Jaguar hat seine komplette Modellpalette eingestellt und wird künftig wenige, rein elektrische Automobile anbieten. Die erste von nach aktuellem Stand drei zukünftigen Baureihen wird aktuell noch fertigentwickelt. Der Hersteller verspricht insbesondere auch ein besonders gelungenes Fahrverhalten, das der traditionsreichen Marke gerecht werden soll.
„Bevor die Ingenieure von Jaguar mit der Neuausrichtung der Marke begannen, erinnerten sie sich an die Wurzeln der Marke. Um die dynamische Essenz eines echten Jaguar zu verstehen, starteten sie die Entwicklung mit Fahrten in ikonischen Modellen der Vergangenheit. Erst auf dieser Grundlage konnte das charakteristische Fahrgefühl in den neu interpretierten viertürigen luxuriösen GT übertragen werden“, heißt es in einer Mitteilung. „Das neue Modell vereint dabei zwei Charaktere in einem Fahrzeug: ein fesselndes Fahrerlebnis mit hohen Leistungsreserven sowie ein Höchstmaß an Raffinesse und Gelassenheit.“
„Zu Beginn haben wir bewusst einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt und Zeit hinter dem Steuer ikonischer Modelle aus unserer Vergangenheit verbracht, um wirklich zu verstehen, was einen Jaguar ausmacht“, so Matt Becker, Leiter Fahrzeugentwicklung bei JLR (Jaguar Land Rover). „Im Idealfall vereint ein Jaguar schon immer zwei Charaktere – Leistung und Komfort – in perfekter Balance. Das gilt auch für unseren neuen luxuriösen GT. Er verkörpert alles, wofür die Marke steht. Der Gründer von Jaguar, Sir William Lyons, sagte einst: ‚Fahren sollte Freude bereiten und keine Pflicht sein‘.“
„Hohe Leistungsreserven, kombiniert mit Raffinesse und Gelassenheit“
„Hohe Leistungsreserven, kombiniert mit Raffinesse und Gelassenheit. Diese Eigenschaften prägen den neuen viertürigen luxuriösen GT maßgeblich“, erklärt der Hersteller. „Ergänzt werden sie durch eine lange Motorhaube und eine flache Dachlinie, die eine klare visuelle Verbindung zu ikonischen Modellen der Vergangenheit herstellen und zugleich bewusst mit gängigen Designkonventionen für Elektrofahrzeuge brechen.“
Als Teil der Entwicklungsarbeit fuhren die Jaguar‑Ingenieure unter anderem den XK120, den E‑Type, das XJ Coupé V12, den XJS sowie die XJ Series I. „Der XK120 überzeugte durch seine souveräne Straßenlage und zeigte, dass der neue GT einen besonders geschützten, fahrerzentrierten Innenraum bieten muss“, so das Unternehmen. „Gleichzeitig soll er die aktuellen Leistungsmaßstäbe in seinem Segment übertreffen. Der E‑Type gilt bis heute als Inbegriff eines Jaguar ‑ komfortabel und entspannt, zugleich schnell und mit jederzeit abrufbarer Leistung. Besonders das XJ Coupé diente als zentrale Inspiration für die Fahrdynamik des neuen GT, da es Leistung und Komfort in idealer Balance vereint.“
„Ein Gefühl von Frische und Souveränität“
Der XJS, entwickelt für lange Distanzen bei hohem Tempo, vermittelte den Ingenieuren „ein Gefühl von Frische und Souveränität“, heißt es weiter. „Dieses Prinzip findet sich ebenfalls im neuen GT wieder: ein Fahrzeug, das Kurven mit Präzision durchfährt und zugleich Langstrecken mit höchstem Vertrauen meistert.“ Auch die XJ Series I – 1968 als „World Car of the Year“ ausgezeichnet – stehe für zeitlose Eleganz. Sie verkörpere zentrale Eigenschaften für die Zukunft von Jaguar: „Leistungsreserven gepaart mit außergewöhnlicher Raffinesse.“
Intelligentes Torque Vectoring und eine Tri‑Motor‑Architektur mit mehr als 1000 PS (736 kW) und über 1300 Nm Drehmoment werden laut Jaguar dafür sorgen, dass die Leistung jederzeit präzise dort anliegt, wo sie benötigt wird. Die zugrunde liegende Software reagiere innerhalb von Millisekunden und ermögliche „ein besonders direktes und fesselndes Fahrerlebnis“. Eine dynamische Luftfederung in Kombination mit aktiven Doppelventil‑Dämpfern optimiere zusätzlich den Fahrkomfort. Die für Jaguar typische Gelassenheit bleibe dabei jederzeit erhalten.
„Von Beginn an war unser Ziel, einen echten Jaguar zu entwickeln. Dafür haben wir uns bewusst mit der Herkunft der Marke auseinandergesetzt und sind einige der bedeutendsten Modelle der vergangenen 90 Jahre selbst gefahren. Diese Erfahrung hat uns eine klare Richtung gegeben und dazu beigetragen, den technologisch fortschrittlichsten Jaguar zu schaffen, der je entwickelt wurde“, sagt Rawdon Glover, Jaguars Managing Director. Der viertürige luxuriöse GT werde im September vorgestellt.







Dr.med.dent. Andreas Geiger meint
Diese, potthässliche Scheusslichkeit, soll Begeisterung wecken? Halten die Designer die potentiellen Kunden für hirnamputiert? Man schaue sich einmal die eingestellten Modelle an. Das waren Autos, die schön waren und Begeisterung weckten. Jaguar soll sich fähige Designer ins Haus holen und keine derartigen Loser, denen anscheinend jegliches Empfinden für Aesthetik abgeht. Mit dieser automobilen Abartigkeit wird der Abstieg von Jaguar beschleunigt und der Ruin angepeilt. Solche Jaguar-Autos wünscht sich niemand.
Elvenpath meint
Übrigens: Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der XJ einer der seltenen Coupés ist und keine Limousine.
Future meint
Was hat man sich hier in diesem Blog immer wieder lustig gemacht über die Entwürfe für den neuen Jaguar. Dann wurde das Auto bei der Art Miami und. icht auf einer Automobilmesse gezeigt und die Stimmung hat sich langsam verändert. Nun gibt es also einen weiteren elektrischen Luxussportwagenbauer und wir werden beobachten, ob den alten oder ganz neuen Zielgruppen dieses Konzept gefällt. Wichtig ist einfach, dass dieses Segment der Automobilindustrie endlich nur noch elektrisch unterwegs ist. Die Verbrennerspielzeuge können dann im Technikmuseum oder in der Scheune bewundert werden.
Tinto meint
Auf der Miami Art Week präsentieren schon seit Jahren verschiedene Autohersteller ihre neuen Fahrzeuge, zb. Alfa, BMW, Porsche. Absolut nichts neues was Jaguar hier macht.
Future meint
Eben. Nach der Präsentation auf der Kunstmesse verstummte auch sofort die ganze Kritik, weil die Leute hier die Kampagne nicht verstanden hatten. So ist das doch häufig. Natürlich machen das auch andere Hersteller so, die nah an ihrer Zielgruppe sein wollen.
Horst Feuser meint
Ich hör nur Marketinggeschwafel…
McGybrush meint
Was machen die Damaligen Händler aktuell egtl?
Die alle weg und die fangen bei 0 an ein neues Netz auf zu bauen?
Dr.med.dent. Andreas Geiger meint
Ich vermute, diese Händler werden zu anderen Marken gewechselt sein. Meine Meinung: Diese Händler werden nicht zu Jaguar zurückkehren. Einmal verraten und verkauft von Jaguar, das Vertrauen ist weg.
Elvenpath meint
Krass, wie groß die Autos heutzutage sind. Die „Ahnen“ auf dem Foto sehen voll klein aus, gegenüber dem neuen Modell.
Envision meint
Kann sich jeder fühlen wie Bat Man in seinem Mobil – elektrische Bescheidenheit sieht auf jeden Fall anders aus und der verantwortliche Manager wurde mittlerweile auch gefeuert und scheinbar quasi vom Hof gejagt, zumindest war es wohl kein sanfter Abgang.
Future meint
Der Flächenverbrauch wird ja nicht nur beim Auto immer größer im Vergleich zur schönen Vergangenheit. Beim Wohnen ist es ja ganz ähnlich. Die Ressourcenverschwendung steigt ebenfalls entsprechend stark an.
David meint
Entfernt, da themenfern. Die Redaktion.
M. meint
Diese Tarnfolie muss etwas ganz, ganz wesentliches verbergen.
Sonst ergibt der PR-Buchstabensalat einfach keinen Sinn.
Future meint
Es geht im Marketing immer um diese ganzen Emotionen – daher steht das auch alles so im Text. Ich verstehe allerdings auch nicht, warum Autos heute immer noch mit den vielen Emotionen verknüpft werden müssen. Früher war das aber wohl immer so üblich.
M. meint
Nein, es ging um die Aussage, sich bei diesem neuen Auto an früheren Autos orientiert zu haben.
Und es ist einfach nicht erkennbar, was das sein soll, was frühere Jaguar und dieser massive Klotz gemeinsam haben – von einer langen Motorhaube mal abgesehen, da hat man jedes vorherige Modell übertroffen.
Alles andere muss sich also unter dieser Folie verbergen.
Future meint
Heute muss vermutlich alles »klotzig« sein beim Automobil, wenn es besonders wirken soll. Im Vergleich zu früher, sind heute doch alle Autos viel größer, breiter, länger. Die Menschen gewöhnen sich offenbar daran. Wer also auffallen will, der muss es noch etwas größer machen. Den Zielgruppen in den Märkten wird es vielleicht gefallen.