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Xiaomi führt Direktimporte chinesischer E-Autos in Europa an

04.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 19 Kommentare

Xiaomi-SU7-2023-6

Bild: Xiaomi

China EV Marketplace (CEVM) hat eine länderbezogene Jahresübersicht zu den meistverkauften Marken auf seiner Importplattform veröffentlicht. CEVM bezeichnet sich als größte Handelsplattform für die Direktlieferung neuer und gebrauchter Elektrofahrzeuge aus China. Seit 2022 verkauft die Plattform keine Verbrenner mehr und konzentriert sich ausschließlich auf E-Fahrzeuge, darunter rein batterieelektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle, vor allem Pkw, aber auch Nutzfahrzeuge, Golfcarts und Busse.

Trotz Zöllen und fehlender offizieller Marktpräsenz war demnach Xiaomi 2025 die meistverkaufte Marke in Europa. Während die Modelle des bisher vor allem für seine Smartphones bekannten Unternehmens in zahlreichen EU-Staaten führend waren, erzielten die mit dem ebenfalls populären Handy-Hersteller Huawei verbundenen Premium-Marken ihre größten Erfolge im Nahen Osten, und Chery dominierte den Absatz in Südamerika. Die regionale Verteilung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Märkten.

Der Absatz über CEVM stieg 2025 weltweit um 224 Prozent auf 11.000 ausgelieferte Fahrzeuge, nach 3400 im Jahr zuvor. Haupttreiber war ein neues Angebot namens EU Door-to-Door Delivery, das im August des Vorjahres eingeführt wurde. Dabei bestellen Kunden ihr Fahrzeug in China, während CEVM Transport, Zollabwicklung und die für die Zulassung erforderlichen Dokumente übernimmt, vor allem die EU-IVA-Homologation nach Artikel 45.

Für Europa plant die Plattform eine weitere Expansion. „Im Jahr 2026 werden wir unsere Präsenz in Europa weiter stärken, indem wir im ersten Quartal ein Kundendienstnetzwerk eröffnen und ein Pilotprogramm für Lagerfahrzeuge starten“, erklärt COO Jakub Gersl.

Xiaomi führte die Verkaufsrangliste auf CEVM in den wichtigsten EU-Märkten an, darunter Deutschland, die Niederlande, Spanien und Italien sowie zwölf weitere Länder. Auffällig ist, dass zehn Prozent der über die Importplattform verkauften Xiaomi-Fahrzeuge auf die Performance-Variante Ultra entfielen, die in China lediglich einen Markenanteil von 2,5 Prozent hat. Insgesamt verkaufte Xiaomi 2025 mehr als 400.000 Elektroautos und plant den offiziellen Markteintritt in Europa für 2027.

Im Nahen Osten war Huaweis Premiummarke Maextro in Saudi-Arabien und Oman am erfolgreichsten. Das Unternehmen bietet dort ausschließlich das Modell Maextro S800 an, einen Maybach-Konkurrenten mit einem Preis von rund einer Million Yuan (umgerechnet knapp 122.000 Euro). In Südamerika lagen Chery und verbundene Marken vorn, wobei iCar in Brasilien die höchsten Verkaufszahlen erreichte. Gleichzeitig bremsten EU-Ausgleichszölle von bis zu 35 Prozent auf rein elektrische Fahrzeuge aus China das Wachstum, während Plug-in-Hybride davon nicht betroffen waren.

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Via: Car News China
Tags: China, EuropaUnternehmen: Xiaomi
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. LOL meint

    05.02.2026 um 09:40

    und wenn kaputt?
    solange die keinen offiziellen Support hier anbieten, kann das ja nur zu Analysezwecken interesant sein oder übersehe ich da etwas?

    Antworten
    • Franky meint

      05.02.2026 um 10:49

      Den SU7 würde ich von den Eckdaten her sofort nehmen. Dazu kein SUV und er gefällt mir sogar richtig gut.
      Aber ohne funktionierenden Support in den „Nähe“ (~100 Km Umkreis) kommt der nicht in Frage. Da kann ich ja gleich billig einen Fisker Ocean kaufen. ;)

      Antworten
      • M. meint

        05.02.2026 um 11:08

        Deswegen sind die ja inzwischen so billig: man braucht mindestens 2, damit man Ersatzteile hat. ;-)

        Antworten
        • T. meint

          05.02.2026 um 20:25

          Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

        • Powerwall Thorsten meint

          06.02.2026 um 14:53

          @ die Tedaktion:
          Das ist also nicht themenfern?

        • M. meint

          07.02.2026 um 14:55

          Wieso sollte das themenfern sein?
          Wer sich ein Auto kauft, für das es hierzulande keinen Service gibt, muss sich selbst um solche Themen kümmern. Am Beispiel Fisker Ocean kann man das gut verfolgen: die Autos gibt es, Ersatzteile gibt es nicht. Selbst ein kleines Teil, das spezifisch genug ist, kann das Auto lahmlegen.
          Und da lohnt es sich, ein Ersatzteillager zu haben.
          Und jetzt mach‘ den Übertrag auf Fahrzeuge anderer Hersteller, die diese hierzulande nicht vertreiben.

  2. T. meint

    04.02.2026 um 13:27

    Bei Xiaomi könnte ich schwach werden. Das bessere ist der Feind des guten. Ordentlich Power und Vmax, okay, Innenraumplastik ist jetzt nicht so toll.
    Wenn Sie die selben Ingenieure wie bei ihren Smartphones haben dann ganz ehrlich, gute Nacht auch für Tesla.

    Meine Vermutung geht allerdings dahin, dass die Preise in Europa nichts mit denen in Fernost zu tun haben werden. Kann mir nicht vorstellen dass Xiaomi dieselbe Strategie fahren wird wie Tesla und auf allen Märkten nahezu identische Preise aufrufen, die sich im Wesentlichen nur durch lokale Steuern und Zoll differenzieren.

    Antworten
    • R2D2 meint

      04.02.2026 um 20:27

      Bei solchen Kisten hast am Tag der Zulassung schon min. 70% Wertverlust. Aber hey, dafür hat der Wagen ganz doll viele Pferdestärken. Und immer ein Ohr für dich… ;-)

      Antworten
      • derJim meint

        05.02.2026 um 08:25

        Ah, ein cleverer Kommentar von einem Insider. Man sieht ja überall, wie die SU7 auf den üblichen Marktplätzen verschenkt werden…

        Antworten
        • M. meint

          05.02.2026 um 10:01

          Genau!
          Und das, obwohl mindestens 5000 davon angebot… Ach ne, verzählt, sind 4.
          Mal sehen, morgen müssten die ja weg sein, so günstig wie die sind.

      • Future meint

        05.02.2026 um 09:30

        R2D2, jedes Auto soll doch nach 6 Jahren schon bei einem Restbuchwert von Null sein.

        Antworten
      • Futureman meint

        05.02.2026 um 09:51

        Zum Glück ist er nicht so teuer wie ein E-Porsche. Denn da sind die 70% vom betrag her wesentlich mehr. Und da defekten Akku kann man nicht Mal damit fahren.

        Antworten
        • M. meint

          05.02.2026 um 10:27

          Mit defektem Akku fährt kein Auto. Und das Problem findet, wenn man die Suchmaschinen mal bemüht, zu einem nicht unwesentlichen Teil in den Köpfen einiger Kommentatoren hier statt.
          Den Porsche mit 70% Wertverlust, sobald zugelassen, den zeigst du mir mal.
          Ich such‘ sowas nämlich.

        • Fred Feuerstein meint

          05.02.2026 um 11:23

          Bist du etwas für dein Budget findest musst du noch lange warten, aber vielleicht bekommst du 2040 einen Taycan aus 2020 für dein Budget. Vielleicht schafft es bis dahin dein Diesel.

        • M. meint

          05.02.2026 um 12:16

          Immer, wenn du sachlich nichts beitragen kannst, versuchst du es persönlich.
          Aber das trifft nur Menschen, denen du etwas bedeutest, darauf solltest du bei mir lieber nicht bauen.
          ;-)

        • Fred Feuerstein meint

          05.02.2026 um 12:39

          Es ist mir egal, du kommst ja nichtmal mit 50 % des Listenpreises für den Taycan klar, sonst hättest du nach deinen Worten ja schon einen. Also nichts als leere Worthülsen…Du findest vielleicht Elektromobilität interessant, bist aber so wie Müller Brüller nur ein stiller Beisitzer und musst Diesel fahren.

        • Future meint

          05.02.2026 um 20:01

          »Gebrauchte Elektroautos der Oberklasse verlieren laut Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) und von Autoscout24 immer schneller an Wert und werden zunehmend zum Problem für Hersteller, Händler und Leasinggesellschaften. Demnach sank der Restwert dreijähriger Premium-Stromer von knapp 70 Prozent Anfang 2023 auf 49 Prozent Ende 2024.« Quelle: ecomento, 27.03.2025)

        • Powerwall Thorsten meint

          06.02.2026 um 14:57

          @Futureman
          Komm doch einem deutschen Ingenieur FH nicht mit Fakten

        • M. meint

          07.02.2026 um 17:26

          Klar, bei Thorsten funktioniert Ingenieurwesen ja nicht mit Fakten, was es von Ankündigungen eines gewissen Don Elon unterscheidet – bei dem ist alles strengstens faktenbasiert.
          Heute gesagt – morgen passiert.
          Oder?
          Ihr seid echt eine lustige Truppe. Mischt euch doch mal unter die „Wachturm“-Verkäufer. Fällt gar nicht auf.

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