Das für moderne Staubsauger und Haushaltsgeräte bekannte Unternehmen Dreame Technology hat in den USA den Nebula Next 01 Jet Edition offiziell vorgestellt. Das Unternehmen sieht sich als globales High-End-Technologieunternehmen und will künftig auch leistungsfähige Elektroauto bauen.
Der Nebula Next 01 Jet Edition ist den Angaben zufolge ein „raketengetriebenes“ Elektroauto. Es verfügt über ein speziell entwickeltes „Dual-Feststoffraketen-Booster-System“, das in 150 Millisekunden reagiert, eine Spitzenschubkraft von 100 kN erzeugt und den Sprint von 0 auf 100 km/h in 0,9 Sekunden ermöglichen soll.
Zusammen mit dem Super-Elektroauto präsentierte Dreame DHX1. Dabei handelt es sich um die erste LiDAR-Einheit, die im Rahmen des Nebula-Next-Programms mit Partnern entwickelt wurde. Dreame beschreibt das System im Hochleistungsmodus als deutliche Weiterentwicklung gegenüber herkömmlichen LiDAR-Systemen. DHX1 soll Straßensituationen und Hindernisse detaillierter erfassen als konventionelle Systeme. Genannt werden unter anderem Schlaglöcher, kleine Steine, Verkehrsschilder und Bewegungen von Fußgängern.
Im Drive-Next-Segment wurde außerdem Dreames Plattform für autonomes Fahren vorgestellt. Sie basiert auf einer Architektur der dritten Generation. Zur Produktlinie gehören eine L2++-Lösung für urbane Navigation „von Parkplatz zu Parkplatz“ und eine L3+-Lösung, die für vollständig fahrerloses autonomes Fahren ausgelegt ist.
Das präsentierte Elektroauto nutzt zudem neue Cell-To-Pack-Batterieintegrationstechnologie. Diese entfernt die traditionellen Querträger und Längsträger aus dem Akkupack, um vertikalen Raum im Chassis freizugeben.
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Dreames Einstieg in intelligente Fahrzeuge reicht nach Angaben des Unternehmens mehr als ein Jahrzehnt zurück. In den frühen Tagen des „SkyAxis“-Progra,m an der Tsinghua University beschäftigten sich demnach Gründer Yu Hao und sein Team mit autonomem Fahren. Die Nebula Next 01 Jet Edition wird als Produktisierung von mehr als zehn Jahren Technologieentwicklung dargestellt.
Dreame Technology wurde 2017 gegründet. Das Unternehmen betont sein Know-how in den Bereichen „digitale Hochgeschwindigkeitsmotoren“, KI-Algorithmen sowie Robotersensorik und -steuerung. Diese Technologien habe man bereits erfolgreich auf elektrische Antriebssysteme für Automobile, intelligente Cockpits und autonomes Fahren übertragen. „Dieses solide Patentportfolio unterstützt die Pläne des Unternehmens in der Automobilindustrie“, heißt es. Darüber hinaus würden die umfangreichen globalen Vertriebskanäle von Dreame einen bedeutenden Vorteil für die Expansion seines Automobilgeschäfts im Ausland darstellen.
Auf der Messe CES in den USA zeigten die Chinesen Anfang des Jahres ihr erstes Modell als Konzeptfahrzeug. Der viertürige Sportwagen Dreame Nebula 1 erzeugt mit vier Motoren 1399 kW/1902 PS und soll damit in 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Im nächsten Jahr soll das erste Elektroauto von Dreame marktreif sein. Für den Sportwagen versprechen die Entwickler neben der sehr hohen Leistung unter anderem auch ein aktives Aerodynamik-Kit. Zur Batterie und Reichweite werden noch keine Angaben gemacht, auch nicht nur Höchstgeschwindigkeit.

M. meint
Völlig überflüssig und eigentlich lächerlich, aber wer es braucht…. der kann’s vielleicht bald kaufen.
Tipp: Reservierungsgebühr beim Technologieführer zurückfordern.
Future meint
Es ist interessant, dass die Chinesen den Supersportwagen in USA präsentieren. Die CES ist natürlich der richtige Ort dafür. Allerdings werden die Amerikaner das Auto wohl nie kaufen können, falls die Serienproduktion überhaupt gelingen sollte. Die USA haben ja Zölle von über 100 % auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge verhängt, was den Import für chinesische Hersteller wirtschaftlich vollkomemn unattraktiv macht. Ab dem Modelljahr 2027 wird dann der Verkauf von vernetzten Fahrzeugen, die Software oder Hardware aus China verwenden, ebenfalls verboten. Sicherlich wäre das auch eine Option für Europa, um die heimische Industrie noch stärker zu schützen.
David meint
Das ist der Todeskuß für den Roadster von Tesla. Die Chinesen bringen ein technisch überlegenes Alternativmodell, das man bereits besichtigen kann und mit 0,9 Sekunden auf 100 den Tesla distanziert, wenn man beide Papierwerte miteinander vergleicht. Ich sehe auch keinesfalls einen Imagevorteil von Tesla. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.
Wenn man mich fragt, welches der beiden Fahrzeuge es eher auf die Straße schafft, bin ich auch bei den Chinesen. Denn der Tesla Roadster hat seine Termine um sechs Jahre überzogen und der Chinese noch gar nicht.
ID.alist meint
LOL
Jetzt wird es eine China Tesla Roadster Kopie vor dem Tesla Roadster geben.
ROFL
M. meint
Ist wohl kaum eine Kopie, wenn sie vor dem „Original“ kommt.
Nur die Idee mit den Raketen… aber was nutzt eine Idee alleine…
Gernot meint
Ein Auto mit „Dual-Feststoffraketen-Booster-System“ kann per se kein Elektroauto sein. Es ist bestenfalls eine neue Form von Hybrid – eine Hybrid-Form, die niemand braucht, weil deren Alltagsnutzen bei Null liegt.
Ansonsten sollte man Dreame nicht unterschätzen. Die sind mit Xiaomi verbandelt, stark in Technologie und vor allem in der Produktion. In China mischt Xiaomi mit seinen beiden Modellen den Markt auf. Offenbar hat Xiaomi in der Produktion einen Automatisierungsgrad umgesetzt, der alle anderen Anbieter inkl. Tesla weit übertrifft. Wer sich auf dem härtesten Markt der Welt durchsetzt, wird auch global eine Gefahr für alle etablierten Hersteller werden.
Futureman meint
Denke auch, dass Xiaomi hier von vielen noch unterschätzt wird. Was die alleine in den letzten 2 Jahren an Weiterentwicklung in neueste Version gesteckt haben, übertrifft bei weitem die Entwicklung aller europäischer Hersteller. Sie können nur froh sein, dass die Produktionszahlen noch nicht ausreichen, um nach Europa zu expandieren. Allerdings soll es 2027 soweit sein. Währenddessen kämpft die Regierung für eine Aufweichung des Verbrennerverbots ab 2035.