Der im April 2025 eingeführte Mazda6e startet mit Änderungen ins Modelljahr 2027. Dazu gehört, dass die bisherigen zwei Batterie-Optionen mit 68,8 beziehungsweise 80 kWh Speicherkapazität für bis zu 479 oder 552 WLTP-Kilometer pro Ladung entfallen. Stattdessen wird das fast fünf Meter lange Elektroauto nur noch mit einer einzigen, neuen Einheitsbatterie ausgeliefert.
Die künftig verbaute Lithium-Ionen-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie (LFP) bietet 78 kWh Kapazität, maximal 200 kW Gleichstrom-Schnellladeleistung (DC) und bis zu 560 Kilometer WLTP-Reichweite. Der kombinierte Energieverbrauch wird mit 16,1 kWh/100 km angegeben. An einer DC-Schnellladesäule soll sich die Batterie in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen, um fast 400 Kilometer zusätzliche Reichweite zu gewinnen. Mit 190 kW/258 PS statt zuvor 180 kW (245 PS) Leistung beschleunigt der Hecktriebler in 7,3 statt 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Schluss ist weiter bei Tempo 175.
Neu im Angebot ist die Ausstattungslinie Homura Plus. Sie kombiniert schwarze Sitzbezüge aus Teil-Nappaleder mit gesteppter Veloursledernachbildung, rote Ziernähte, ein Lederlenkrad mit roten Ziernähten und Dekorelemente im Mesh-Muster. Außen kommen hochglanzschwarze Dekorelemente an Front, Heck und Seitenschwellern hinzu. Takumi Plus ist nun wahlweise mit weißen oder hellbraunen Sitzbezügen aus Teil-Nappaleder mit gesteppter Veloursledernachbildung erhältlich.
Beim Takumi Plus ergänzen dunkle Dekorelemente in Holzoptik den Innenraum. Mit weißem Interieur ist das Lederlenkrad schwarz, während beim hellbraunen Innenraum weiterhin ein zweifarbiges Lederlenkrad in Schwarz und Hellbraun eingesetzt wird. Zusätzlich wurde für das Modelljahr 2027 das Ansprechverhalten des Fahrpedals optimiert. Auch die maximale Beschleunigung und die maximal einstellbare Rekuperationsleistung wurden verbessert beziehungsweise vergrößert.
Die überarbeitete Routenplanung kann Ladestationen und deren Verfügbarkeit anzeigen sowie bei niedrigem Ladezustand eine geeignete Ladestation empfehlen. Bei Bedarf berechnet das System die Route dynamisch neu. Fahrer können außerdem den gewünschten Ladestand bei der Ankunft an Ladestationen und am Ziel festlegen. Auch die Bedienung über das 14,6-Zoll-Touchdisplay wurde angepasst, darunter Formulierungen, Terminologie, mehrsprachige Unterstützung sowie Text-to-Speech- und Spracherkennungsfunktionen.
Änderungen an Stoßdämpferabstimmung und Federraten sollen ein harmonischeres und komfortableres Fahrgefühl ermöglichen. Hinzu kommt eine neue Kalibrierung der elektrischen Servolenkung. Die erweiterte Lenkunterstützung CTS ist nun bis 160 km/h verfügbar, während der neu abgestimmte Spurhalteassistent sanfter reagiert. Mit dem neuen „Pet Comfort Mode“ kann beim vorübergehenden Verlassen des Fahrzeugs die eingestellte Innenraumtemperatur für Haustiere oder temperaturempfindliche Lebensmittel aufrechterhalten werden.
Der Mazda6e 2027 Takumi kostet 47.490 Euro, zuvor war der Einstieg schon für 44.900 Euro möglich. Mazda gewährt für Neufahrzeuge eine sechsjährige Neuwagengarantie bis maximal 150.000 Kilometer Gesamtfahrleistung. Sie deckt bei Material- oder Herstellungsfehlern Reparatur oder Austausch des betroffenen Teils ab, Verschleißteile sind ausgenommen.











Steffen meint
Hat jetzt ungefähr Werte wie mein ID.7, bisschen schlechter bei den meisten Werten. Allerdings 6.000 € günstiger. Hat aber kein HUD. Sonstige Standardausstattung hab‘ ich jetzt nicht verglichen.
Paul meint
Sieht doch echt ganz geil aus.
Merkwürdig finde ich, dass hier immer nach LFP-Akkus geschrien wird, weil man sein Auto ja 20 Jahre fahren muss, dann aber darüber motzt, dass die Ladegeschwindigkeit nicht die beste ist.
Weil wir wissen doch:
– jeder fährt max. 45 km am Tag
– wenn man doch malmlqngernfshrt, muss man eh alle 2 Stunden 30 Minuten pinkeln
– nirgendwo kann man noch schneller als 100 fahren (mal abends nach Ner messe die A2 gefahren?)
Besser-BEV-Wisser meint
Bisher war der zwar hübsch, aber technisch völlig abgehängt.
Jetzt ist es technisch ein durchschnittlich gutes Auto, mit ansprechendem Design (finde ich). Wenn Preis passt und die Tests positiv sind, wird der seine Käufer finden.
F. K. Fast meint
Bleibt gemäss diversen Tests halt noch die schlechte Bedienbarkeit und die schlechten Assistenzsysteme.
Ob wohl die Reichweitenprognose jetzt endlich funktioniert? Oder ist immer noch bei 2-stelligen SoC-Werte mit Liegenbleiben zu rechnen?
Besser-BEV-Wisser meint
Das war ein Problem der kleineren LFP Batterie, da die neue Batterie auch eine LFP Batterie ist, würde ich vor dem Kauf auf jedenfall die Tests abwarten. Vermute inzwischen haben Sie das Problem gelöst, aber wenn nicht, ärgerst du dich über den Kauf gewaltig…
Gunnar meint
Dringend notwendiges und sehr gutes Update. Die alte Longrangeversion mit der langsamen Ladedauer war einfach nicht Zeitgemäß.
Futureman meint
Immerhin gibt es jetzt für Mazda-Fans auch ein passendes E-Auto. Zwar mit Eigenschaften, wie bei anderen Herstellern schon vor knapp 10 Jahren Standard, aber für die meisten reicht es wohl aus.
eBikerin meint
So welche Eigenschaften waren denn 2016 so „Standard“ ? Für die Reichweite musste man damals rund 100.000 Euro hinlegen – dafür war die Ladegeschwindigkeit aber deutlich langsamer.
South meint
Da hat er schon recht, wie eben die betagten MEB on VW auch, die Ladeleistung ist nicht mehr zeitgemäß, ganz sicher nicht mehr in der Klasse vom Madza 6. Und ja, ab grob 2017 gibts das M3 von Tesla was damals schon so um den Dreh laden konnte.
Aber Mazda Kunden sind meist sehr treue Kunden. Das Design zwar bieder, aber eben auch irgendwie Zeitlos und innen ist Mazda noch der Wertigkeit treu geblieben und der Preis ist an sich ok. Aber in Sachen eTechnik ist er eben schon angestaubt… ähnlich wie bei VW hat sich bei Mazda nicht mehr viel getan… Mazda ist sogar noch behäbiger, fairerweise wie andere Japaner leider auch…
Ich mag eingentlich die Japaner, aber beim eAuto kam kein einziges auch nur noch grob in Frage… wirklich Schade…
F. K. Fast meint
Und wieder zeigt sich, sparsam geht anders.