ARI Motors erweitert sein Portfolio um den 458 Pro als Campingmobil – das nach eigenen Angaben kleinste Wohnmobil Deutschlands. Das Unternehmen aus dem sächsischen Borna liefert allerdings nur das Elektrofahrzeug, den Innenausbau müssen die Kunden selbst bewerkstelligen.
„Wir haben uns gedacht: Wir bauen Foodtrucks, Kühlfahrzeuge, Kipper und Winterdienstfahrzeuge, warum nicht auch das kleinste Wohnmobil der Welt?“, erklärt ARI-Motors-Mitgründer Thomas Kuwatsch. „Unsere Kunden haben schon immer kreative Ideen gehabt, was man mit einem ARI 458 alles anstellen kann. Jetzt liefern wir die Basis, den Rest überlassen wir ganz bewusst der Fantasie unserer Kunden.“
Der Kofferaufbau des 458 Pro bietet eine bauartbedingte Innenstehhöhe von rund 1,85 Metern und ist damit nicht für jedermann geeignet. Dafür passe das Campingmobil in nahezu jede Parklücke, durch jede Altstadtgasse und auf jeden noch so kleinen Stellplatz, wirbt der Hersteller. Angetrieben wird „das kleinste Wohnmobil Deutschlands“ vom bewährten 15-kW-Elektromotor des ARI 458 Pro mit knapp 20 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 70 km/h. „Schnell genug für die Landstraße, gemütlich genug für den Campingurlaub“, wirbt der Hersteller.
Je nach Energiespeicher stehen Reichweiten von bis zu 230 Kilometern zur Verfügung. Mit dem standardmäßigen LiFePO4-Akkupack mit 15 kWh sind 120 bis 180 Kilometer möglich. Die größere Variante mit 23,5 kWh bringt es auf 180 bis 230 Kilometer. „Bei Betriebskosten von rund vier Euro pro 100 Kilometer und günstigen Versicherungskonditionen bleibt dabei mehr Reisekasse für die wirklich wichtigen Dinge übrig: Grillkohle, Marshmallows und Campingplatzgebühren“, wirbt ARI.
Das Konzept des 458 Pro Campingmobil setzt konsequent auf den Selbstausbau. ARI liefert das E-Fahrzeug mit allem, was es für ein autarkes Camping-Erlebnis im Miniaturformat braucht: 230-Volt-Innensteckdosen, eine Solaranlage auf dem Dach, eine Zusatzbatterie für die Bordversorgung sowie eine Wasserversorgung mit Frisch- und Abwassertank.
Was nicht geliefert wird: Bettgestaltung, Tisch und Küchenzeile. Hier sind laut ARI die Kunden gefragt, selbst kreativ zu werden. „Schließlich ist auf 2,8 Quadratmetern Ladefläche jeder Quadratzentimeter ein Statement. Ob klappbares Bett, ausziehbare Küche oder minimalistisches Zen Interieur mit Meditationskissen – der ARI 458 Pro Campingmobil ist die wahrscheinlich kompakteste Leinwand für Camper-Träume.“
„Wir wissen, dass unsere Kunden mindestens genauso erfinderisch sind wie wir“, sagt Kuwatsch. „Und ehrlich gesagt sind wir selbst gespannt, was dabei herauskommt. Wir rechnen mit originellen und kreativen Campingausbauten. Für diejenigen, die dennoch direkt losfahren möchten, bietet ARI Motors als erfahrener Fahrzeugausbauer auch eine reduzierte Variante an, die die Grundbedürfnisse des Campings bereits ab Werk erfüllt.“
Der ARI 458 Pro Campingmobil soll ab dem 1. Mai 2026 bestellbar sein. Der Preis startet ab 25.530 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.







hu.ms meint
Für rentner-pärchen mit viel zeit und handwerklichen geschick zum selbstausbau eine günstiges angebot. Mind. 10k weniger als andere zum camper ausbaubare BEV.
200km am tag fahren – nachts wieder laden. Alles ganz entspannt !
eBikerin meint
Brutto 32K sind für dich ein günstiges Angebot? Für 30K bekommt man nen ID.Buzz mit gerade mal 50K Kilometer. Und für dne kannst dir sogar die Campermodule eibfach bei VANessa bestellen. Sind gar nicht so teuer.
Mary Schmitt meint
Eine chinesische Holzklasse für 32k, mit der du auf der Landstraße mit 70 untergehst und auf der Autobahn des Todes bist. Vor allem wird sie bei 70 locker 18 kWh/100 km verbrauchen. Das ist nämlich eine Schrankwand. Nach 100 km bist du in der Reserve und dann gehts 8 Stunden an die Haushaltssteckdose. Elektropionier-Vibes wie vor dreißig Jahren als BEV Bleibatterien hatten.
Zumal man wissen muss, das alles sind keine Begrenzungen durch die Klasse L7e. Der Akku zählt beim Gewichtslimit gar nicht mit, dürfte also unbegrenzt groß sein und 90 km/h ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. CCS/Typ2 wäre ebenso möglich.
Matthias meint
Selbst auf wenig befahrenen Straßen ist so eine widersprüchliche 70-km/h-Luxushundehütte ein LKW-ausbremsendes Ärgernis, und ohne Schnellladung ein Armutzeugnis für die Elektromobilität des Jahres 2026. Außer als Eisverkaufvehikel in Innenstadt und am Baggersee taugt das zu nix.
LIGHTstern Elektro-Camper meint
Klar, wir sind hier in Deutschland, und selbstverständlich muss hie erst mal wieder alles schlecht geredet werden. Man kann aber auch anerkennen – ohne die offensichtlichen „Herausforderungen“ wegzudiskutieren – dass es gerne mehr Unternehmen (bzw. Unternehmer, und nicht nur nörgelnde, besserwisserische Angestellte!) in diesem Land geben dürfte, die sich ab und zu mal trauen, so einen „Hirnfurz“ auf den Markt zu werfen.
Es würde dieses Land so viel besser machen, während die grundsätzliche Nörgelei absolut gar nichts besser macht …
Jeff Healey meint
Zustimmung, absolute Zustimmung.
eBikerin meint
Dann rede doch bitte eine Bruttopreis mit der großen Batterie von über 32.000 Euro mal gut. Da bin ich jetzt ehrlich gesagt gespannt.
LIGHTstern Elektro-Camper meint
Habe ich nicht gerade geschrieben, dass man die „Problemstellen“ nicht schönreden muss? Sag mal liest hier eigentlich auch mal jemand (und denkt womöglich gar nach!), bevor er/sie in die Tasten haut?
Paule meint
Ari Motors hat nichts zu verschenken. Schau dir mal die Geschäftszahlen und die Betriebsergebnisse an und du wirst feststellen, dass sie das prinzipielle Ziel eines Unternehmens, nämlich Gewinne zur erwirtschaften, erreichen. Für mich ist das der einzige Maßstab zu bewerten, ob geschäftliche Entscheidung wie Preise richtig sind.
Mir ist natürlich klar dass hier alles voll Spezialisten ist die die bereits nach einem kurzen Beitrag über ein Produkt wissen, was Ari Motors alles falsch macht.
Gernot meint
Ich möchte Dir ja im Grundsatz voll zustimmen und ich sehe für die Transporter, die Ari anbietet, viele praktische Anwendungsmöglichkeiten, auch wenn sie ihre Limits haben. Für kommunale Zwecke, Lieferverkehr, Handwerker sind viele Fahrzeuge von denen gut geeignet. Aber hier fehlt mir die Fantasie. Man will den Akku ja nicht auf null leerfahren und dann bleiben bei der kleinen Variante und mit dem Gewicht eines Camping-Ausbaus wahrscheinlich 80-100 km und danach sind 6-10 Stunden Laden angesagt. Und das Auto ist noch mal rund einen Meter kürzer als ein VW Id.buzz. Selbst Absetz-Kabinen für einen Pickup sind doppelt so groß und jeder, der die kennt, weiß, dass das Minimal-Camping ist.
Ich lasse mich wirklich gern vom Gegenteil überzeugen, aber da ich einige Erfahrung mit Campingaufbauten habe: Hier geht mir wirklich die Fantasie aus, wofür man das nutzen könnte
SB meint
Auf Unternehmen wie Ari Motors, die Chinaautos importieren, kann ich verzichten.
Was wir brauchen sind Unternehmer die hier investieren um zu entwickeln und produzieren. Ari machte es nicht besser, indem sie einen Kastenaufbau auf den SAIC spaxen.
E.Korsar meint
„[…] nur nörgelnde, besserwisserische Angestellte […]“
Das ist jetzt auch keine großartige Kommunikationskultur gewesen.
Tinto meint
Abgesehen davon dass ich mit meinen 1,88m sowieso nicht die Zielgruppe bin, aber für 27k so eine Kabine mit besseren Holzsitzen?
Die pure Dekadenz für Menschen denen gesunder Menschenverstand offensichtlich abhanden gekommen und Geld völlig egal ist.
Paule meint
Schwingt da ein wenig Neid auf Menschen mit, denen Geld „völlig egal“ ist? Auf die Freiheit, Entscheidungen treffen zu können ohne abwägen zu müssen, ob 30.000 € sich spürbar auf das Vermögen auswirken?
F. K. Fast meint
Süßes Fahrzeug. Die pragmatische Fahrerkabine bringt retro-vibes – Handbremshebel und Fensterheber in der Mitte finde ich gut. Schade, dass es so kleine Fahrzeuge in Deutschland so schwer haben (meist auch weil sie kein zeitgemäßes Crashverhalten haben). Die EU sollte sich etwas mehr Kei-Car wagen.
eBikerin meint
„Der ARI 458 Pro Campingmobil soll ab dem 1. Mai 2026 bestellbar sein. Der Preis startet ab 25.530 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.“ Dann kommen da noch 2500 Euro für die große Batterie drauf – denke man will ja vielleicht mal ein wenig weiter fahren.
Sind dann 27.300 Euro NETTO – sorry aber da muss man schon ein sehr großer Idealist sein.
Für den Preis finde ich bei einem bekannten Portal nen gebrauchten ID.Buzz – kann man dann auch selber ausbauen.
derJim meint
Dazu ist noch zu erwähnen, dass das Fahrzeug, zumindest der 458 Pro, nur mittels SchuKo geladen werden kann. Heißt also 10A / 2,3 kW maximal. Somit 10-80% ohne Ladeverluste und wirklich mit 10 A geladen, was noch unklar ist: 7 Stunden. Wenn er komplett leer ist sogar 10 Stunden. Heißt also best case 23 Kilometer pro Stunde. Man muss also wirklich ein sehr gemütlicher Camper mit Stromanschluss sein :D
hu.ms meint
Passt doch bestens zu über nacht laden.
derJim meint
Dann darf man aber nirgends unterwegs sein, wo die Campingplätze keinen Stromanschluß haben. Oder wenn sie welche haben, aber eben keiner mehr mit Strom verfügbar ist. So viel Abenteuer brauche ich im Urlaub dann auch wieder nicht 😉
derJim meint
Maximal 23,5 kWh und unter besten Bedingungen 180 bis 230 km Reichweite für ein Wohnmobil, was maximal 70 km/h fahren kann, was mitttels Sonderausstattung um Servolenkung und Klimaanlage aufgewertete werden kann und dann mit der „großen“ Batterie brutto ab knapp 34 k€ kostet und dann auch noch selbst ausgebaut werden muss, ist genau mein Humor. Ob sich da viele Käufer finden, darf bezweifelt werden. Obwohl das Format ja niedlich ist. Preis und Leistung passen da aber einfach nicht, finde ich. Erst recht nicht für ein einfachstes china-Gefährt.
ID.alist meint
Wozu dieser Verzicht auf alles? Und dann 5000-10000€ zu teuer. Da ist nichts in diesem „Wohnmobil“.
Paule meint
Ich finde das Angebot echt clever. Die Basis ist vorhanden, da muss man nichts neu entwickeln. Die Kabine bestellt man externen, haut 20% drauf, fertig.
Bis zum ersten Kauf halten sich die Kosten in Grenzen: ein paar Fotos für die Webseite, das war’s.
Wenn ein Kunde ein Exemplar bestellt, Kabine in Auftrag geben, nächste Woche abholen, draufschrauben, 100 € Abnahme, ausliefern, Geld verdient.
Wenn es niemand kauft, kann man das Angebot immer noch löschen.