• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Suche
  • Über
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
    • Datenschutz

Europas Autoindustrie: Neue Tech-Jobs können massiven Stellenabbau nicht ausgleichen

14.09.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Bosch

Bild: Bosch

Der europäische Automobilsektor erlebt einen starken Rückgang der Beschäftigtenzahlen. Die Schaffung neuer Stellen etwa in den Bereichen Elektrifizierung und Software reicht nicht aus, um die Stellenstreichungen bei Herstellern und Zulieferern zu kompensieren. Ursächlich hierfür sind eine schwache Produktion sowie hohe Kosten, welche die Kapazitäten reduzieren.

Automotive News berichtet unter Berufung auf den Automobilzuliefererverband CLEPA, dass europäische Zulieferer 2024 und 2025 den Abbau von insgesamt 104.000 Jobs angekündigt haben. 50.000 Streichungen gab es dabei 2025, während im vergangenen Jahr nur 7000 neue Positionen geschaffen wurden. Der Sektor beschäftigt in der EU rund 1,7 Millionen Menschen.

Besonders betroffen ist Deutschland als größter Automobilproduzent Europas. Laut dem Bundesamt für Statistik sank die Zahl der Beschäftigten in der hiesigen Autoindustrie in diesem Jahr bis Juni um 42.300 Personen, was einem Rückgang von 5,8 Prozent entspricht. Mit 691.500 Arbeitsplätzen wurde der niedrigste Stand seit 2005 erreicht.

„Steiler Abwärtspfad“

Innerhalb dieses Marktes sank die Beschäftigung bei Automobilherstellern um 6,1 Prozent, während sie bei Zulieferern für Teile und Zubehör um 7,6 Prozent zurückging. Benjamin Krieger, Generalsekretär von CLEPA, erklärte gegenüber Automotive News, dass die Geschwindigkeit des Rückgangs unter anderem durch die Elektrifizierung frühere Prognosen übertroffen habe. „Die Richtung der Reise ist überall gleich“, so Krieger. „Die Beschäftigung befindet sich auf einem steilen Abwärtspfad.“

Bei Zulieferern herrscht ein Mangel an Ingenieuren und Software-Spezialisten, was die Entwicklung von Elektro-, Digital- und Software-Technologien und damit die Schaffung neuer, zukunftsträchtiger Jobs behindert. Der Personalbedarf reicht aber nicht, um den allgemeinen Rückgang in der arbeitsintensiven Fertigung umzukehren. Die Produktion von Fahrzeugen in der EU liegt 2025 nach CLEPA-Schätzungen 20 Prozent unter dem Niveau von 2019, was einem Defizit von etwa 3,1 Millionen Fahrzeugen entspricht.

Da die Produktion ab diesem Jahr voraussichtlich weitgehend unverändert bleiben wird, stehen die Zulieferer unter Druck, Werke zu schließen, Arbeitsaufträge zu verlagern oder Personal abzubauen, um sich an den schrumpfenden Markt anzupassen. Manuel Kallweit vom deutschen Autoindustrieverband VDA bezeichnet die Situation gegenüber Automotive News als alarmierend. Er führt den Druck auf die traditionell ohnehin schon teurere Produktion in deutschen Werken auf steigende Kosten, insbesondere für Energie, sowie auf das Ausbleiben von Reformen bei Steuern und Sozialabgaben zurück.

Der VDA prognostiziert unter dem aktuellen regulatorischen Rahmen bis 2035 einen weiteren Verlust von 125.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Zusammen mit den rund 100.000 Arbeitsplätzen, die seit 2019 abgebaut wurden, würde die Zahl der Beschäftigten damit um 225.000 unter dem Stand vor der Pandemie liegen.

Sigrid de Vries vom europäischen Verband der Automobilhersteller ACEA sagt gegenüber Automotive News, dass neue Stellen in Bereichen wie Batterietechnik oder Ladeinfrastruktur den Wegfall traditioneller Jobs nicht automatisch ausgleichen könnten. Zudem bestehe das Risiko, dass Investitionen und Produktionskapazitäten aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit zunehmend aus Europa abwandern könnten.

Newsletter

Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: Autozulieferer, JobsAntrieb: Elektroauto

Kia PV7: Elektro-Transporter startet 2027 mit bis zu 460 Kilometer Reichweite

VW zeigt Konzept-Elektroauto „Mission Efficiency“ mit cW-Wert von 0,158

Auch interessant

Bosch: Hohe Batteriekosten könnten Lebensdauer von E-Autos verkürzen

Bosch-Elektroauto

Studie: Auswirkungen der Autowende auf Beschäftigung und Qualifikationen

BMW-iX3-Produktion-Debrecen

Deutsche Autoindustrie: Studie erwartet 200.000 weniger Jobs bis 2031

VW-Fahrzeugwerk-Zwickau-

Tesla plant Gehaltserhöhungen in Grünheide um bis zu fünf Prozent

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. EVrules meint

    14.09.2026 um 17:34

    Übersetzt heißt das: Den wegbrechenden China-Markt kann keine Innovation in der Fahrzeugbrache aufwiegen.

    Oder auch: Die Auswirkungen von Missmanagement.

    Antworten
    • M. meint

      14.09.2026 um 17:54

      Für den China-Markt gibt es eh keine Rettung, das hat aber nichts alleine mit Technik zu tun, sondern mit dem einfachen Fakt, dass Chinesen im Grunde genauso „patriotisch“ kaufen wie andere auch.
      Den Europäern wird es ja schon länger nachgesagt, die Amis haben „buy American“, und die Chinesen können inzwischen selbst Autos bauen. Also kaufen sie sie auch.
      Daran ist aber auch nichts auszusetzen.

      Antworten
      • EVrules meint

        16.09.2026 um 07:31

        Auszusetzen ist daran nichts, nein – das ist absolut richtig. Aber am Missmanagement der hier ansässigen Automobilunternehmen, daran gibt es viel auszusetzen – vorallem, hier nicht gehandelt zu haben (sehenden Auges).

        Antworten
  2. David meint

    14.09.2026 um 12:48

    Alle diese Betrachtungen vermeiden das Wort Arbeitslosigkeit. Denn es wird keine geben. Es handelt sich um den Rückgang der Beschäftigtenzahlen, der demographisch bedingt ist.

    Antworten
    • Future meint

      14.09.2026 um 14:32

      Über ein Land voller Frührentner und Arbeitsloser wird sich die Kreuzfahrtbranche natürlich freuen.
      Aber was passiert nun mit der schönen Wertschöpfung im Land, wenn alle in der Karibik sind?

      Antworten
      • Peter meint

        14.09.2026 um 14:49

        Das hätte sich die hiesige Bevölkerung vor 20 Jahren überlegen müssen. Aber KiTa-Plätze werden ja traditionell als Kostenfaktoren bezeichnet.

        Antworten
    • Jörg2 meint

      14.09.2026 um 21:25

      Es ist natürlich zu hoffen, dass da so wenig wie möglich in Arbeitslosigkeit und wackelnde Hauskredite entlassen werden.

      Was oft unvermeidbar ist, ist die Negativwirkung auf die Region (von kommunalen Steuereinnahmen über Kaufkraft mit Vereinssponsoring).

      Letztendlich tragen die kleinen Leute die Last für die profitorientierten Entscheidungen der angestellten Verwalter.

      Antworten
      • M. meint

        15.09.2026 um 13:26

        Du siehst also auch, dass es volkswirtschaftlich nicht hilfreich ist, hier massenhaft chinesische Autos zu kaufen*, weil die etwas billiger sind.
        Das freut mich.

        * importierte natürlich. Was hier gebaut wird, muss natürlich auch anders betrachtet werden.

        Antworten
    • Micha meint

      15.09.2026 um 06:53

      Deshalb finden gut ausgebildete junge Akademiker auch gerade keinen Job. Die fortschreitende Verbreitung von KI wird ihr übriges tun.

      Antworten

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de