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Polestar betont „größte Modelloffensive seiner Geschichte“

18.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 32 Kommentare

Polestar-5,-Polestar-4,-Polestar-2,-Polestar-7

Bild: Polestar

Polestar betont die „größte Modelloffensive in der Geschichte des Unternehmens“. Vier neue Fahrzeuge des schwedisch-chinesischen Elektroautobauers sollen in den kommenden drei Jahren auf den Markt kommen. Gleichzeitig gab die Marke bekannt, 2026 mit einem niedrigen zweistelligen Absatzwachstum sowie einer weiteren Vergrößerung des Vertriebsnetzwerks um 30 Prozent zu rechnen.

Bis 2028 plant Polestar die Einführung der folgenden neuen Modelle:

  • Polestar 5 – ein viertüriger Grand Tourer (GT), der 2025 präsentiert wurde und dessen erste Auslieferungen im Sommer 2026 erwartet werden.
  • Polestar 4 – eine neue Variante von Polestars aktuellem Bestseller. „Durch mehr Vielseitigkeit erhofft sich Polestar, eine breitere Kundengruppe anzusprechen“, heißt es. Die Markteinführung erfolge noch in diesem Jahr, mit geplanten Auslieferungen ab dem vierten Quartal 2026.
  • Polestar 2 – die nächste Generation der Limousine, die die Marke Polestar geprägt hat. „Ein komplett neuer Nachfolger, dessen Markteinführung Anfang 2027 geplant ist“, so der Hersteller.
  • Polestar 7 – ein kompaktes Premium-SUV, dessen Marktstart für 2028 vorgesehen ist.

„Wir richten uns auf das Zentrum des EV-Marktes aus“

„Nach unserem bislang besten Verkaufsjahr starten wir nun die größte Modelloffensive unserer Geschichte – mit vier neuen Premium-Elektrofahrzeugen innerhalb von nur drei Jahren“, erklärt CEO Michael Lohscheller. „Wir richten uns auf das Zentrum des EV-Marktes aus, dort, wo Kundennachfrage und Wertschöpfung besonders hoch sind. Zusammen mit dem weiteren Ausbau unseres Vertriebsnetzwerks und einer wachsenden Kundenbasis schaffen wir die Grundlage für profitables Wachstum und betriebliche Verbesserungen.“

Der Polestar 5 sei für das Unternehmen seine ‚Marke auf Rädern‘ und hebe Leistung und Luxus im Grand-Tourer-Segment auf ein neues Niveau. „Mit beeindruckender Fahrdynamik und einer leichten, verklebten Aluminiumplattform hat der viertürige GT bereits im Rahmen seiner Europa-Tour exzellente Resonanz erhalten“, berichtet Lohscheller.

Der Polestar 4 sei der aktuelle Bestseller. Ende dieses Jahres werde man eine neue Variante vorstellen. Mit diesem Fahrzeug setze Polestar „erneut neue Maßstäbe“. Der Polestar 2 bilde das Fundament der Marke mit über 190.000 verkauften Fahrzeugen. „Es ist äußerst aufregend, die nächste Generation dieses ikonischen Modells bereits nächstes Jahr und damit in Rekordzeit auf den Markt zu bringen. Das Fahrzeug, mit dem wir bekannt wurden, wird eine zentrale Rolle für unseren zukünftigen Erfolg spielen“, sagt der CEO.

„Wir betreten das größte EV-Segment Europas“

„Mit Polestar 7 betreten wir das größte EV-Segment Europas“, so Lohscheller weiter. „Kompakt-SUVs machten 2025 rund ein Drittel des gesamten Elektroauto-Volumens aus. Wir sind überzeugt, dass wir Kundinnen und Kunden ein progressives, performanceorientiertes Fahrzeug zu einem äußerst attraktiven Preis anbieten können – und das ‚Made in Europe‘.“

2025 sei ein Jahr kontinuierlicher operativer Fortschritte und Erfolge gewesen, erklärt der Firmenchef. „Mit unserem attraktiven Modellportfolio, der starken Unterstützung unserer Anteilseigner und Partnern mit Zugang zu modernster Technologie ist Polestar bestens positioniert, um zu den Gewinnern der Transformation in der Automobilindustrie zu gehören.“

Trotz eines herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds habe Polestar 2025 sein bislang bestes Vertriebsergebnis erzielt. Für 2026 erwartet das Unternehmen – „basierend auf einer zurückhaltenden Prognose“ – ein niedriges zweistelliges Wachstum des Absatzvolumens. Der Absatzmix dürfte sich weiter zugunsten des Polestar 4 entwickeln. Zudem will Polestar den Fokus stärker auf das Endkundengeschäft legen, unterstützt durch die Expansion des Vertriebsnetzwerks.

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Via: Polestar
Unternehmen: Polestar
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Simon meint

    18.02.2026 um 19:49

    Ein neuer 800V Polestar 2 mit dem Innenraum vom Volvo EX60 da wäre ich dabei. Das sind schöne Autos, aber schon sehr nah an Volvo.

    Antworten
  2. Aztasu meint

    18.02.2026 um 14:33

    Alles kommt bis 2027 nichts außer der Polestar 5 auf den Markt? Kann man den Laden nicht endlich mit Volvo zusammenschließen, was soll diese rumgeeiere? Wo steckt der Mehrwert für den Mutterkonzern, für Polestar und für die Kunden? Nur damit mehr Manager bezahlt werden können versucht man krampfhaft die Marke eigenständig zu halten? Ich verstehe es nicht

    Antworten
    • Future meint

      18.02.2026 um 15:16

      Polestar hat nur etwa 2.400 Mitarbeiter und ist damit sehr schlank aufgestellt. Eine Mehrmarkenstrategie gibt es ja bei vielen Konzernen. Ich vermute, dass damit unterschiedliche Zielgruppen in den Märkten bedient werden sollen.

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        18.02.2026 um 16:20

        Lustig, daß so eine Bemerkung ausgerechnet von einen Schreiberling von VW kommt – warum bündelt VW nicht die Kräfte all seiner Töchter unter einem Namen?
        Ach so, weil Škoda sich mittlerweile alleine besser verkauft, stimmt ja.

        Antworten
        • eBikerin meint

          18.02.2026 um 16:29

          Tja der Unterschied ist, dass Polestar 2025 weltweit gerade mal 60.000 Autos verkauft hat. Ich hoffe du verstehst den Unterschied.

        • Future meint

          18.02.2026 um 17:39

          VW wurde in 1938 gegründet und hat ein paar Jahrzehnte gebraucht.
          Jetzt lasst Polestar doch mal ein bisschen Zeit. Polestar wächst jedes Jahr doch deutlich und es ist auch genug Geld da.

        • M. meint

          20.02.2026 um 17:31

          „VW wurde in 1938 gegründet“

          Immer dieses Halbwissen.
          „In der Nachkriegszeit wurde 1949 durch Gründung der Volkswagen G.m.b.H. der Markenname Volkswagen gefestigt.“
          (Wikipedia)

          Die AG gibt es übrigens seit 1960.

      • MK meint

        18.02.2026 um 17:37

        @Future:
        Wobei es ja einen Unterschied zwischen „mehreren Marken“ und „mehreren Firmen mit eigenen Entwicklungsabteilungen und Plattformen“ gibt.
        VW macht es ja durchaus vor, wo ID.3 und Cupra Born auf einer Plattform mit gleicher Technik auf einem Band gebaut werden, aber durchaus auf Grund der Optik und der (softwareseitig eingestellten) Fahrdynamik unterschiedliche Kunden ansprechen. Drastischer sind die Unterschiede zwischen bei VW gebautem ID.4 und bei Skoda gebautem Elroq/Enyaq…wobei auch die sich aber bei Akkus, Motoren, Fahrwerk und Software die gleiche Technik teilen. So könnte es ja durchaus auch Geely bei Volvo/Polestar halten: Autos, die von außen durchaus deutliche Unterscheidungsmerkmale haben, sich vielleicht sogar in Karosserieform/Gesamtlänge des Fahrzeugs unterscheiden, unterm Blechkleid und unter der Nutzeroberfläche der Software aber auf den gleichen Baukasten zurückgreifen.

        Antworten
        • Future meint

          18.02.2026 um 18:02

          Keine Ahnung, wie Geely seine Merhrmarkenstrategie konkret aufgestellt hat. Wichtig ist ja, dass damit genug Geld verdient wird. Ich habe den Eindruck, dass Geely mit seinen Marken trotz massivem Wettbewerb gut vorankommt. Der BEV-Kuchen wird ja auch immer größer mit jedem Verbrenner, der weniger gebaut wird.

  3. CJuser meint

    18.02.2026 um 14:23

    Mal schauen, was der P7 wirklich für ein Fahrzeug wird. Wird der unterhalb vom P4 positioniert oder wird es ein verkleinerter P3 auf P4 Basis? Beim Nachfolger des P2 hoffe ich nur, dass etwas vom Design des P5 übernommen wird. Optisch gefällt der mir nämlich wirklich gut.

    Antworten
  4. M. meint

    18.02.2026 um 13:16

    Ein neuer P2 wäre mal angesagt, aber dank China-US-Software wie immer mit Vorsicht zu genießen. Wer weiß, wer auf die Daten später zugreift…
    Polestar wäre gut beraten, selbst was zu machen, oder auf Basis von OpenSource.

    Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      18.02.2026 um 16:22

      Kaufen aus den selben komischen Gründen die chinesischen Kunden (in China) die Autos deines Arbeitgebers zunehmend immer seltener?

      Antworten
      • M. meint

        18.02.2026 um 16:28

        Mein Arbeitgeber baut gar keine Autos.
        Daher schwer, etwas zur Tendenz bei deren Absatz zu sagen.

        Antworten
    • Simon meint

      18.02.2026 um 19:48

      Polestar setzt doch auf Google?

      Antworten
      • M. meint

        18.02.2026 um 21:09

        Dann eben komplett US-Datenkrake. Viel besser macht es das ja nicht.

        Antworten
        • Thorsten 0711 meint

          19.02.2026 um 08:40

          Ich wette, wenn das nicht Google Automative wäre sondern Apple Automative, würde man das mit der Datenkrake nicht oder selten hören.
          Dann wäre es das nächste „Big Thing“

        • M. meint

          19.02.2026 um 19:05

          Auch Apple unterliegt den US Patriot Act und dem Cloud Act.
          An der Stelle gibt es mal keinen Unterschied.
          Was Apple und Apps dort sammeln, muss jemand anderes beitragen.

  5. Gunnar meint

    18.02.2026 um 13:09

    Der neue Polestar 2 ist mMn der interessanteste, da es das günstigste Polestarmodell ist.

    Antworten
    • F. K. Fast meint

      18.02.2026 um 14:12

      … und das attraktivste.

      Antworten
      • Thorsten 0711 meint

        19.02.2026 um 08:41

        Sehe ich auch so! Der P2 ist immer noch sehr chic!

        Antworten
  6. David meint

    18.02.2026 um 12:58

    Potentielle Interessenten verstehen die Marke nicht. Viele andere sind gar keine potentiellen Interessenten, weil sie wissen, dass hier ein Chinese Autos anbietet. Ich denke jedenfalls nicht, dass dieses Dilemma durch noch mehr Fahrzeuge im Portfolio gelöst werden kann.

    Antworten
    • Future meint

      18.02.2026 um 14:19

      Und jetzt zu den Fakten:
      Polestar erzielte 2025 ein Rekordjahr mit 60.119 ausgelieferten Elektrofahrzeugen, was einem Wachstum von 34 % gegenüber 2024 entspricht. Trotz schwieriger Marktbedingungen steigerte sich der Absatz im 4. Quartal um 27 %. In Deutschland verzeichnete der Hersteller mit über 5.000 Neuzulassungen (+57,4 %) ein besonders starkes Wachstum.

      Fazit:
      Polestar ist auf einem guten Weg und wird sich von neidischem Gerede aus der Ecke der alten deutschen Autoindustrie nicht davon abbringen lassen.

      Antworten
      • David meint

        18.02.2026 um 15:43

        Wie immer biegst du die Wahrheit. Du weißt ganz genau, dass sie 155.000 Autos 2025 absetzen wollten. Das war Basis ihrer positiven Cashflow Prognose. Davon haben sie 40 % geschafft und mussten jetzt Anfang 26 wieder 400 Millionen aufnehmen. Das sind die Fakten.

        Antworten
        • Future meint

          18.02.2026 um 17:47

          Ambitionierte Ziele erreichen doch viele Hersteller nicht. Wichtig ist, dass genug Geld da ist. Wichtig ist auch, dass der Absatz der BEV steigt und das klappt bei Polestar. Insofern wird die Marke auch ganz eindeutig »verstanden«.

        • David meint

          19.02.2026 um 11:28

          Ich denke, das hast du selber gemerkt, dass ich dich da mal wieder ertappt habe. Ein Jahresziel nur zu 40 % zu erreichen, das kannte man in dieser Form nur von anderen Chinesen wie BYD.

        • Future meint

          19.02.2026 um 20:09

          Jahresziele halte ich für Marketing und PR. Aber ich war auch überrascht, dass Polestar um 34 Prozent gewachsen ist in 2025. Und die haben nicht mal 2.400 Mitarbeiter. Natürlich wird vermutlich nicht jede Geely-Marke überleben. Aber das ist ganz normal und das wissen auch die Investoren. Tesla oder Amazon haben doch auch viele Jahre bis zur Profitabilität gebraucht. Heute haben beide volle Taschen. Sobald das Ende der Verbrenner gekommen ist, werden wir sehen, wer (nur) mit den Elektroautos genug Geld verdient.

    • Powerwall Thorsten meint

      18.02.2026 um 16:26

      Wieso, dein Arbeitgeber versucht es doch auch mit immer mehr Modellen – auf Konzernenene kommen da wie viele zusammen?
      Klappt aber auch nur in Europa – Trend in Deutschland?
      Fakten: Januar 2026 -18%

      Antworten
  7. Deity meint

    18.02.2026 um 12:44

    Der Polestar 4 sei der aktuelle Bestseller. Ende dieses Jahres werde man eine neue Variante vorstellen. Mit diesem Fahrzeug setze Polestar „erneut neue Maßstäbe“.

    Worauf bezieht sich Polestar hier? Wird es eine neue Karosserievariante geben? –> kann mir gerade nur einen Kombi/Shooting Brake vorstellen.

    Oder bezieht es sich auf ein Plattformupdate –> Ähnlich wie Polestar 5, Volvo EX60 und ES90 auf 800V Antriebsstrang zu wechseln.

    Kann mir eigentlich nur zweiteres mit der neuen 800V Plattform vorstellen.

    Antworten
    • Envision meint

      18.02.2026 um 13:08

      Heckfenster wäre mal ganz nett nachdem der verantwortliche deutsche CEO ja gefeuert wurde – Ausschnitt dafür ist ja angedeutet da, elektrischer Rückspiegel mit notwendigen Nahfokus störte mich als Gleitsichtbrillenträger schon enorm, ansonsten war das Fahrzeug damals technisch und optisch echt gut, großer Akku, Siliziumkarbit Leistungselektronik. Cw ist leider bei allen Polestar eher am schlechteren Ende im Marktvergleich, da könnte man noch was holen.

      Antworten
      • Deity meint

        18.02.2026 um 14:30

        Das fehlende Fenster würde mich absolut nicht stören. Ist zumindest ein Alleinstellungsmerkmal ;D

        Leider war der Polestar 4 unglaublich ineffizient. Ich glaube das lag nicht nur am schlechten CW Wert, sondern China typisch auch am Antriebsstrang.

        Hier wäre die Hoffnung auf Besserung mit einer neuen Platform.

        Antworten
      • Thorsten 0711 meint

        19.02.2026 um 08:45

        Ich glaube auch, dass das fehlende Heckfenster in Verbindung mit dem digitalen Rückspiegel einige potentielle Kunden abschreckt.
        Neue Autos werden überwiegend von Älteren gekauft und die haben Probleme damit. Bin selber Brillenträger und damit ist das für mich raus.

        BTW erkenne ich den Sinn dahinter auch nicht.

        Antworten
    • Envision meint

      19.02.2026 um 11:32

      Ah, jetzt woanders gelesen, es kommt ein veränderter Polestar 4 – mit steileren Heckfenster – quasi als Kombi, gibt schon Teaser. Der bisherige weitergebaute wird dann in Polestar 4 „Coupe“ umbenannt, leider sonst wohl ohne viel technische Änderungen was ihn jetzt nicht unbedingt vorwärts bringt.

      Antworten

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