Der chinesisch-schwedische Hersteller von Elektroautos Polestar könnte künftig stärker auch auf sehr sportliche Modelle setzen, wie sie BMW M, Mercedes-AMG oder Audi RS anbieten. Bisher gab es entsprechende Fahrzeuge nur in limitierter Stückzahl oder als Showcars.
„Was die Leistung unserer zukünftigen Modelle angeht, denke ich, dass wir in Bezug auf die Spezifikationen von Sportwagen eine konsistentere Leistung bieten werden“, erklärte CEO Michael Lohscheller laut AutoExpress vor Journalisten am Hauptsitz des Unternehmens in Göteborg. „Wir wollen uns etwas mehr auf die Leistung konzentrieren, denn dort können wir uns in Zukunft noch weiter verbessern, sowohl auf der Strecke als auch bei der Beschleunigung, aber auch in Bezug auf die Überlegenheit gegenüber anderen.“
Konkretes ließ Lohscheller noch nicht verlauten. Die Marke hatte 2023 in limitierter Stückzahl eine besonders potente Version der Mittelklasselimousine Polestar 2 verkauft. Beim Polestar 2 BST Edition 270 (Artikelbild) mit optimiertem Fahrwerk, mehr Leistung und einem markanten Streifen auf der Fronthaube stand das „BST“ im Namen für Beast („Biest“). Philipp Romers, Designchef des Unternehmens, sagte damals: „Das ist Inspiration für die Zukunft: Er hat Charakter, sieht sportlich aus und fährt sich fantastisch.“ 2024 stellte die Marke auch eine BST-Version des Roadster-Konzepts Polestar 6 vor.
CEO Loscheller sagte nun laut AutoExpress, dass trotz der Schließung der britischen Entwicklungsabteilung, die die neue Sportlimousine Polestar 5 entwickelt hat, das Know-how für besonders dynamische Autos im Unternehmen verbleibe, um es mit Marken wie BMW M, Mercedes-AMG und Audi RS aufzunehmen. Noch ist seinen Worten zufolge aber nicht beschlossen, ob und welche Modellreihen um ein Spitzenmodell erweitert werden.
Im Fokus stehen vorerst Weiterentwicklung und Ausbau des regulären Modellangebots. Polestar hat vor wenigen Tagen die „größte Modelloffensive in der Geschichte des Unternehmens“ verkündet. Vier neue Fahrzeuge sollen in den kommenden drei Jahren auf den Markt kommen.

prief meint
Ich glaube, dass die Zielgruppe am schwersten für e-Mobilität zu holen ist. Wer solche Autos kauft, hat eine irrational-emotionale Beziehung zu (hörbaren) Motoren, sonst würde man nicht so viel Geld ausgeben. Dass e-Autos von den Fahrleistungen her da schnell mithalten können, hilft gar nichts.
Auch nicht hilfreich ist die Tatsache, dass der Verbrauch von e-Autos bei forcierter Fahrweise relativ stärker ansteigt als bei Verbrennern und bei 180 km/h auf der Autobahn die Reichweite dann wirklich sehr bescheiden ist.
DoDo meint
Glauben ist was für die Kirche. Was ich aber sehe, ist ein Kommentar von jemandem der selbst nur Verbrenner gefahren ist, außer vielleicht zu einem kurzen Test. Ziemlich verbissen und ideologisch geprägt!
R2D2 meint
Mit Audi können die es vermutlich noch aufnehmen, denn das sind auch Blender. Einen BMW M – vermutlich noch als competition – sicher nicht. Da zählt sicher nicht ein schnödes 0 auf 100 km/h. Das ist nur was fürs Quarett für 8 jährige Jungs. Aber mir gefallen die ständigen Gelvo Meldungen, wie super toll die das ganze forcieren wollen und den Markt auf links drehen möchten. Wettbewerb ist immer gut. Wir bleiben also gut informiert.
Future meint
Yep, die ganzen Jungs überall im Land spielen auffällig gerne Quartetts wie Blaulicht, Traktor, Car Tuning und Luxusklassen. Brawl Stars hat da keine Chance gegen solche Quartetts. Da muss sich die Autobranche also keine Sorgen machen, wenn weiterhin so viel Autoquartett gespielt wird ;-)
M. meint
Du verbringst bedenklich viel Zeit mit kleinen Jungs.
Future meint
Das war natürlich ironisch gemeint. Die Autoquartetts gibt es seit 1952 und ich hatte damals natürlich auch welche.
Tinto meint
So einfach kann es sein: Ein flotter Streifen übers Fahrzeug, wie er schon in den 70ern des letzten Jahrhunderts out war, dazu noch „Beast“ im Namen, und schon meint man in China ebenbürdig mit AMG, BMW M, und Audi RS zu sein und den entsprechenden Aufschlag verlangen zu können.
Kann man machen, die Kunden für d…. zu verkaufen ;-)
Future meint
Wie nennt man diese Streifen mit AMG-Schriftzug, die die Fans sich da auf die Autos kleben, damit man die Autos beim Vorbeifahren am Cotti auch nicht übersieht?
Tinto meint
Ich weiss nicht was du meinst. AMG sieht man ja hier auch, aber keiner davon hat irgendwelche Streifen. Schon überhaupt nicht wie dieser prollige Polstar auf dem Foto.
CJuser meint
Das Problem ist hier wohl eher, dass man sich preislich dann wohl auch an Audi Sport, BMW M und Mercedes-AMG orientieren würde. Ich sage mal so, ich rechne leider nicht damit, dass man einen Mitbewerber zum Audi RS 3 für den Preis eines Audi S3 anbieten wird. Es wäre aber auf jeden Fall wünschenswert, wenn man auch Mitbewerber für Modelle von Volkswagen R etc. auf die Beine stellen würde.
David meint
So war man gestartet, als Performance-Modelle von Volvo. Dahin sollte man zurückentwickelt werden.
Paule meint
Zurückentwickeln trifft den Nagel auf dem Kopf, wenn man auf das technische Niveau von Audi kommen will.
brainDotExe meint
Was für Polestar ja immernoch ein Fortschritt wäre.
Paule meint
Haha, ja, stimmt. Würde sich Polestar technisch zurückentwickeln, wären sie noch immer fortschrittliche als Audi. Das hast Du sehr schön herausgearbeitet.
brainDotExe meint
Ne, anders herum. Würde sich Polestar auf ihren ursprünglichen Anspruch zurückentwickeln und damit technisch zu Audi aufschließen, wäre das für Polestar ein Fortschritt.
Audi hat schließlich die bessere Technik.
Paule meint
Ne, anders herum. Würde sich Audi auf ihren ursprünglichen Anspruch zurückentwickeln und damit technisch zu Polestar aufschließen, wäre das für Audi ein Fortschritt.
Polestar hat schließlich die bessere Technik.
RudiFaehrtTesla meint
No braini: Audi HATTE mal die bessere Technik, die Zeiten liegen aber ca. 30Jahre zurück. Aber das kannst du ja nicht wissen.
brainDotExe meint
Rudi
Doch Rudi, Audi hat bessere Technik. Ich sage da nur e-Tron GT RS oder A6 e-Tron.
Nichts aus dem aktuellen Polestar Angebot kann diese beiden Autos übertreffen.
brainDotExe meint
Paule
Ne, Paule. Würde sich Audi dazu entschließen sich technisch zurück zu entwickeln, könnten sie auf das Niveau von Polestar zurückfallen, aber warum sollten sie das tun?
Mary Schmitt meint
Salatsauce hat einen alten Namen reaktiviert. Aber Sachkunde ist ihm immer noch nicht gegeben.
Paule meint
Wie ich lese, sind Dir die Fach-und Sachargumente ausgegangen. Obwohl Chi pp i, Du hattest noch nie welche.
Future meint
Solariseur und Chipwoman sollen früher ja die Helden der Automobilität gewesen sein. Aber was kommt nun schönes nach der Automobilität?
Paule meint
Es gab noch nie Automobilität. Das fängt jetzt erst an.
Auto- (griechisch autós): Bedeutet „selbst“.
-mobil (lateinisch mobilis): Bedeutet „beweglich“.
🤣🤣🤣
Future meint
Nach der Automobilität kommt also die Autoautomobilität ohne diese ganzen störenden Lenkräder.
Future meint
Konkurrenz ist immer sehr gut für die Märkte, denn die Kunden haben dann mehr Auswahl. Das ist bei diesen Performance-Modellen auch nichts anderes als an der Käsetheke.
brainDotExe meint
Das stimmt. Ist nur die Frage ob Polestar genug Druck aufbauen kann, damit die Preise bei Audi, BMW und Mercedes sinken und wir als Kunden davon profitieren.
Future meint
Wenn Druck kommt, dann kommt er ganz sicher aus China. Da sind sich doch viele Experten hier einig. Natürlich könnten Brüssel oder Trump das noch in ihrem Sinne verändern.
brainDotExe meint
Wir reden hier von Segmenten, da reicht ein günstigerer Preis alleine nicht aus, die Leute müssen es auch kaufen.
Wenn die Leute dann das Konkurrenzprodukt von Polestar kaum kaufen bzw. Audi, BMW und Mercedes kaum bzw. keine Marktanteile im (High-) Performance Segment verlieren, entsteht auch kein Druck.
Somit müssten sie die Preise auch nicht senken, also kein Vorteil für uns Kunden.