Nach der kürzlichen Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung planen der europäische Autoriese Stellantis und die chinesische Dongfeng Group einen weiteren Ausbau ihrer seit 34 Jahren bestehenden Partnerschaft. Ziel ist die Gründung eines in Europa ansässigen Gemeinschaftsunternehmens für den Verkauf, den Vertrieb, die Produktion, den Einkauf und die Entwicklung von Dongfeng-Fahrzeugen mit alternativen Antrieben („NEVs“), wobei der Fokus zunächst auf ausgewählten Märkten in Europa liegen soll.
Im Rahmen des geplanten Vorhabens beabsichtigen die Partner, ein neues, in Europa ansässiges und von Stellantis mit einer Beteiligungsquote von 51:49 geführtes Joint Venture zu gründen. „Das neue Unternehmen hätte die Verantwortung für den Vertrieb der Premium-NEVs der Marke Voyah von Dongfeng in bestimmten Märkten Europas und könnte das starke Netzwerk sowie die After-Sales-Expertise von Stellantis nutzen“, heißt es. Und weiter: „Das neue Unternehmen würde zudem gemeinsame Einkaufs- und Engineering-Aktivitäten bündeln und dabei auf das äußerst wettbewerbsfähige chinesische NEV-Ökosystem von Dongfeng zurückgreifen.“
Die Partner erwägen außerdem unter Einhaltung der europäischen Vorschriften und der Anforderungen von „Made in Europe“ die potenzielle Produktion von Dongfeng-Fahrzeugen mit alternativen Antrieben im Stellantis-Werk Rennes in Frankreich.
„Die Pläne, die wir heute bekannt geben, heben unsere kürzlich verstärkte Kooperation mit Dongfeng auf eine völlig neue Ebene einer internationalen Partnerschaft zum Nutzen der Kunden auf der ganzen Welt“, sagte Stellantis-CEO Antonio Filosa. „Mit diesem neuen Kapitel unserer Zusammenarbeit werden wir unseren Kunden eine noch größere Auswahl an wettbewerbsfähigen Produkten und Preisen bieten, indem wir das Beste aus der globalen Präsenz von Stellantis mit dem Zugang von Dongfeng zu Chinas fortschrittlichem Ökosystem für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verbinden.“
„Dongfeng wird die Partnerschaft mit Stellantis weiter festigen und ausbauen und sich dabei eng an Chinas nationalen Strategien der umfassenden Öffnung und der Stabilisierung von Auslandsinvestitionen, Unternehmen und Beschäftigung ausrichten“, so Qing Yang, Vorsitzender von Dongfeng. „Dies entspricht auch den Entwicklungsbedürfnissen beider Anteilseigner. Durch die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Markenbildung und globale Märkte wird das Joint Venture einen größeren Mehrwert erschließen, die globale Expansion von Dongfeng beschleunigen und die globale strategische Neuausrichtung von Stellantis sowie die Präsenz in China unterstützen.“
Vor wenigen Tagen hatten Stellantis und Dongfeng die Stärkung ihres langjährigen chinesischen Joint Ventures Dongfeng Peugeot Citroën Automobile Co., Ltd („DPCA“) bekannt gegeben, das ab 2027 in seinem Werk in Wuhan komplett neue NEVs der Marke Peugeot und Jeep® für den Export auf den Weltmarkt produzieren soll. Seit seiner Gründung hat das Joint Venture DPCA in China den Angaben zufolge über 6,5 Millionen Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën für den Inlands- und Weltmarkt produziert.

Egon_meier meint
Stellantis ist und bleibt der ultimative Handlanger für chinesische Konzerne.
Man kriegt selbst nichts im BEV-Bereich hin und füllt sein Säcklein dann mit Handlangerdiensten.