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Volvo stellt Elektro-Reisebus-Chassis mit 700 Kilometer Reichweite vor

25.09.2025 in Transport von Thomas Langenbucher | 25 Kommentare

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Bilder: Volvo Buses

Volvo hat ein neues elektrisches Reisebus-Fahrgestell vorgestellt, das auf seiner bestehenden BZR-Plattform basiert. Diese Plattform wurde bereits beim Elektro-Überlandbus 8900 Electric eingesetzt und nun für den Fernreiseverkehr weiterentwickelt. Mit einer Batteriekapazität von bis zu 720 kWh soll das neue Chassis Reichweiten von bis zu 700 Kilometern ermöglichen. Erste Einheiten sind für Kunden in den nordischen Ländern und in den Benelux-Staaten reserviert.

Herzstück des neuen Reisebus-Chassis ist die Integration von bis zu acht Batterieeinheiten à 90 kWh, die jeweils ein Gewicht von 535 Kilogramm aufweisen. Diese Energiespeicher stammen aus dem Lkw-Segment von Volvo und basieren auf NCA-Chemie. Zuvor waren in der Plattform maximal sechs Batterien und damit 540 kWh Energiegehalt verbaut. Die neue Variante bietet somit einen deutlichen Zugewinn an Kapazität und Reichweite.

Technisch bleibt die BZR Electric-Plattform laut dem Portal Electrive weitgehend unverändert. Der elektrische Antrieb liefert weiterhin wahlweise 200 kW/272 PS oder 400 kW/544 PS Leistung. Unterstützt werden Reisebus-Konfigurationen mit zwei oder drei Achsen (4×2 bzw. 6×2), Längen von 9,5 bis 14,9 Metern sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 27,2 Tonnen. Die Reichweitenangabe von bis zu 700 Kilometern basiert auf dem SORT-3-Testzyklus.

Die neuen E-Reisebusse können kabelgebunden mit bis zu 250 kW geladen werden, wobei Ladeports wahlweise auf der linken oder rechten Seite angebracht sind. Optional ist auch eine Schnellladung per OppCharge mit bis zu 450 kW möglich, was die Standzeiten minimieren und den Betrieb auf längeren Strecken erleichtern soll.

Volvo betont den Fortschritt, den das neue Chassis für die Elektromobilität im Fernverkehr darstellt. „Dieses elektrische Reisebus-Fahrgestell ermöglicht längere Fahrten mit weniger Ladestopps und einer größeren betrieblichen Vielseitigkeit – und damit auch lange interregionale Strecken, die für Elektrobusse bisher nicht realisierbar waren“, heißt es

Wann die ersten Busse mit dem neuen Fahrgestell auf die Straße kommen, bleibt offen. Volvo betont aber, auf flexible Partnerschaften mit Karosseriebauern zu setzen. Das erste serienreife Chassis wurde vom finnischen Hersteller Carrus Delta aufgebaut und soll in Skandinavien und den Benelux-Ländern zum Einsatz kommen. Ein erstes Modell mit dem Namen Volvo BZR Electric CD ist bereits spezifiziert – mit 720-kWh-Akkupaket, 6×4-Achskonfiguration und wählbaren Längen von 13,3 bis 14,9 Metern.

Anna Westerberg, Präsidentin von Volvo Buses, sieht im neuen Fahrgestell einen bedeutenden Schritt: „Es ermöglicht neue Strecken und gibt den Betreibern mehr Flexibilität. Wir sind stolz darauf, eine Lösung präsentieren zu können, die nachhaltiges Reisen für mehr Menschen auf mehr Strecken zugänglich macht.“ Sie betont, dass neben der Emissionsreduktion auch Nachhaltigkeit und Langlebigkeit zentrale Entwicklungsziele waren.

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Via: Volvo Buses & Electrive
Tags: ElektrobusUnternehmen: Volvo Group
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. CJuser meint

    26.09.2025 um 08:01

    Eine Ladegeschwindigkeit von 250 kW ist echt erbärmlich bei einer Akkukapazität von 720 kWh! Das sind nur knapp 1/3 C. Und für knapp 1/2 C soll man dann auch noch draufzahlen.
    Außerdem frage ich mich, wieso Busse und Trucks nicht auch mal schnittiger (aerodynamischer) werden. Unter anderem eine flachere Front. Und wenn man den Fahrersitz tiefer positionieren würde, würden die bei Nacht vom Gegenverkehr vielleicht auch weniger geblendet werden.

    • eBikerin meint

      26.09.2025 um 08:18

      „Außerdem frage ich mich, wieso Busse und Trucks nicht auch mal schnittiger (aerodynamischer) werden“ Weil sie dann noch länger werden. Und so viel bringen tuts auch nicht.
      „Und wenn man den Fahrersitz tiefer positionieren würde, würden die bei Nacht vom Gegenverkehr vielleicht auch weniger geblendet werden.“
      Was hat die Position des Fahrersitzes mit der Position und vor allem Einstellung der Scheinwerfer zu tun?

      • CJuser meint

        26.09.2025 um 08:59

        Die höhere Sitzposition in Bussen oder Trucks sorgt dafür, dass deren Sicht oberhalb von bspw. Bepflanzung zwischen den Fahrrichtungen auf der BAB ist.

  2. ratta meint

    25.09.2025 um 16:36

    ist das volvo trucks, volvo cars oder wer?

    • Utx meint

      25.09.2025 um 16:48

      Volvo Trucks

  3. David meint

    25.09.2025 um 14:40

    Absolut respektabel, was Volvo da auf die Beine stellt. 500 kWh netto. Ein europäischer Hersteller, der ausgezeichnet verstanden hat. Reisebusse haben Platzknappheit. Da muss man mal schauen, ob man heute schon mit LFP durch die Tür kommt.

    • Future meint

      25.09.2025 um 16:25

      Volvo soll doch ein europäischer Hersteller mit chinesischer Seele sein. Deshalb machen die das da auch so gut, denn Geely kennt sich wohl mit Elektro sehr gut aus.

      • Utx meint

        25.09.2025 um 16:47

        Volvo Trucks und Volvo Cars haben nichts mehr miteinander zu tun. Volvo Cars gehört zu Geely, Volvo Trucks gehört der Volvo Group. Dazu gehören auch Mack und Renault Trucks, welche wiederum nichts mehr mit dem französischen PKW-Hersteller Renault zu tun haben.

        • Future meint

          25.09.2025 um 18:37

          Ende 2017 hatte Geely ja einen Anteil von 8,2% an Volvo Trucks vom Finanzinvestor Cevian Capital gekauft. Allerdings haben sie den wohl 2024 wieder verkauft. Dazu hatte ich keine Pressemitteilung erhalten. Aber dann sind Volvo Trucks ja jetzt auch moralisch vollkommen sauber.

        • M. meint

          26.09.2025 um 14:50

          Ja, Future, versuche nur, deinen Rettungsversuch zu deiner peinichen Wissenslücke in ein Post zu Moral zu verstecken.
          Aber die Volvo Group ist ein von China komplett unabhängiges Unternehmen, und auch die schwedische Regierung hat darauf nicht mehr Einfluss als jede andere Regierung.
          Sicher ist auch Volvo nur ein Unternehmen mit Unternehmenszielen, die nicht an erster Stelle die Rettung der Welt beinhalten, aber verglichen mit dem, was aus China kommt, hat diese Firma hier tatsächlich eine

          WEISSE WESTE

      • Mary Schmitt meint

        25.09.2025 um 17:18

        Richtig, Utx. Volvo Trucks ist europäisch und hat mit chinesischen PKW-Hersteller Volvo nichts gemeinsam, außer dem Namen. Future sollte in Themen nicht mitreden, bei denen er keine Ahnung hat. Dann bleibt aber vermutlich wenig über…

  4. Justin Case meint

    25.09.2025 um 13:03

    „…Mit einer Batteriekapazität von bis zu 720 kWh…“
    „… können kabelgebunden mit bis zu 250 kW geladen werden…“
    „…basieren auf NCA-Chemie…“
    „… acht Batterieeinheiten à 90 kWh, die jeweils ein Gewicht von 535 Kilogramm …“

    Zusammengefasst: über 4 Tonnen Akku, dann noch nicht mal LFP wie z.B. im e-Actros, Laderate im Standard schlechter als 0,3.
    Das klingt (abgesehen von der Gesamtkappazität in kWh) recht bescheiden.

    • Gunnar meint

      25.09.2025 um 13:29

      Du hast was überlesen:
      „Optional ist auch eine Schnellladung per OppCharge mit bis zu 450 kW möglich, was die Standzeiten minimieren und den Betrieb auf längeren Strecken erleichtern soll.“
      Und was ist an NCA schlecht?

      • M. meint

        25.09.2025 um 13:37

        Ich bin da bei Justin.
        Wenn man sich Batteriegewicht, Kapazität und Zellchemie anschaut, fragt man sich schon, wo der große Vorteil gegenüber LFP ist. Der Nachteil der Zell-Lebensdauer könnte bei einem Reisebus durchaus relevant werden, falls der im Schnitt einen Ladezyklus pro Tag hat.
        Und 450 kW als OppCharge zu vertreiben, puh… ich meine, das dauert wahrscheinlich immer noch fast 2 Stunden. Der Actros hat 400 kW in Serie (bei kleinerer Batterie) und Mega-Charging als Option.

        • eBikerin meint

          25.09.2025 um 13:54

          „ich meine, das dauert wahrscheinlich immer noch fast 2 Stunden. “
          Stimmt – also MegaWattCharging sollte auf jeden Fall als Option dabei sein.
          Man darf nicht vergessen – solche Reisebusse fahren oft mit zwei Fahrern, da sind die Pausen oft sehr „übersichtlich“. Es gibt nen Bus von München ZOB (also Innenstadt beim Bahnhof) nach Rom Tiburtina (auch recht weit in Rom) der braucht Nachts 11,5 Stunden – für 900 km. Da sind wohl Pausen eher weniger vorgesehen. Da wird dann wohl irgendwo ne halbe Stunde Pause gemacht zum Fahrerwechsel und das wars. Sonst schafft man das gar nicht.

        • EdgarW meint

          25.09.2025 um 14:27

          eBikerin, ne halbe Stunde nachladen wären dann 225 kWh, also 200+ km nachgeladene Reichweite. 700 + 200 = 900.

          Ja, für die Tour wird’s unter schlechten Bedingungen wohl zu knapp, aber immerhin schon recht nah dran. Volvo behauptet ja nicht, dass damit sofort niemand mehr Diesel-Busse kaufen müsse.

          Ich kenne mich im E-Bus-Markt nicht aus, wie viele Konkurrenten gibt’s mit 700km(+) Reichweite?

        • eBikerin meint

          26.09.2025 um 07:54

          Edgar es geht nicht um die Reichweite. Es geht darum, dass bei einem so großen Akku 250kW Ladeleistung schlicht nicht zeitgemäß ist. 400kW müssten es als Standard sein – mehr gibts eh grad nirgends. Und als Option wäre MegaWatt eben perfect, da dann der Bus für die Zukunft gerüstet ist.
          720kW Ladeleistung wären gerade mal 1C. Ansonsten ist der Bus Top, da gibts nix zu diskutieren.

      • Jörg2 meint

        25.09.2025 um 15:13

        Ich vermute ja, der Hersteller war in der Lage, seine Zielkundschaft zu befragen, welche Leistungsdaten ausreichend sind. Ich gehe also davon aus, dass, was VOLVO da an Reichweite und Ladeleistung anbietet, passt irgendwie zum Zielmarkt.

        • M. meint

          25.09.2025 um 15:32

          Interessantes Statement, Jörg.
          Daimler wird immer unterstellt, den Markt nicht zu kennen.
          Was sag ich „Daimler“ – ziemlich allen etablierten Marktteilnehmern (ganz zu schweigen von den Teilnehmern an anderen Märkten) wird das regelmäßig unterstellt – in ganz unterschiedlichen Kategorien.

          700 km sind besser als 400, das zweifelt auch niemand an. Aber der Einwand, dass Busse oft mit 2 Fahrern unterwegs sind, der stimmt auch. Und mehr als 700 km fahren die gerne auch mal.
          Damit wird man also vor allem die Touren fahren, die nach 700 km am Ziel sind. Flixbus (u.ä.) könnte ein Interessent sein, falls die am Zielbahnhof (so kann man das ja sicher nennen) lange genug zum Laden stehen, bevor sie zurückfahren.

        • Jörg2 meint

          25.09.2025 um 15:39

          M.

          „Daimler wird immer unterstellt, den Markt nicht zu kennen.“

          Nutzfahrzeuge? Nicht von mir. Da musst Du mit jemand anderem spielen.

          (Mit „immer“ fremdle ich regelmäßig.)

        • M. meint

          25.09.2025 um 16:13

          Von dir, das sagte ich auch nicht. Jedenfalls nicht bei Daimler.
          Dass es aber „immer“ passiert – dazu bist du doch auch lange genug hier unterwegs.
          Klar können wir über die Definition von „immer“ diskutieren. Wenn wir sagen „mehrmals täglich“, bist du vielleicht einverstanden!?

        • Jörg2 meint

          25.09.2025 um 16:25

          M

          Dann hat sich Dein Post, beginnend mit „Interessantes Statement, Jörg.
          Daimler wird immer unterstellt, den Markt nicht zu kennen.“ garnicht auf mich bezogen?

        • M. meint

          25.09.2025 um 17:12

          Vielleicht zitierst du das ganze Posting, und fragst dann nochmal.

        • Jörg2 meint

          26.09.2025 um 08:04

          Dein Gesamttext steht oben.

          Du sprichst mich an. Stellst im nächsten Satz eine Behauptung auf, die sich nicht mit meinen Äußerungen deckt…

          Was soll das?

          Es wäre schön, wenn Du mich aus Überlegungen, die nichts mit mir zu tun haben, raushalten könntest.
          Als Idee: Das geht besser, wenn Du solche Dinge nicht als eine Art Antwort angliederst.

          Danke!

        • M. meint

          26.09.2025 um 14:45

          Du zitierst den falschen Teil, und ich bin dann Schuld.
          Das machst du dir jetzt aber zu einfach, Sportsfreund.

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