Kia erweitert seine „Platform Beyond Vehicle (PBV)“-Modellpalette um den PV5 Cargo mit Hochdach (L2H2) und den kürzeren PV5 Cargo L1H1. Die beiden neuen Varianten des PV5 Cargo sollen die PBV-Strategie der Südkoreaner stärken, indem sie Konfigurationen bieten, die auf unterschiedliche Einsatzprofile zugeschnitten sind: hohes Laderaumvolumen und innerstädtische Logistik. Informationen zur Markteinführung und weitere Details zu den Spezifikationen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
PV5 Cargo L2H2: Raum für mehr Ladung
Gegenüber dem Ende 2025 eingeführten PV5 Cargo L2H1 bietet die neue Hochdachversion PV5 Cargo L2H2 (Artikelbild) mehr Laderaumvolumen. Der im S-Van-Segment angesiedelte Elektrotransporter verfügt über einen 2255 Millimeter langen, 1815 Millimeter hohen und 1565 Millimeter breiten Laderaum mit mehr als fünf Kubikmetern Fassungsvermögen (nach VDA) – „eine Kapazität, die üblicherweise eher im M-Van-Segment zu finden ist“, wirbt Kia. „Damit richtet sich das Hochdachmodell an Kunden, die einen Transporter mit einem ausgewogenen Verhältnis von Fahrzeuggröße und Nutzlastkapazität suchen.“
Die L2H2-Variante mit Hochdach bietet darüber hinaus funktionale Verbesserungen. Dazu gehören je nach Sonderausstattung beziehungsweise Zubehör zum Beispiel eine Durchgangsmöglichkeit vom Fahrerbereich zum Laderaum, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen, sowie ein Airline-Schienensystem, das eine sichere, anpassbare Fixierung der Ladung und damit unterschiedliche professionelle Anwendungen ermöglicht. Flexibilität bietet laut Kia auch die Fahrerkabine, die statt mit zwei Einzelsitzen optional auch mit einer dreisitzigen Bank bestellt werden kann.
PV5 Cargo L1H1: „Bereit für die City“
Den PV5 Cargo L1H1 hat der Hersteller für urbane Logistik und Serviceflotten optimiert. Er verfügt über einen kompakteren Laderaum mit einem Volumen von gut vier Kubikmetern und soll durch diese Abmessungen ein effizientes Beladen und gute Manövrierbarkeit auf engem Raum ermöglichen.
„Mit der Einführung des PV5 Cargo Hochdach und des PV5 Cargo Standard erweitern wir unser PBV-Angebot, um ein breiteres Spektrum professioneller Einsatzmöglichkeiten in Europa abzudecken“, sagt Erhan Eren, PBV-Direktor bei Kia Europe. „Die verschiedenen Varianten stehen für einen Ansatz, der es Kunden ermöglicht, die Fahrzeugspezifikationen an ihre betrieblichen Anforderungen anzupassen. Die Hochdachvariante bietet ein größeres Ladevolumen und zusätzliche Funktionalität für anspruchsvollere Anwendungen, die kürzere Variante ermöglicht einen effizienten Einsatz in Innenstädten, wo Wendigkeit ausschlaggebend ist.“
Bewährte Plattform
Wie der PV5 Cargo generell basieren die neuen Varianten auf der Kia-Plattform E-GMP.S (Electric Global Modular Platform for Service). Diese Architektur für elektrische leichte Nutzfahrzeuge (eLCVs) gewährleiste Modularität, Langlebigkeit und die Integration von fortschrittlichen Konnektivitäts- und Flottenmanagementsystemen, so die Südkoreaner.
Für beide Varianten stehen drei Batterien mit Kapazitäten von 43,3, 51,5 oder 71,2 kWh zur Wahl. Außerdem unterstützen beide das Laden von Wechselstrom (AC) mit 22 kW. Die maximale Reichweite beträgt bei der Hochdachvariante bis zu 372 Kilometer und beim Standardmodell bis zu 392 Kilometer (jeweils nach WLTP).
Die PV5-Modellpalette beinhaltete bisher neben dem PV5 Cargo L2H1 den PV5 Passenger als Fünfsitzer (weitere Konfigurationen mit mehr Sitzplätzen sollen folgen), den PV5 Chassis Cab, ein Fahrgestell mit Fahrerhaus, und Umbauversionen wie den PV5 Crew Van. Aufbauend auf dieser Grundlage will Kia seine PBV-Strategie mit der Einführung des PV7 im Jahr 2027 und des PV9 im Jahr 2029 ausweiten und damit seine PBV-Modellpalette vervollständigen.

Miro meint
Cool wäre, wenn da jemand mal nen Cameprausbau damit anbietet.
derJim meint
Sehr gut! Ich warte schon sehnsüchtig auf die Vorstellung des 7-Sitzers. Der soll auch bald kommen.