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DAT-Elektroauto-Umfrage: Preis und Ladeinfrastruktur bleiben zentrale Hürden

16.07.2025 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

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Bild: Smart

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) befragt regelmäßig Pkw-Kaufinteressierte. Im jüngsten „DAT Barometer“ werden zentrale Aussagen dieser Zielgruppe zur Elektromobilität deutlich: Für deutlich mehr als die Hälfte wären einheitliche und günstigere Strompreise für Elektroautos wichtiger als eine Kaufpreisförderung. Außerdem sind fehlende Lademöglichkeiten zu Hause und der Mangel an bezahlbaren Elektro-Neuwagen zentrale Hürden.

Bei der Planung eines Pkw-Kaufs tendiert laut der Umfrage mehr als die Hälfte der Käufer zu einem Neuwagen (52 %), während 33 Prozent einen Gebrauchtwagen bevorzugen. Unter den Neuwagenkaufplanern würden 34 Prozent einen batterieelektrischen Pkw (BEV) wählen, 25 Prozent ziehen einen Benziner vor, 24 favorisieren einen Plug-in-Hybrid (PHEV). Dieselantriebe kommen für 8 Prozent in Frage. Bei Gebrauchtwagen bevorzugen 42 Prozent einen Benziner, 20 Prozent einen PHEV und 18 Prozent einen Diesel. Gebrauchte BEV sind für 12 Prozent eine Option.

Die größte Hürde beim BEV-Kauf bleibt der Preis: Zwei Drittel der Befragten (66 %) geben an, dass es an bezahlbaren Elektro-Neuwagen mangelt. Auch die fehlende Lademöglichkeit zu Hause schreckt ab: 60 Prozent der Kaufinteressierten schließen ein BEV ohne private Lademöglichkeit aus. 57 Prozent sind der Meinung, dass weniger eine Kaufpreisförderung als vielmehr vergünstigte und einheitliche Strompreise für sie relevant beim Kauf eines BEV wären.

Trotz dieser Hindernisse ist das Elektroauto unter Neuwagenkäufern auf dem Vormarsch. Wird ein BEV in Erwägung gezogen, bevorzugen 70 Prozent der Befragten den Neuwagenkauf. Im Vergleich zu den Vorjahren stellt dies eine deutliche Trendumkehr dar. Deutlich aus dem Fokus gerückt sind mit 37 Prozent junge Gebrauchte. Fragt man nach der minimalen Reichweite, die ein Pkw-Kaufplaner von einem Elektroauto erwartet, so ergibt sich ein Durchschnittswert von 433 Kilometern. Damit ist die geforderte Reichweite im vierten Jahr in Folge gestiegen (2021: 395 km).

Die häufigsten Gründe gegen ein BEV unter Verbrenner-Kaufplanern sind laut der DAT-Umfrage geringe Reichweite (47 %), lange Ladezeiten (44 %) und hohe Anschaffungskosten (43 %). Fasst man alle 16 abgefragten Aspekte in Hauptgruppen zusammen, sind das jeweils die Top-Nennungen der Bereiche „Akku“, „Laden“ und „Kosten“. Der vierte Hauptgrund „Erfahrung“ reiht sich deutlich dahinter ein. Fast ein Viertel (22 %) der Kaufplaner gibt die fehlende Erfahrung als Hinderungsgrund für einen BEV an.

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Via: Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT)
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Futureman meint

    16.07.2025 um 12:08

    Das Ladeproblem gibt es nur bei denen ohne E-Auto. Kennen jedenfalls keinen E-Auto-Fahrer bei dem es Ladeprobleme gibt.
    Ist halt die Angst vor dem unbekannten und die negative Berichterstattung in vielen Autozeitungen.

    • M. meint

      16.07.2025 um 17:12

      Auch wenn du das nicht verstehst: die, die ein Ladeproblem HÄTTEN, kaufen aus eben diesem Grund kein BEV – deswegen kennst du die auch nicht als E-Auto-Fahrer.
      Logisch, oder?
      Da sollte man schon an die Reihenfolge denken: erst schauen, wie man laden kann, DANN ein E-Auto kaufen. Sonst guckt man hinterher vielleicht dumm.
      Manche scheitern halt schon an der Eigentümerversammlung. Da kann sich einer ja durchaus eine Wallbox an seinen Tiefgaragenstellplatz bauen lassen, aber die 25k€ Erst-Installation hat er dann an seiner Backe.
      Halt doof, wenn man auf einen ollen ID.3 für 20k€ geschielt hat, und das Preisschild dann 45k€ ist. Dann kann man auch den Verbrenner-Golf mit 10k€ Restwert noch ein paar Jahre weiterfahren.

      • Thorsten 0711 meint

        16.07.2025 um 18:36

        Oooooder man hat als Mieter Tiefgaragenstellplätze ohne Wallbox für seine 2 eAutos und lädt nur öffentlich…

  2. Andi EE meint

    16.07.2025 um 11:22

    Es rechnet sich nicht für alle. Vielleicht müsste man mit der Propaganda für Deutsche Fahrzeuge aufhören, dort gibt es ein schlechtes P/L, allenfalls mittelmässige Energieeffizienz und ein oft teures Ladenetztwerk.

    Es wäre mal an der Zeit, dass man zur Wahrheit zurückkehrt und die Betriebskosten so darstellt wie sie wirklich sind … das darstellt was man wirklich auf einer Fahrt nachladen muss. Für alle Dumpfbacken und Elektro-Influenzer, es ist nicht von 10-80%, es ist die verbrauchte Energie die nachgeladen werden muss. Und die ist viel günstiger wenn das Fahrzeug weniger verbraucht. Energieeffizienz hilft überall, diese Mentalität, dass man mit 800V alles lösen wird, ist so abartig blöd.

    • PP meint

      16.07.2025 um 15:24

      Energieeffizienz hat schon beim Verbrenner kaum einen interessiert, und beim BEV ist das Thema noch uninteressanter. Ob man jetzt 16 oder 18 kWh/100km verbraucht….
      Das sind im schlimmsten Fall 5-10 Euro mehr oder weniger bei den monatlichen Betriebskosten.
      Und die beliebteste Karosserieform ist die, die so ziemlich die schlechteste Energieeffizienz vorweist.

      • eCar meint

        16.07.2025 um 22:46

        Falsch!
        Solange die Batterie noch immer zu wenig Kapazität hat, ist die Effizienz das wichtigste Kriterium beim BEV.

    • Andi EE meint

      16.07.2025 um 17:53

      @PP
      Die Unterschiede sind viel größer, insbesondere dann wenn man auf der Autobahn schneller fährt. Die Nachteile wachsen im Quadrat bei der Aerodynamik und die meiste Deutschen Fahrzeuge haben eine grottenschlechte Aerodynamik .., eben weil man vom Verbrenner kommt und 3x mehr Energie im Tank hatte. Jetzt ist die Energie mit der Batterie stark reduziert, umso besser muss konstruiert werden.

      Dieser WLTP-Quatsch bildet nicht das ab, was auf der Reise entscheidend ist. 95% des WLTP-Zyklus ist unter 100km/h. Wenn ich die Langstreckentauglichkeit beurteilen muss, sind 80% über 100km/h relevant.

      Es wird wieder in grossen Enttäuschungen enden, mit all diesen dummen patriotischen Käufen die jetzt getätigt werden. Die Leute werden einfach katastrophal schlecht informiert. Der Absturz ist vorprogrammiert, diese Fahrzeuge sind nicht gut, kosten viel, sind ineffizient, müssen viel zu oft schnellgeladen werden.

    • Thorsten 0711 meint

      16.07.2025 um 18:40

      In dem man als Schweizer stets und ständig die Bewohner des nördlichen Nachbarstaates als Dumpfbacken beschimpft… ach, lassen wir das. Mein schweizer Kumpel meint übrigens solche Typen gibt’s leider auch bei uns…

  3. Micha meint

    16.07.2025 um 11:18

    „Der vierte Hauptgrund „Erfahrung“ reiht sich deutlich dahinter ein. Fast ein Viertel (22 %) der Kaufplaner gibt die fehlende Erfahrung als Hinderungsgrund für einen BEV an.“

    Ich wage mal die Behauptung, dass die Dunkelziffer hier deutlich höher ist und viele Bedenken bezüglich Ladezeit und Reichweite eben nur Vorurteile mangels Erfahrung sind. Erlebe selbst immer wieder, wie erstaunt Leute sind, dass ich mit meiner Zoe doch tatsächlich 200 km ohne Nachladen schaffe und das Laden trotz fehlendem Stellplatz ganz entspannt und recht kostengünstig in den Alltag integrieren kann.

    • Thorsten 0711 meint

      16.07.2025 um 12:10

      Die ZOE ist sicher ein gutes BEV, meine Frau hat die ZE50 Intense.
      Für Kurz- und Mittelstrecke durchaus ok. Ich bin damit auch schon bei 15 Grad mit Tempomat 110 km/h eine Strecke von 200 km.gefahren und mit knapp 25% SOC angekommen. Wenn man dann vor Ort laden kann ist es ok.
      Bei einer DC Ladeleistung von 45 bis 60min von 10 auf 80 möchte ich damit aber nicht wirklich weiter fahren. Es mag Menschen geben die das 9k finden, ich gehöre nicht zu diesen 😅

      BTW haben wir auch keine Wallbox und laden hauptsächlich AC bei ALDI. Für Langstrecke habe ich den Mobilize-Intense-Tarif für Ionity (4,99€ mtl., Ionity DE = 39 Cent)

  4. Frank meint

    16.07.2025 um 11:13

    Wenn die Preise an öffentlichen Ladestationen nicht bald signifikant sinken gehe ich zurück zum Benziner. Ich kann nicht zuhause laden.

    • Mäx meint

      16.07.2025 um 11:21

      Was bezahlst du denn aktuell an der Ladesäule und wie viel kWh im Monat?
      Und noch viel mehr: Gab es denn jemals die Perspektive, dass sich die Preise kurzfristig erheblich verringern?

    • Micha meint

      16.07.2025 um 11:24

      Wie sieht es mit Supermärkten in der Nähe oder lokalen Stadtwerken aus? Oder gibt es in der Nähe EnBW oder Ionity, sodass sich mit Abo hier bezahlbare Preise ergeben? Auch auf die Karte von Gerd Bremer sei hier verwiesen.
      Wenn das alles nicht zutrifft, ja dann sieht es aktuell vermutlich nicht so gut aus. Aber jetzt wieder einen Benziner kaufen ist eine riskante Wette. Spritpreise werden ab 2027 deutlich steigen (ETS II), Restwerte damit sinken und durch zunehmende Konkurrenz sind sinkende Ladepreise eher zu erwarten.

      • Frank meint

        16.07.2025 um 14:23

        Der nächste HPC überhaupt ist 17km von meinem Wohnort entfernt. Hier hält man Elektromobilität immer noch für Alientechnologie.

  5. Didi meint

    16.07.2025 um 10:39

    Wie Bitte? Wenn man den kleinen Akku nimmt, rechnet sich das elektroauto schon nach 8 Jahren, und laden kann man doch wohl zu Hause. Ich brauche nur 5 Sekunden zum einstecken, keine Ahnung warum die Leute noch freiwillig 5 Minuten tanken???

    • Donald meint

      16.07.2025 um 11:00

      Ich meine, Elektroauto rechnet sich sofort.
      Die monatliche Ersparnis ist größer als der Aufschlag auf die Leasingrate, und das vom ersten Monat an.
      Okay, funktioniert nicht, wenn man den Strom für 80 Cent einkauft oder einen Energiefresser-SUV fährt.

    • brainDotExe meint

      16.07.2025 um 11:38

      Die meisten Leute wollen aber lieber den großen Akku und einige halten das Auto auch kürzer als 8 Jahre.

      • E.Korsar meint

        16.07.2025 um 12:30

        „[…]und einige halten das Auto auch kürzer als 8 Jahre.“
        Das hat keine Relevanz, es sei denn, man fährt das Auto zum Schrottplatz, obwohl es noch verkaufbar ist.

        • brainDotExe meint

          16.07.2025 um 13:27

          Wenn es sich erst nach 8 Jahren für den 1. Halter rechnet, er es aber vorher verkauft (und das Geld wieder in ein neues Auto steckt), wo hat es sich dann für ihn gerechnet?

        • E.Korsar meint

          16.07.2025 um 13:48

          @brainDotExe
          Wenn ein Esel auf das Komanndo „Bricklebrit!“ Gold auswirft, könnte sich das auf den Verkaufspreis auswirken?

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