Waymo bereitet nach der bereits bestätigten Expansion nach München offenbar auch einen Robotaxi-Dienst in Berlin vor. Nach einer gemeinsamen Recherche von Manager Magazin und Spiegel geht aus internen Unterlagen der Berliner Senatsverwaltung hervor, dass die Tochter der Google-Mutter Alphabet die Hauptstadt mit bis zu 50 Fahrzeugen im Testbetrieb kartieren wollte.
Ursprünglich sollten demnach noch 2026 entsprechend ausgerüstete, voraussichtlich elektrische Fahrzeuge auf Berliner Straßen erprobt werden. Ein kommerzieller Dienst war für 2027 vorgesehen. Nach Angaben aus Berlin seien die Verhandlungen mit Waymo „weit fortgeschritten“. Ein Beginn des Erprobungsbetriebs in diesem Jahr sei aus Verwaltungssicht „möglich“. Waymo selbst hat einen Robotaxi-Start in Berlin bislang nicht offiziell angekündigt. Offiziell heißt es lediglich, man wolle den Dienst „sehr gerne an weitere Orte in ganz Deutschland bringen“.
Dass die autonomen E-Shuttles der Amerikaner etwas später als erhofft nach Berlin kommen, liegt laut dem Bericht an „internen Prozessen“. Für München sind die Pläne dagegen schon bestätigt: Waymo kündigte am 25. August 2026 an, dort zunächst mit manuell gefahrenen Fahrzeugen hochauflösende Karten des Straßennetzes zu erstellen. Anschließend sollen Tests des automatisierten Fahrsystems mit geschultem Personal am Steuer folgen, bevor der Betrieb ohne Fahrer aufgenommen wird. Den kommerziellen Fahrdienst will Waymo in der bayerischen Hauptstadt gegen Ende 2027 für die Öffentlichkeit öffnen.
Technisch setzt Waymo beim sogenannten Waymo Driver auf eine Kombination aus Kameras, Lidar- und Radarsensoren. Für seine bestehenden Dienste nennt das Unternehmen inzwischen mehr als 500.000 Fahrten pro Woche und über 350 Millionen auf öffentlichen Straßen zurückgelegte Kilometer. Die Erfahrungen aus den USA ersetzen dabei nicht die lokale Validierung: Für München beschreibt Waymo ausdrücklich eine Anpassung an deutsche Verkehrsregeln, Verkehrszeichen sowie lokale Besonderheiten bei Fahrstreifen, Vorrangregeln und dem Rad- und Fußverkehr.


hu.ms meint
Waymo muss die zu befahrenden strassen zunächst abfahren und speichern und der einsatz als fahrerloses taxi ist dann auf diese strassen begrenzt.
Inzwischen fahren tausende in vielen städten der USA, akuteller anlauf in NY und Tokio.
Jetzt kommen Sie nach europa.
Und wie siehts bei tesla aus !
Tesla fährt mit M Y nur mit sicherheitsfahrer. z.b. in San Francisco.
Tesla fährt mit 2-sitzer cybercab ohne lenkrad und pedale nur in einem stark begrenzen teil von Austin. Was bedeutet, dass – wie bei waymo – das einsatzgebiet zuvor gespreichert werden muss.
Beide anbieter müssen also das einsatzgebiet zunächst vollständig abfahren und speichern.
Zwar in unterschiedlichen systemen aber eben doch !
Jörg2 meint
hu.ms
„Tesla fährt mit 2-sitzer cybercab ohne lenkrad und pedale nur in einem stark begrenzen teil von Austin. Was bedeutet, dass – wie bei waymo – das einsatzgebiet zuvor gespreichert werden muss.“
Könntest Du kurz erläutern, wo, zwischen der regulatorischen Freigabe eines Gebietes und Deiner Abfahr-/Speicherbehauptung, wo da der kausale Zusammenhang ist?
Danke!
David meint
Du darfst nicht vergessen, z.B. in San Francisco hat Tesla lediglich eine Taxi Lizenz. Da ist überhaupt nichts autonom. Das hatte eine für die Sicherheit in der Stadt zuständige Dame extra noch mal kommuniziert. Und nur in Austin ist der Sicherheitsfahrer im Callcenter und nicht im Auto.
Jörg2 meint
Clever oder? Tesla macht damit bereits Umsatz als „Taxi-Unternehmen“ und überbrückt so die Zeit bis zur behördlichen Freigabe des fahrerlosen Betriebes.
Waymo hat das ähnlich praktiziert: Eine Startphase mit Sicherheitsfahrer mit einer Art Taxigenehmigung.
Scheint ein sinnvoller Lösungsansatz zu sein.
Wo steht VW aktuell mit seinen Taxi-Diensten?
Powerwall Thorsten meint
Wie läuft es eigentlich mit dem VW Autonomieprojekt Moia gerade so ?
–
ich frage für einen Freund
M. meint
Falls dein Freund Imternet hat:
https://www.moia.io/de-DE/news
(ich hab das jetzt einfach mal selbst versucht, auf sowas kommst du wohl nicht)
Powerwall Thorsten meint
Blöd eben, wenn man in diesen schnelllebigen Zeiten lediglich auf die letzten offiziellen Pressemitteilungen aus dem Juni verweist und die aktuelle Entwicklung dabei irgendwie verpasst hat – du weißt schon, dass wir fast schon Oktober haben?
Als ich damals hier im Forum die ersten negativen Meldungen zur „Erfolgsgeschichte“ von Cariad gepostet habe hat euer Teamleiter FUD-David auch noch dementiert und verzweifelt versucht alles schön zu quatschten.
X war und ist da offensichtlich irgendwie aktueller.
Time will teach you
M. meint
Auch wenn’s nicht in dein Weltbild vom freundlichen Teslachef und bösen Feinden passt: ich kenne David nicht mehr als dich.
Und du wolltest wissen, wo man die News bekommt.
Jetzt weißt du es. Gefällt dir nicht? Kann ich auch nichts machen.
Aber ab und zu in den Kalender gucken könntest du schon…
lala meint
wohin dann mit den ganzen uber-fahrern?
Future meint
Die Berliner werden die Waymos so häufig blockieren, dass Google den Spaß nicht lange mitmachen wird. Google kennt die Berliner halt schlecht. Die verhassten E-Scooter landen ja auch regelmäßig in der Spree. Also, die Uber-Fahrer können erstmal solange weiterfahren, bis Uber auch nur noch autonom fährt. Dann sind die aber noch nicht arbeitslos, weil die benachbarte Tesla-Fabrik noch Arbeiter braucht.
M. meint
Wieder der gleiche Unsinn mit dem Scooter-Vergleich.
Du scheinst dich weder für die Probleme damit, noch für die Unterschiede zu einem Taxi zu ineressieren.
Aber egal. So ein Cybercab ist bestimmt noch etwas leichter. Da werden die dir verhassten Berliner noch mehr Spaß haben. ;-)
In ein paar Jahren.
Future meint
Warte mal ab, bis das losgeht in Berlin. Die »Szene« ist stark in Berlin. Ich finde die Berliner übrigens großartig und bin gerne dort. Trotzdem gefällt es mir nicht, dass soviel in die Spree geschmissen wird, was man nicht mehr will oder braucht.
M. meint
Ja, wenn die ersten Waymos in die Spree geworfen werden, finde ich das auch nicht toll.
Aber die laden auch weniger dazu ein, weil die einfach wegfahren, statt quer auf dem Fußweg zu liegen!
Und Hulk soll kein Fan von Berlin sein.
Die Gefahr ist also gering. In etwa so hoch wie bei jedem anderen Auto…
Jörg2 meint
Die Stellenausschreibungen für die „Vermessungsfahrer“ ist schon einige Monate alt.