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BYD strebt Weltmarktführerschaft bis 2031 an

17.06.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

BYD_DOLPHIN_G

Bild: BYD

Der chinesische Stromer-Riese BYD verfolgt laut Berichten das Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre Toyota als weltweit führenden Autohersteller zu überholen. Diese Ambition äußerte Medien zufolge Gründer Wang Changfu während der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns.

Um diesen Meilenstein zu erreichen, müsste BYD seine Verkaufszahlen im letzten Jahr von rund 4,6 Millionen Elektroautos und Plug-in-Hybriden massiv steigern. Damit lag man 2025 auf dem sechsten Platz. Der bislang führende Automobilhersteller Toyota aus Japan hatte insgesamt 11,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, wobei dieser Wert auch die Verkäufe der Töchter Daihatsu und Hino umfasst.

„BYD wird in fünf Jahren hinsichtlich der Größe wahrhaftig zum weltweit führenden Automobilhersteller werden“, prognostizierte Changfu bei der Veranstaltung. Angesichts der massiven und schnellen Expansion chinesischer Hersteller ins Ausland, insbesondere BYD, erscheint dieses ehrgeizige Vorhaben durchaus möglich.

Das Erreichen dieses Ziels erfordert eine große Steigerung der Exporte aus China heraus, da das Unternehmen auf dem heimischen Markt derzeit Schwierigkeiten hat. Die Verkaufszahlen in der Volksrepublik sind in den letzten acht Monaten rückläufig. Gründe dafür sind eine stagnierende Nachfrage nach Neuwagen sowie ein Preiskampf mit Konkurrenten wegen Überkapazitäten. Hinzu kommt die Hochlaufphase der zweiten Generation von BYDs „Blade“-Batterie.

Die Blade-Technologie ist zentral für BYDs anhaltende Offensive. Die hauseigene LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) gilt als ein Kernbestandteil der vertikalen Integration des Konzerns. Mit der zweiten Generation will man Energiedichte, Kostenstruktur und Ladeleistung weiter verbessern. In Verbindung mit dem angekündigten besonders schnellen Aufladen („Flash Charging“) soll daraus ein zusätzliches Argument für die internationale Expansion werden. Der Konzern versucht, seine Modelloffensive nicht allein über Preise zu treiben, sondern zunehmend auch über fortschrittliche Batterietechnik und Ladefähigkeit zu differenzieren.

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Via: Reuters & The Guardian
Tags: China, Europa, VerkaufszahlenUnternehmen: BYD
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    17.06.2026 um 15:15

    Bezogen auf die reine Stückzahl (und nicht auf den Umsatz) halte ich dieses Ziel auch für realistisch. Zumal eine starke Konsolidierung auf dem chinesischen Markt erwartet wird: Konkurrenten auf dem großen Heimatmarkt werden also sicher zu einem Gutteil verschwinden oder eben z.B. von BYD aufgekauft. Dabei dürfte man für die PR der chinesischen Regierung mittlerweile einen „To big to fail“-Status erreicht haben, ist also selber wahrscheinlich gut abgesichert.

    Dazu kommt, dass Toyota als mittlerweile mit großem Abstand führender Anbieter bei der eMobilität nicht wirklich voran kommt. In einigen Jahren wird das auch in bisher noch gut funktionierenden Märkten Probleme bereiten…und dann kann es gut sein, dass BYD gar keine 11, sondern vielleicht z.B. „nur“ 9 Millionen Fahrzeuge für die Marktführerschaft absetzen muss.

    Antworten
  2. South meint

    17.06.2026 um 14:58

    Gut gebrüllt Löwe. Miau. Es ist halt wie immer, das Fell des Bären kann erst verkauft werden, wenn er denn erlegt wurde. Nur mit guter Preis- Leistung, also entsprechender fortschrittlichen eTechnik wie Accu, Ladeleistung etc., kann man ein gute Marktpositionierung erreichen.
    Also wie schauen denn die Wettbewerber aus. Toyota ist momentan abgeschlagen. Stellantis und GM haben auch fast nix. VW kann immerhin liefern, hat aber mit den ID Modellen technisch betagte Technik anzubieten. Hyundai etwas besser, aber auch weit weg von großen Sprüngen. Und jetzt kommts halt darauf an wer was und wichtig, wann abliefert. Ankündigungen sind Schall und Rauch. Tesla hat bei weitem nicht seine dominante Marktstellung erreicht, weil eben die anderen Hersteller spät, aber dann doch geliefert haben.
    Aktuell sind die Rahmenbedingungen für BYD und Co. also gar nicht so schlecht, ein gutes Stück vom Kuchen zu erhaschen. Trotzdem. Die heimischen Hersteller mögen teilweise noch abgeschlagen sein, aber sie haben ihre Hausaufgaben besser gemacht als die Japaner oder viele amerikanischen Hersteller.
    Wie auch immer. Man merkt langsam, der Zahltag kommt. Wer kein gutes eAuto mehr liefern kann, steht vor seinen ersten merklichen Lücken…
    Es geht schon lange nicht mehr um die Frage, ob das eAuto kommt, sondern nur noch, wer den Kuchen abbekommt und wer doof aus der Röhre kuckt…

    Antworten
  3. Die Wahrheit meint

    17.06.2026 um 14:15

    „… die Karren …“

    Arroganz war noch nie ein guter Move.

    BYD gewinnt auch in Deutschland Marktanteile, während deutsche Autobauer weiter Marktanteile in China verliert.

    Antworten
  4. Die Wahrheit meint

    17.06.2026 um 14:02

    >>>BYD strebt Weltmarktführerschaft bis 2031 an<<<

    Ich gehe davon aus, dass es früher geschieht. Die aktuelle Gewinnwarnung von BMW wird sich vermutlich für alle deutschen Autobauer fortsetzen. Der reine Verbrenner wird weiter verdrängt.

    @David
    Nicht mehr oder nur nach TESLA schauen. Wie ich schon immer verlautbarte, der Endgegner ist China und BYD erhebt den Führungsanspruch immer lauter. Der Markt in China ist für BYD aktuell gesättigt. Jetzt drängen die Überkapazitäten nach Europa. Da könnte herbe Preisnachlässe, Aktionen und Angebote anstehen.

    TESLA behauptet sich nicht nur auf dem schwierigen chinesischen Automarkt, TESLA expandiert sogar aktuell gegen den Trend mit GIGA Berlin in Grünheide. Die Produktion wurde deutlich erhöht, um die Bestellnachfrage zu decken und die Lieferzeiten zu erhöhen. Der Run auf die Erfolgsmodelle 3 und Y sind ungebrochen.

    Darüberhinaus wurde die ohnehin schon gute die Software in allen Bereichen (App Integration, Supercharging, Entertainment, Navigation, Ladeplanung usw.) weiter verbessert. Stillstand gibt es bei TESLA nicht.

    Der Gamechanger erobert Europa. FSD ist nicht mehr aufzuhalten. Die RDW.NL hat 18 Monate streng geprüft und genehmigt. Die Länder:
    Niederlande
    Estland
    Litauen
    Dänemark
    Belgien
    waren die Vorreiter für Innovation und Sicherheit.
    Deutschland hinkt hinterher, schweigt zu einer Zulassung, versteckt sich hinter einer EU Abstimmung und glänzt mit Störfeuer durch Reuters, ZDF und ETSC, die allesamt mit fraglichen bis falschen Aussagen und Fakten krampfhaft den Erfolg von TESLAs FSD verhindern wollen (müssen). Hier zeigt sich der widerliche Protektionismus in Deutschland unübersehbar.

    Der Produktionsstart des neuen, größeren Model Y L, als 7-Sitzer könnte bald auch in Grünheide erfolgen. Ein weiter Schub nach vorne, kein verbaler Anspruch auf Weltmarktführerschaft.

    Antworten
  5. wosis meint

    17.06.2026 um 14:01

    Weltherrschaft triffst eher

    Antworten
  6. David meint

    17.06.2026 um 13:38

    Das kenne ich schon. Demnächst werden sie 20 Millionen Autos pro Jahr anstreben. Bis jetzt gehen die Karren bei uns allerdings zumeist in Miet-, CarSharing- und Kurzzeitleasing-Flotten und die Mehrzahl der zugelassenen BYD hat einen Verbrennungsmotor.

    Antworten
    • Die Wahrheit meint

      17.06.2026 um 14:10

      Also in gewerbliche Nutzung.
      Wie hoch war der Anteil gewerblicher Verkäufe im VW Konzern?
      Genau da greift BYD aggressiv an.
      Kann man klein reden, aber wer die Gefahr nicht frühzeitig erkennt, hat bereits verloren.
      Trotzdem habe ich gerade VW Aktien gekauft. Dividenden und Kurssprünge nehme ich gerne mit und finanziere damit meinen Zweitwagen aus einer ehrenhaften Autoproduktion in Deutschland und freue mich auf die ZDF Reaktion über fragliche, einseitige Berichterstattungen finanziert aus Zwangsgeldern. Endlich bringt mal ein weiterer Player das Thema juristisch ins helle Licht der Öffentlichkeit.

      Antworten

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