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DIW-Experte sieht bei Elektroautos „noch eine Menge Luft nach oben“

25.03.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

VW-Elektroauto-Produktion-Zwickau

Bild: VW

Der Krieg im Iran verschärft die Unsicherheit über die Zukunft fossiler Energie und Mobilität und treibt zugleich die Preise für Benzin und Diesel in Deutschland deutlich über zwei Euro pro Liter. Diese Entwicklung belastet Verbraucher spürbar und rückt alternative Antriebe stärker in den Fokus.

Nach Einschätzung von Wolf-Peter Schill vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Elektromobilität zuletzt wieder etwas an Dynamik gewonnen. „Im letzten Jahr ist die Elektromobilität jetzt im Pkw-Bereich so ein bisschen wieder angezogen, nachdem das Jahr davor ein ziemliches Katastrophenjahr war“, sagt er im Gespräch mit rbb24.

Aktuell liegt der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen bei rund 19 Prozent, zuletzt sogar leicht darüber. Trotz dieser Entwicklung dominieren Verbrennungsmotoren weiterhin klar den Markt. „Das heißt aber auch vier von fünf neuen Autos hatten wirklich noch einen Verbrennungsmotor“, so Schill. Insgesamt machten Elektroautos lediglich etwa vier Prozent des gesamten Fahrzeugbestands aus. Entsprechend groß sei das Ausbaupotenzial.

Aus ökologischer Perspektive sieht Schill deutliche Vorteile bei elektrischen Antrieben, auch wenn deren Gesamtbilanz komplex bleibe. Emissionen entstünden zwar entlang der Wertschöpfungskette, etwa bei der Batterieproduktion. Dennoch betont er: „Aus Klimasicht sind Elektrofahrzeuge schon jetzt sehr viel besser als Verbrennungsmotor.“

Kritisch äußert sich der Energieökonom zur politischen Diskussion um Technologieoffenheit. Statt klarer Vorgaben würden uneindeutige Signale gesendet, etwa durch Debatten über ein mögliches Aufweichen des ab 2035 geplanten faktischen EU-„Verbrenner-Aus“. Dies könne den notwendigen Wandel bremsen.

Auch steigende Strompreise bereiten Sorgen. „Grundsätzlich wird auch der Strompreis, denke ich, im Zuge dieses Irankriegs bei uns steigen“, so Schill. Allerdings falle der Effekt für Endkunden meist schwächer und verzögert aus als bei Kraftstoffen. Entscheidend sei nun, gegenzusteuern. „Wichtig ist aber, dass wir darauf hinwirken, dass der Strom für die Endkundinnen und -kunden und vor allem für die Elektromobilität tendenziell billiger und nicht teurer wird.“

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Via: inforadio.de
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    25.03.2026 um 20:43

    Nach dem ersten Absatz hab ich aufgehört zu lesen… was ein Schmarn.
    Aktuell erleben wir Preisschocks das einen schlecht werden kann. MwSt. Erhöhung wird sogar von der Cxx nicht mehr dementiert. Dann kommt Inflation und krankenkassenbeiträge steigen. Vermutlich kommen allgemein Steuererhöhungen noch dazu.

    in so einem Umfeld macht der Normalo was bitte? Er soll seinen Verbrenner verkaufen? Der abbezahlt ist, noch TÜV hat? Um sich dann für 50T Euro ein lustiges E-Autolein kaufen? Das dann für 8 Euro, statt für 15 Euro je 100 KM kostet?… ne, na looogooo..

    schon mal was von stagflation gehört? Oder wird in den Schulen nur noch singen und klatschen unterrichtet?

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