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Neuer Porsche-Chef Leiters: 911er wird nie ein Elektroauto

11.06.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 15 Kommentare

Porsche-911-Michael-Leiters

Bild: Porsche

Michael Leiters ist seit diesem Jahr Porsche-Chef. Nun hat er ausgeschlossen, dass die Sportwagen-Ikone 911 künftig mit einem rein batterieelektrischen Antrieb ausgestattet wird. Der Fokus der Entwicklung soll stattdessen auf Verbrennungs- und Hybridtechnologien liegen. Die Baureihe, die seit 1963 am Markt ist, soll durch technologischen Fortschritt in diesen Bereichen erhalten bleiben.

Leiters betonte laut dem Portal Heise bei einer Veranstaltung von Auto, Motor und Sport, dass Porsche dort in Elektromobilität investieren wolle, wo es sinnvoll sei und Kunden dies wünschen. Die Volkswagen-Tochter stehe für Technologieoffenheit. Mit dem Modell Taycan sei die Marke 2019 ein „Pionier der Elektromobilität“ gewesen – wobei Leiters mit Blick auf den Hochlauf der E-Mobilität anmerkte, dass man vielleicht etwas zu früh gewesen sei.

Die Strategie von Porsche ziele nicht auf Kostenführerschaft ab, sondern auf die Bereitstellung der besseren, überzeugenderen und emotionaleren Produkte. Während der 911 als Verbrenner sowie seit 2025 auch mit Hybridantrieb existiert, umfasst das E-Auto-Angebot bereits die Sportlimousine Taycan inklusive Shooting-Brake-Varianten sowie die SUV-Modelle Macan Electric und Cayenne Electric.

Nach einer Strategieänderung unter dem ehemaligen CEO Oliver Blume soll das Angebot an Verbrennungsmotoren künftig wieder ausgeweitet werden. Für diese Umsetzung ist seitens des Unternehmens eine Investition in Milliardenhöhe erforderlich. Der zuvor bei McLaren, Ferrari und einst auch schon bei Porsche tätige Michael Leiters hat die Leitung des deutschen Sportwagenbauers im Januar 2026 von Blume übernommen. Letzterer konzentriert sich damit auf den Chefposten der gesamten Volkswagen-Gruppe.

Für das Gesamtjahr 2026 geht Porsche von einem E-Auto-Anteil zwischen 24 und 26 Prozent aus. Ursprünglich peilte man bis 2030 einen E-Anteil von über 80 Prozent an. Wegen der weniger dynamisch als erwartet verlaufenden Nachfrage verlängert die Marke jedoch die Laufzeit von Verbrennern und gibt eine eigene Akkufertigung auf. Die neuesten, rein elektrischen Generationen von Macan und Cayenne erhalten Verbrenner-Pendants. Und das geplante SUV-Modell K1 kommt mit klassischen und Hybridantrieben statt als Vollstromer. Ob auch die als E-Autos konzipierten neuen 718-Sportwagen Verbrenner-Alternativen erhalten, bleibt abzuwarten. Die Zukunft der bisher maximal plug-in-hybriden Oberklasselimousine Panamera ist ebenfalls noch offen.

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Via: Heise
Tags: Porsche 911Unternehmen: Porsche
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    11.06.2026 um 12:33

    Das sind die Statements, die man heute hören will. Denn man muss sich nichts vormachen: Die heutige Kundschaft ist nur zu einem kleinen Teil für das Elektroauto bereit. Das hat mit Porsche gar nichts zu tun, auch am anderen Ende MG und BYD sind lange von 100 % BEV auf 50 % und weniger abgesackt. Es ist eine Realität und zu der passen die aktuellen Statements. Natürlich wird er in zehn Jahren dafür ausgelacht, weil der 911 dann elektrisch ist. Nur jetzt ist jetzt. Da erwartet die Kundschaft solche Äußerungen.

    Antworten
  2. CJuser meint

    11.06.2026 um 12:26

    Schade. Vermutlich wollen das aber aktuelle Kaufinteressenten hören. Langfristig mit Sicherheit aber keine Option, hier den Elektroantrieb komplett auszuschließen. Der 911er besteht ja nicht nur aus den GT- und Turbo-Modellen, wo den Kunden die Spritpreise vielleicht egal sind. Alternativ wäre vielleicht zusätzlich ein elektrischer GT (2-Türer, 2+2 bzw. 4-Sitzer) interessant – hatte man damals ja auch als Frontmotor-Modell neben dem 911 – und vom 911er nur noch die Topmodelle (>200t Euro) anbieten. Ähnlich soll es ja auch beim 718 laufen.

    Antworten
  3. cbzac meint

    11.06.2026 um 11:55

    Inhaltlich ohne Argumente, denn der Kunde kauft was gut ist. Mir persönlich wäre ein unnötig lauter Sportwagen, der trotzdem schlechter beschleunigt als ein Model 3 peinlich. Ein Porsche 9e11 o.ä. hätte das Portfolio sinnvoll in die Zukunft getragen ohne die Marke zu schwächen.
    So muss sich Porsche von einem MG Cyberster (70K€ trotz 45,3% Zollanteil, 3,2s 0-100 und >500km WLTP) vorführen lassen.
    Michael Leiters ist der falsche Mann zur falschen Zeit, wie so viele Manager in diesem Bereich.
    Da spüre ich erhebliche Kodak, Nokia und Blackberry-Vibes!

    Antworten
  4. MrBlueEyes meint

    11.06.2026 um 11:12

    Gerade Porsche-Fahrer haben um die 80% die Möglichkeit, zu Hause zu laden… sind also prädestiniert für ein Elektroauto…

    Solche „Chefs“ werden Porsche noch gänzlich ruinieren… aus dem DAX sind sie ja schon raus… Schuld daran werden dann natürlich irgendwelche dümmlichen „Argumente“ wie Bürokratie, Energiepreise oder oder oder sein… oder schlimmstenfalls der Kunde, der dann die Produkte „nicht versteht“… es ist ein Trauerspiel…

    Wir haben durch alle Schichten hindurch ein echtes Bildungsproblem in Deutschland…

    Antworten
  5. Elvenpath meint

    11.06.2026 um 10:48

    Dann wird es irgendwann eben keinen 911er mehr geben. Wer zurückbleibt, wird zurück gelassen. Aber ist vielleicht auch gut so. Der „Mythos“ 911 hat sich eh schon ziemlich tot gelaufen und interessiert heute nur noch eher ältere Männer.

    Antworten
  6. Futureman meint

    11.06.2026 um 10:41

    Das Nokia 5110 gibt es auch nie als Smartphone ist aber noch bei vielen Kult. So wird es dem 911er halt auch gehen.

    Antworten
  7. Großer meint

    11.06.2026 um 10:25

    Ernste Frage, was spricht denn dagegen, das Auto irgendwann auch elektrisch zu verkaufen? Fehlende Nachfrage? Sonst irgendwas?

    Antworten
  8. Thomas meint

    11.06.2026 um 10:06

    Sag niemals nie….

    Antworten
    • Mäx meint

      11.06.2026 um 11:00

      Vor 20 Jahren war auch ein Hybrid für den 911 und 718 (damals noch Cayman und Boxster) nicht denkbar.
      Zu viel Gewicht, zu komplex, passt nicht zum Charakter.
      Und nun gucken wir uns den 911 GTS/Turbo an und sehen, dass eine Hybridisierung Einzug gehalten hat. Klar sehr verhalten, aber dennoch.
      Evtl. läuft es mit dem 911 ähnlich.

      Antworten
  9. banquo meint

    11.06.2026 um 10:00

    Der 911 mit seinem Heckmotor ist kein Zukunftskonzept, erst recht nicht als EV.
    Wichtig für Porsche wird der 718 als EV.

    Antworten
  10. Besser-BEV-Wisser meint

    11.06.2026 um 09:31

    Schade das der 911 damit irgendwann sterben wird…

    Antworten
    • brainDotExe meint

      11.06.2026 um 11:34

      Warum? Es gibt Kunden die bestehen auf einen Verbrenner und das wird wohl lange so bleiben.

      Antworten
  11. simon meint

    11.06.2026 um 09:17

    Das ist ein großer Denkfehler. Ich hätte es für undenkbar das die Marke BMW mal führend in der Elektromobilität bei den deutschen Premiumhersteller ist und das man mal den 3er BMW als Elektroauto kaufen kann. Jetzt kriegt man den mit modernster Technik. Warum nicht mal einen klassischen 911 als Elektroantrieb wagen? BMW zeigt es das die Kunden Elektroautos kaufen, wenn sie einfach wie ein Verbrenner aussehen.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      11.06.2026 um 11:35

      Weil man das Image des 911er nicht runterziehen will. Ich denke man wird eine weitere Baureihe einführen, wenn die BEV Technik soweit ist.

      Antworten
  12. Justin Case meint

    11.06.2026 um 09:08

    Gestrige Manager für gestrige Kundschaft.

    Antworten

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