Kia erweitert seine elektrische PBV-Palette mit dem PV7 um ein Modell oberhalb des schon gestarteten PV5. Die zweite Nutzfahrzeug-Baureihe der Südkoreaner wird als Cargo- und Passenger-Version angeboten. Das bis zu 5,35 Meter lange E-Fahrzeug basiert auf der speziell für PBVs entwickelten Plattform E-GMP.S und verfügt über einen vollständig ebenen Boden. Die Markteinführung in Europa und Korea ist für die zweite Jahreshälfte 2027 zu noch nicht genannten Preisen geplant. Weitere Derivate und Umrüstungen sollen folgen.
Für den Antrieb stehen NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Cobalt) mit 71,5 und 96,2 kWh zur Wahl. Je nach Markt und Konfiguration leistet der serienmäßig frontgetriebene PV7 bis zu 200 kW/272 PS und 420 Nm, eine Allradvariante soll später folgen. Der PV7 Cargo erreicht mit dem größeren Akkupack nach Kia-internen Messungen gemäß WLTP-Kriterien bis zu rund 460 Kilometer Reichweite. Die Homologation der deutschen Ausführung steht aber noch aus.
Die 800-Volt-Technologie soll das Laden von zehn auf 80 Prozent an einer 350-kW-Station in rund 25 Minuten ermöglichen. Ladeanschlüsse befinden sich vorn für AC/Wechselstrom und DC/Gleichstrom sowie optional hinten für AC. Über die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) stehen zudem 230-Volt-Steckdosen innen und außen zur Verfügung, über die sich unter anderem elektrische Werkzeuge und Geschäftsausrüstung betreiben oder laden lassen.
Der PV7 Cargo ist für Logistik, Lieferdienste, Flotten sowie kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen und soll als Zwei- oder Dreisitzer angeboten werden. Die Langversion fasst bis zu 6,1 Kubikmeter, die Hochdachversion bis zu 8,0 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast beträgt je nach Ausführung bis zu 1200 Kilogramm. In der Langversion finden bis zu drei Europaletten Platz, die Ladekantenhöhe liegt bei 550 Millimetern.
Der PV7 Passenger wurde für Personentransporte, Shuttle- und Mietwagendienste, touristische Zwecke sowie die Nutzung als Familienfahrzeug entwickelt. Er bietet bis zu neun Sitze, in Korea bis zu elf, und verschiedene Sitzkonfigurationen. Beim Siebensitzer sind längsverschiebbare und herausnehmbare Sitze vorgesehen. Eine separate Klimaanlage im Fond, leistungsstarke USB-C-Anschlüsse mit 100 Watt und verschiedene Aufbewahrungslösungen gehören zu den verfügbaren Ausstattungen.
Zur digitalen Ausstattung zählt Pleos Connect auf Basis von Android Automotive OS mit vernetzter Navigation, variablen Bildschirmlayouts, App-Marktplatz und Over-the-Air-Updates. Gleo AI ermöglicht die Sprachsteuerung von Fahrzeug-, Navigations- und Nachrichtenfunktionen. Kia plant außerdem, die PV7-Palette nach dem Marktstart auf 23 Varianten auszubauen, darunter Cargo-, Passenger- und Chassis-Cab-Versionen sowie Umrüstmodelle.












Jörg2 meint
David vergleicht ihn natürlich gleich mit dem ID.Buzz und was findet er besser? Naklar! Das VW-Produkt.
Preise?
Für den PV7 wird ein Basispreis von 45.000€ vermutet. Bei gleicher Preisspreizung wie beim PV5 dürte das Topmodell dann bei 55.000€ landen.
In der Region von 55.000€ fängt die Preisliste des ID.Buzz erst an.
Miro meint
Dem kann man nicht mehr helfen. VW könnte auf ihn pinkeln und er würde sagen, dass es erfrischend regnet.
Jörg2 meint
So wenig Wissen, wie der über VW hat … Der ist dermaßen weit weg von VW, nichtmal in solchen „Genuss“ kann er kommen.
hu.ms meint
Den grossen akku und leer nur mit fenstern rundrum.
Und dann selbstausbau zum wohnmobil mit den maschinen vom schreiner, mit dem ich schon zur schule ging.
Achja: stehhöhe wäre gefragt. Also hubdach mit 60cm scherenmechanik drauf, das eingefahren nur 12cm aufträgt.
simon meint
Am wichtigsten sind die Schienensysteme und die herausnehmbaren Sitze.
Oeyn@ktiv meint
Sehr schön die Entwicklung. Wenn ich auch neidisch auf die 800Volt-Technik schaue, bleibe ich mit meiner Planung beim PV5. Der kleine Bruder passt nämlich besser in meine Garage und ist wegen seiner Kürze besser im Alltagsablauf zu gebrauchen. Wie ich auf den Bildern sehe, hat der PV7 ein durchgängiges Bodenschienensystem. Da bin ich mal gespannt, ob es das in absehbarer Zeit auch für den PV5 geben wird. Wie auch immer, so langsam rückt mein Kleincamper in realistische Nähe.
Powerwall Thorsten meint
Mit deutlich über 400 km Reichweite, einer entsprechenden Zuladung und schnellen Ladezeiten kommen wir einem elektrischen Wohnmobil, das auch wirklich als solches nutzbar ist doch näher, als manch etablierter Mitbewerber.
David meint
Du meinst, da könnte etwas draus werden, was es jetzt schon bei VW als ID.Buzz California mit mehr Reichweite gibt? Natürlich nur dann, wenn man auf eckiges Asien-Styling und süße kleine Nutzfahrzeugräder keine Lust hat. Und wenn man den Mercedes, ignoriert, der für einen durchaus fairen Listenpreis von 71k 200 km Reichweite mehr bietet. Immerhin hat dieses, ääääh, Angebot, aber 460 km mehr Reichweite als der vergleichbare Tesla.
South meint
Mja, der KIA PV 7 bietet mit 96,2kWh einen größeren Accu und er hat eine 800V Architektur. Da würde ich mal sagen, da ist der ID Buzz technisch kein Vergleich mehr, da reden wir von einer anderen Liga, wo VW nicht mehr mithält…
Da ist der Vergleich mit Mercedes VLE schon deutlich sinnvoller, aber Preise gibts ja bei KIA auch noch nicht… und beim Mercedes landest du eher an die 90-100T€… also auch eine andere Liga…
cle meint
800V ist hier aber doch völlig egal. Schließlich lädt der PV7 trotzdem nur in 25min von 10 auf 80%. Da hätte ich schon eher unter 20min erwartet. Der ID Buzz lädt von 10 auf 80% in 28min. Ich glaube die 3min machen das Kraut auch nicht fett. Klar es sind „nur“ 86kWh aber er hat trotzdem 498km WLTP. Der Kia ist also deutlich ineffizienter. Muss man am Ende natürlich sehen was einem besser passt und gefällt. Preis kann beim Kia noch interessant werden.
Powerwall Thorsten meint
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Jörg2 meint
cle
„Schließlich lädt der PV7 trotzdem nur in 25min von 10 auf 80%. Da hätte ich schon eher unter 20min erwartet. Der ID Buzz lädt von 10 auf 80% in 28min.“
Komischer Vergleich.
Entscheident sind die nachgeladenen nächsten Fahr-km pro Zeiteinheit. Wenn es denn um die Ladegeschwindigkeit gehen soll.
Beim PV7 sind die 70% wohl um die 320km (25 Minuten)
Beim ID.Buzz wohl um die 285km (28 Minuten)
(Ich hoffe, meine Daten stimmen. Wenn nicht, bitte berichtigen.)
Um auf die gleichen 320km zu kommen, müsste der ID.Buzz über die 80%-Grenze nachladen. Bekanntlich wird da dann zäh. Das werden also mehr als die 3 Minuten. Aber ja, mit beiden Fahrzeugen kommt man von A nach B und nur wenige sind wirklich auf der Flucht.
hu.ms meint
Wieder mal ein völlig unsinniger vergleich.
Sind ganz andere fahrzeugklassen !
Der BUZZ ist doch ein Sharan-nachfolger. Einen VW-T als BEV gibts ja extra.
stromspender meint
Du Witzbold. Der ID.Buzz „California“ bekommt gerade so dermaßen auf die Fre…., weil er so gar kein „California“ mehr ist. Keine Küchenzeile, keine Schränke, kein Aufstelldach, keine Drehsitze, nix. Damit bzw. ohne das bekommt man für diesen „California“ auch keine Wohnmobilzulassung…