Nach der Vorstellung des neuen GLC als erstem Mercedes-Benz auf der Elektroauto-Plattform MB.EA (Mercedes-Benz Electric Architecture) bereiten die Schwaben weitere vollelektrische Modelle vor. Eines davon ist eine Batterie-Version der neuen E-Klasse, von der es nun aktuelle Erlkönigfotos gibt.
Es gibt bereits ein vollelektrisches Pendant zur E-Klasse, doch der EQE läuft nicht so gut wie erhofft. Das liegt laut Branchenkennern vor allem an dem eigenständigen, bogenförmigen Design der Baureihe mit Fokus auf Windschlüpfigkeit. Auch der größere, ähnlich aussehende EQS verkauft sich schlechter als erwartet. Mercedes hat daher beschlossen, künftig Vollstromer und Verbrenner wieder ähnlich aussehen zu lassen.
Die nun abgelichteten E-Klasse-Prototypen sind noch stark getarnt, folgen laut den Fotografen jedoch den Spuren der ebenfalls in Arbeit befindlichen neuen Elektro-C-Klasse und könnten leicht mit diesem Modell verwechselt werden. Bei genauerer Betrachtung fielen jedoch eine Reihe von Änderungen auf, darunter traditionelle Türgriffe und Seitenspiegel, die sich an der Basis der A-Säule befinden. Die E-Klasse sei außerdem länger und scheine eine flachere Gürtellinie zu haben.
The 2028 Mercedes-Benz E-Class with EQ Technology has been spied testing for the very first time with heavy design inspiration from the smaller C-Class. In addition, the sedan will sit on top of the automaker’s scalable MB.EA platform and feature L2++ and L3 Highway capabilities. pic.twitter.com/sx2kar3xb9
— GearheadCole ⚙️ (@cole_marzen) October 27, 2025
Vor allem auch die Front ist verdeckt. Was hier zu erwarten ist, zeigen ein Teaser der elektrischen C-Klasse sowie der schon bestellbare neue Elektro-GLC. Die Vollstromer von Mercedes tragen vorn künftig das neue „Iconic Grill”-Design. Dieses soll als zentrales optisches Unterscheidungsmerkmal zwischen den E-Autos und den weiter parallel angebotenen Verbrennern dienen. Berichten zufolge wird jedes E-Modell eine eigene Interpretation des Frontgrills erhalten.
Technische Details zur neuen E-Klasse mit reinem E-Antrieb sind noch nicht bekannt. Wie GLC und C-Klasse wird sie aber über eine 800-Volt-Architektur verfügen. Der Antrieb des neuen elektrischen GLC lässt einen Ausblick zu: Den SUV-Kunden steht zum Marktstart das leistungsstärkste Modell GLC 400 4Matic mit EQ Technologie zur Verfügung, das 360 kW/490 PS und eine Reichweite nach WLTP-Norm von bis zu 713 Kilometern bietet. Von 0 auf 100 km/h geht es in 4,3 Sekunden, bei Tempo 210 ist Schluss. Wie bei GLC und C-Klasse dürfte es mehrere Modelle der neuen Batterie-E-Klasse geben.

Wolfgang Graier meint
Leider zieht Mercedes das progressive Design des EQE und EQS bekanntlich zurück. Man wird sehen ob das klassische Design wirklich ankommt und würde mich nicht wundern ein EQE-ähnliches Design in ein paar Jahren wiederzusehen. Mich hat das EQE Design überzeugt und ich kaufte der 350+ und fahre seit einem Jahr im Schnitt mit <16 (14-18) kW/h auf 100 km wobei ich ca 50% davon auf einer österreichischen Autobahn unterwegs bin. Ich schaffe locker 600 Km ohne großartig zu sparen sondern nutze die wunderbare Kraft für Überholvorgänge häufig. Als jemand, der dieses Auto täglich fährt und es meist zuhause auflädt, kann ich nur davon schwärmen! Für mich ist es das perfekte Auto, aber das gilt eben nicht für jede*jeden
CJuser meint
Der E-Klasse EQ wird offensichtlich ein klassisches Limousinendesign (Three Box – also Stufenheck) bekommen. Finde ich gut. Der EQE mit Fließheck konnte ja leider nicht beim Kunden punkten. War vielleicht einfach zu früh in diesem Segment?! Die C-Klasse EQ bekommt dagegen ja durchaus ein Fließheck. Ich hoffe nur, dass die E-Klasse EQ nicht bei den Abmessungen wächst. Die klassische E-Klasse ist ja jetzt schon knapp 4,95m lang. Und was den Akku angeht, heißt es wohl abwarten. Beim CLA EQ und GLC EQ unterscheidet sich das Akkupack ja nur in der Höhe und besteht aus vier Modulen. Ist also nicht so einfach erweiterbar.
Climator meint
Es scheit als plant Mercedes aus der E-Klasse auch so einen rießen Koloss mit langer Motorhaube zu machen wie BMW beim i5. Finde ich persönlich sehr schade weil mir hat der EQE gut gefallen, aber für den klassischen E-Klasse Fahrer(Ü70) war das Design wahrscheinlich zu modern.
brainDotExe meint
Lange Motorhaube gehört halt zum stimmigen Design dazu, das gefällt.
Der EQE/EQS ist ja aus Gründen des Designs bei den Kunden überhaupt nicht gut angekommen. Mercedes musste auf die harte Tour lernen, dass die Kunden keine Elektroautos wollen die sich optisch zu sehr von den Verbrennern unterscheiden.
„aber für den klassischen E-Klasse Fahrer(Ü70) war das Design wahrscheinlich zu modern.“
Der klassische E-Klasse Fahrer ist Dienstwagenfahrer und damit in der Regel unter 60.
EdgarW meint
Du findest es stimmig, weil Du es so gewohnt bist – meine vielleicht nicht ganz nette Einschätzung.
Ich finde es unstimmig, weil es Platz verschwendet und – vor allem – ich die Form deutlich weniger schön, weil klotzig, finde, als zB beim EQE. Mir hat auch zB das Design des Jaguar I-Pace sehr gut gefallen, nur leider war seine Technik von Anfang an unzureichend (mangelnde Effizienz [folglich Reichweite] und Ladegeschwindigkeit) und wurde nie verbessert.
Letztlich bleibt es Geschmackssache, und was mehrheitlich als „stimmig“ und „gut proportioniert“ angesehen wird, ist letztlich auch nur Mode. Siehe zB Rubens-Gemälde.
David meint
Die deutsche Hersteller korrigieren ihre Entscheidungen. Wenn sie merken, das könnte man anders besser machen. Dieses Fahrzeug wird bei Leistungsträgern in Europa seine Kunden finden. Niemand wird den Verbrenner vermissen, wenn man einmal in diesem Fahrzeug sitzt. Und es könnte glatt sein, dass man an 1000 km Reichweite kommt. Jetzt nachdem der CLA 250+ zum ersten Mal in Kundenhand getestet werden konnte, lernt man, mit Zieltempo 130 braucht der Wagen nur 16 kWh auf 100 km. Da wird die E Klasse nicht viel mehr brauchen und einen größeren Akku bereithalten.
NeutralMatters meint
Wer sind „Leistungsträger“? Pflegepersonal, Zivilschutz, Bereitschaftsärzte, Streitkräfte, Lehrkräfte?
Werner Mauss meint
Sie tragen die Leistung statt welche zu bringen.