Subaru plant bis Ende 2028 mehrere neue Modelle – darunter laut AutoExpress auch ein „Halo“-Fahrzeug (Vorzeige-Modell), das die Marke emotional neu aufladen soll. Die Japaner sollen damit „alte Leidenschaften neu entfachen“ und an die sportliche Tradition anknüpfen wollen, für die man früher mit Performance-Limousinen und Rallye-Autos bekannt war.
Ziel soll es sein, diese Dynamik in die kommende Generation von Elektroautos zu übertragen und damit neue Begeisterung für die Marke zu schaffen. Nachdem der Hersteller mit robusten Kombis und SUVs insbesondere in Märkten wie den USA und Australien große Erfolge erzielt hatte, rückten Performance-Modelle in Europa zunehmend in den Hintergrund. Die Elektrifizierung könnte nun den Anstoß geben, dynamische Subaru-Modelle wiederzubeleben.
David Dello Stritto, Europa-Chef von Subaru, sieht in der Technik eine Chance für ein Comeback der sportlichen Ikonen. „Elektroautos kommen und machen Dinge möglich, von denen wir geträumt haben, sodass wir fast eine Wiedergeburt dieses blauen Autos mit der gelben Lackierung sehen“, sagte er. Auch wenn diese enthusiastische Fangemeinde in Europa nicht die größte Käufergruppe sei, übe sie weiterhin starken Druck auf den Hersteller aus.
Unternehmensintern wird ebenfalls anerkannt, dass Subaru im Performance-Segment lange abwesend war. Ein Insider sagte AutoExpress, man wisse, „dass Subaru lange aus dem Spiel war und es gut wäre, wieder einzusteigen“. Gleichzeitig sei es schwieriger, die emotionale Anziehungskraft eines früheren Modells wie des Impreza auf ein Elektroauto zu übertragen, da ein Teil der Begeisterung vom Motorgeräusch stammte. Zwar ermögliche der Elektroantrieb hohe Leistung, doch der Spaßfaktor sei schwieriger zu reproduzieren.
„Halo“-Modell könnte STi-Label tragen
Das mögliche Halo-Modell könnte das bekannte STi-Label tragen, ähnlich wie das 2025 präsentierte STi-Konzeptfahrzeug. Anders als die meisten kommenden Elektroautos der Marke dürfte dieses Modell intern entwickelt werden. Subaru arbeitet bei der Mehrheit seiner neuen Stromer eng mit Toyota zusammen, betont aber, dass jedes Modell stärker die eigene Markenidentität tragen soll. Als Beispiel nennt man 146 Unterschiede zwischen dem Solterra-SUV und seinem technischen Zwilling Toyota bZ4X.
Neben dem Solterra, der in diesem Jahr ein Facelift erhält, hat Subaru kürzlich den Uncharted vorgestellt – ein SUV, das technisch mit Toyotas C-HR+ verwandt ist. Bereits 2025 wurde der robuste e-Outback enthüllt, der in manchen Märkten Trailseeker heißt. Von den dem Bericht zufolge insgesamt sieben geplanten Elektroautos soll eines nicht nach Europa kommen. Das geplante Performance-Halo-Modell soll das einzige Projekt ohne Toyota-Beteiligung sein.
Die neuen Fahrzeuge sollen entweder in Segmente zurückkehren, in denen Subaru früher aktiv war, oder völlig neue Bereiche erschließen. Damit könnte auch eine Wiederbelebung kleinerer Modelle möglich werden.
Intern wird zugleich eingeräumt, dass Subaru bislang eine relativ kleine, markentreue Kundschaft bedient, die vor allem für Zuverlässigkeit und Robustheit zur Marke greift. Zudem sei das Unternehmen „bei Fahrzeugen und Technologie hinter der Kurve“. Der Wechsel zur Elektromobilität gilt als anspruchsvoll, weil typische Käufer von Modellen wie Outback, Forester oder Crosstrek nicht unbedingt auf Elektroautos umsteigen wollen.
Aus diesem Grund möchte Subaru seine Benzinmodelle so lange weiter anbieten, wie Nachfrage besteht. Vor allem der wichtige US-Markt spielt dabei eine Rolle, dort verkaufte die Marke im vergangenen Jahr rund 600.000 Fahrzeuge. Solange es die Gesetzgebung erlaubt, bleibt der Verbrennungsmotor deshalb dem Bericht zufolge Teil der Strategie.


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