Mercedes-Benz plant für eine kommende kleine Variante der G-Klasse-Reihe einen Ansatz mit zwei Antriebstechnologien. Ziel ist es, mit dieser neuen, unterhalb des ikonischen Geländewagens G angesiedelten Modellreihe zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.
Das angekündigte SUV soll sowohl mit einem Verbrennungsmotor als auch mit einem rein batterieelektrischen Antrieb angeboten werden. Dies wurde von Mercedes-AMG CEO Michael Schiebe gegenüber Automotive News bestätigt. Die Entscheidung für beide Antriebsarten basiere auf Diskussionen über die weltweite ungleichmäßige Einführung von E-Autos sowie auf Rückmeldungen aus den USA.
„Das eindeutige Feedback unserer US-Händler, die wir von Zeit zu Zeit befragt haben, lautete, dass wir eine Version mit Verbrennungsmotor brauchen“, so Schiebe im Mai im Gespräch mit Medien in den Vereinigten Staaten. „Wir sagten: ‚Ja, okay. Dann nehmen wir eine Version mit Verbrennungsmotor ins Programm.‘ Sie muss über ausreichend Leistung verfügen, und das wird definitiv umgesetzt.“ Ob es eine Hybridlösung sein wird, bleibt abzuwarten.
Mercedes glaubt an Elektro als alternativen Antrieb
Schiebe zeigt sich überzeugt, dass in Europa eine starke Nachfrage nach der Elektro-Version bestehen wird. Er verwies auf die Einführung der kompakten Limousine CLA in Europa, bei der ein deutlich höherer Anteil der Kunden die rein elektrische Variante wähle. Der jüngste CLA auf einer vorrangig für Vollstromer entwickelten neuen Plattform habe die „alltägliche Nutzbarkeit von Elektroautos“ demonstriert. Das Konzept zeige, wie ein ausgewogener Ansatz unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden kann.
Ein offizieller Termin für die Markteinführung des „Baby-G“ wurde von Schiebe nicht genannt. Berichten von Automotive News zufolge wird die Erweiterung der G-Klasse-Reihe um eine zweite Baureihe für das erste Halbjahr 2027 erwartet. Es bleibt jedoch unklar, ob beide Antriebsarten für das kleine SUV bereits zum Verkaufsstart verfügbar sein werden. Der endgültige Name steht noch nicht fest.
Die klassische G-Klasse gibt es seit 2024 auch in einer E-Auto-Version. Berichten zufolge ist die Nachfrage nicht sehr groß. Der Hersteller selbst zeigt sich jedoch zufrieden und plant weiter mit dem Antrieb. Im März wurde der G 580 mit EQ Technologie für das Modelljahr 2026 mit Verbesserungen ausgestattet: etwas mehr Reichweite, eine bessere maximale DC-Schnellladeleistung und ein optional angebotener 22-kW-Bordlader für schnelleres AC-Laden sowie kleinere optische Neuerungen.

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