausgebaute Lithium-Ionen-Batterien als Gefahrgut gelten, ist ihr Transport im Schnitt 16-mal teurer als der eines normalen Frachtguts. Hinzu kommt: Unternehmen, die sich ausschließlich auf Batterierecycling spezialisiert haben, wirtschaften der Untersuchung zufolge deutlich schlechter als breiter aufgestellte Firmen.

Diese Verluste bleiben nicht ohne Folgen für den Batteriepreis: Ab August 2031 schreibt die EU-Batterieverordnung vor, dass ein Mindestanteil der in neuen Fahrzeug-, Industrie- und Starterbatterien verwendeten Rohstoffe aus Recycling stammen muss. Das Forschungsteam berechnet modellhaft: Geht man von einer Recyclingquote von 20 Prozent aus und legt die Verluste der Recyclingbetriebe eins zu eins auf diese Pflichtmenge um, würde ein Batteriepack um rund 6 Prozent teurer.

Zweites Leben schafft Wert – nur nicht für die, die dafür zahlen

Ein Ausweg liegt im zweiten Leben der Batterie. Wird zum Beispiel ein Batteriepack aus einem Elektrobus nach dem Fahrzeugeinsatz als stationärer Stromspeicher weiterverwendet, steigt sein wirtschaftlicher Gesamtwert über die Nutzungsdauer laut der Auswertung um 64 Prozent. Von diesem Mehrwert profitieren der Analyse nach jedoch vor allem Fahrzeug- und Speicherbetreiber – nicht die Hersteller, die die höheren Kosten des Recyclings tragen müssen. Der Bericht legt damit ein Verteilungsproblem offen, das die Kreislaufwirtschaft ausbremst, obwohl sie sich wirtschaftlich lohnen würde.

Hinzu kommt: Second-Life-Batterien müssen im Handel mit Stromspeicherkapazität strenge kommerzielle Anforderungen erfüllen – etwa wettbewerbsfähige Kosten, lückenlose Daten zum Batteriezustand und langfristige Garantien. Acht Expertengespräche für die Studie (PDF-Download) zeigen: Durchschnittskosten, Sicherheitsbedenken und die Risikoeinschätzung von Investoren bremsen die Verbreitung zusätzlich.

Lösungsvorschläge senken Kosten um 34 Prozent

Der Bericht empfiehlt sicherere Batteriedesigns, kürzere Transportwege, mehr automatisierte Demontage, stärker spezialisierte Recyclingbetriebe und verbindliche Transportstandards. In Kombination sollen diese Maßnahmen die Recyclingkosten um rund 34 Prozent senken. Aus dem aktuellen Verlust von 1,90 Euro pro Kilogramm Batteriepack würde ein Gewinn von 13 Cent pro Kilogramm. Doch solange der Mehrwert der Kreislaufwirtschaft vor allem bei Fahrzeug- und Speicherbetreibern lande, fehle vielen Akteuren der wirtschaftliche Anreiz, in genau diese Verbesserungen zu investieren, erklären die Studienautoren.

Um das Verteilungsproblem zwischen Herstellern, Betreibern und Recyclern zu lösen, schlägt das Forschungsteam neue Koordinationsakteure vor: Unternehmen, die Batteriepacks über beide Lebensphasen hinweg verwalten und so Kosten und Erträge gerechter zwischen den Beteiligten verteilen.

„Solche Akteure würden die Batterien und die darin enthaltenen Materialien besitzen. Sie könnten Marktdruck für Innovationen in vorgelagerten Prozessen aufbauen und gleichzeitig den Wert aus dem zweiten Leben der Batterie fair umverteilen“, sagt Studienleiter Dima Smirnov. „Europa braucht deshalb nicht nur bessere Batterieprozesse, sondern marktbasierte Geschäftsmodelle, die Zirkularität wirtschaftlich tragfähig machen.“

Newsletter

Via: europa.eu (PDF-Downloadt)
Tags: Batterie, Nachhaltigkeit, RecyclingAntrieb: Elektroauto

Suzuki Across Plug-in-Hybrid mit 129 Kilometer E-Reichweite bestellbar

Auch interessant

KfW-Studie: Bereitschaft zu Klimaschutz-Investitionen nimmt deutlich zu

Tesla-Solar-Panel

CATL und BYD planen Testproduktion von Festkörperakkus ab 2027

BMW und Partner entwickeln seriennahe Lösungen für mehr Recycling im Fahrzeugbau

BMW-FSCM

Studie: Höhere CO2-Steuern können Produktivität der grünen Wirtschaft steigern

Audi-Q4-e-tron-Windraeder

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de