Die Faaren Group GmbH, ein Softwareanbieter für Abo-Lösungen im Fahrzeugbereich, hat den Auto Abo Report ’25 veröffentlicht. Die Auswertung zeigt, dass die Abo-Preise in diesem Jahr erneut rückläufig sind. 563 Euro zahlte im Durchschnitt, wer ein Fahrzeug abonnierte. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr, wo die Abo-Rate im Schnitt noch bei 634 Euro lag.
Den allgemeinen Rückschritt der Elektromobilität bekommt laut dem Report auch das Auto-Abo zu spüren: Hier sank der Anteil von 30 Prozent im Jahr 2023 auf 18,4 Prozent im Jahr 2024. „Das liegt aber nicht am fehlenden Angebot an günstigen E-Fahrzeugen. Vielmehr ist das Portfolio an verfügbaren Verbrennern in diesem Jahr deutlich gestiegen“, erklären die Studienautoren. Ehemalige Vorreiter der E-Mobilität im Abo wie Tesla hätten außerdem stark an Beliebtheit eingebüßt. Dennoch gelte: „Wer elektrisch im Abo bucht, der bleibt bei der Folgebuchung meist beim Stromer: Knapp 80 % entscheiden sich weiterhin für ein E-Fahrzeug.“
Weitere Ergebnisse des Auto Abo Report ’25:
- Das Lieblingsauto der Deutschen im Auto-Abo ist nicht länger der VW Golf. Stattdessen wird das Hybrid-SUV Toyota Yaris Cross am häufigsten gebucht.
- Die beliebteste Marke im Auto-Abo bleibt VW, knapp 14 Prozent der Abonnenten entschieden sich für die Wolfsburger Marke. Auf Platz 2 landet Toyota mit 12,8 Prozent.
- Der durchschnittliche Kunde im Auto-Abo ist männlich (73,6 %) und 38,6 Jahre alt.
- Bei der Generation Y als wichtigster Zielgruppe im Auto-Abo bucht gut die Hälfte ihr Auto-Abo über das Smartphone. Im Generationenvergleich zeigen sich Unterschiede: Während die Generation X den größten E-Auto-Anteil aufweist, stammen die meisten Buchungen aus der Generation Y. Die jüngste Generation im Auto-Abo, die Generation Z, bucht am längsten und am liebsten über das Smartphone.
- Mit 1.370 Kilometern liegt das gebuchte Kilometerpaket in etwa gleich auf zum Vorjahr (1.360 km).
- 9,8 Monate lang werden Auto-Abos durchschnittlich gebucht. Das ist ein leichter Rückgang zum Vorjahr, in dem noch für 10,8 Monate gebucht wurde. Insgesamt etablieren sich Buchungen im Zeitraum von 6 bis 12 Monaten (74,3 %).
Mary Schmitt meint
„Ehemalige Vorreiter der E-Mobilität im Abo wie Tesla hätten außerdem stark an Beliebtheit eingebüßt.“ Das zieht sich durch. Kennt man also schon. Interessant wäre zu wissen, welchen Anteil am Neuwagenabsatz die Abodienste haben. Ich vermute, keinen großen. Es ist insgesamt eine Nutzungsform, die zwischen Leasing und Carsharing zerrieben wird. Wobei das Carsharing auch noch nicht so richtig ins Laufen gekommen ist.
Spiritogre meint
Carsharing und Auto-Abo sind auch Dinge, die niemand bei klarem Verstand je machen würde.
Egon Meier meint
äh … wenn man auf den neuen Wagen eben mal 5 Monate länger als geplant warten muss und/oder der Zweitwagen ne Grätsche macht ist so ein Abo schon mal zweckmäßig.
Klar – der Markt ist begrenzt
Spiritogre meint
Das ist dann natürlich nur eine kurzfristige Übergangslösung. Dafür taugt das natürlich schon.
Mary Schmitt meint
Ich kenne Leute, die in der Großstadt wohnen und kein Auto besitzen. Sie kumulieren planerisch die Themen, bei denen ein Auto hilfreich wäre und mieten sich über Carsharing dann alle paar Wochen eins. Das macht als Lebensweise durchaus Sinn.
Steffen meint
Deswegen machen das laut Artikel die meisten ja auch nur knapp 10 Monate.
Future meint
Also hier in der Nachbarschaft fahren vielr Leute im Alltag Lastenrad und nutzen Carsharing, falls ein Auto gebraucht wird. Für die Urlaubsfahrt wird ein Auto gemietet. Denen fehlt nix. In der Großstadt geht das, wenn die Wege im Alltag kurz sind.
Steffen meint
Wieso? Ich musste beispielsweise mal ein halbes bis dreiviertel Jahr zwischen zwei Firmenwagen überbrücken. Hat gut geklappt.