Carwow, ein bekannter Auto-Vergleichsportal und -Marktplatz, hat interne Daten sowie Zulassungs- und Suchdaten des deutschen Automarktes mit Stand Januar 2026 ausgewertet. Volkswagen bleibt demnach mit mehr als 10,3 Millionen zugelassenen Fahrzeugen die dominierende Marke auf deutschen Straßen. Bei den Kundenanfragen auf der Carwow-Plattform verzeichnete VW jedoch einen Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Skoda steigerte seine Anfragen im gleichen Zeitraum um 26 Prozent. Damit führt die tschechische Volkswagen-Schwestermarke das Ranking der gefragtesten Hersteller an. Der chinesische Stromer-Riese BYD erreichte innerhalb eines Jahres einen großen Anstieg der Anfragen um 25.360 Prozent.
Auch bei den Antriebsarten zeigen sich deutliche Unterschiede. Bei klassischen Verbrennern führt Volkswagen mit einem Anfrageanteil von 24,38 Prozent. Bei Elektroautos liegt VW dagegen nur auf dem fünften Platz hinter Skoda, Kia, BYD und Cupra. Letzterer Anbieter gehört aber immerhin wie Skoda zum Volkswagen-Konzern.
„Marken wie Skoda und Kia profitieren massiv von dieser Entwicklung“, so Carwow. „Kia verzeichnete ein Wachstum der E-Auto-Anfragen von 404 % im Jahresvergleich. BYD unterstreicht seine Ambitionen als reiner E-Auto-Hersteller mit einem Anteil von 7,91 % an allen E-Auto-Anfragen – ein klares Signal, dass die ‚neuen‘ Marken in der Mitte der deutschen Käuferschicht angekommen sind.“
Viele VW-Interessenten wechseln zu Skoda
Die Auswertung unterscheidet zudem zwischen Fahrzeugkonfiguration und anschließendem Kauf. Nur 39 Prozent der Nutzer, die einen VW konfiguriert haben, kaufen am Ende tatsächlich ein Fahrzeug dieser Marke. 15 Prozent dieser Nutzer entscheiden sich stattdessen für Skoda. Bei Skoda kaufen 62 Prozent der Nutzer nach einer Konfiguration auch bei der entsprechenden Marke. BYD erreicht bei diesem Vergleich einen Anteil von 59 Prozent.
Die Bereitschaft, chinesische Fahrzeuge in Betracht zu ziehen, ist laut der Auswertung gestiegen. Ende 2022 erwogen 30 Prozent der Befragten den Kauf eines chinesischen Autos. Anfang 2026 lag dieser Anteil bei 44 Prozent.
„Deutliche Öffnung des deutschen Marktes“
„Wir beobachten eine deutliche Öffnung des deutschen Marktes“, sagt Arne Stöcker, Managing Director Carwow Deutschland. „Deutsche Autofahrer orientieren sich zunehmend an Preis-Leistungs-Verhältnis und technologischer Ausstattung, unabhängig vom Herkunftsland der Marke.“
Der deutsche Automarkt bleibe im Kern loyal zu bewährten Namen, doch das Fundament dieser Loyalität wackele. Die sinkende Dominanz von VW bei den Anfragen und „der enorme Zulauf“ für Marken wie Skoda, Kia und BYD signalisierten, dass sich der Wettbewerb diversifiziert. Für die deutschen Konsumenten bedeute das: „Die Auswahl war selten so groß und der Druck auf die etablierten Hersteller war nie so hoch wie heute.“


David meint
Die Anzahl der Leute ohne moralischen Kompass bleibt in etwa gleich. Das ist auch gut so. Denn eine Familie, in der man sich schon in den 70ern um Wertschöpfung im eigenen Land nicht scherte, sondern, sagen wir, einen Mazda kaufte, deren Kinder haben sich dann einen Daewoo geholt und jetzt fahren die Enkel einen Ching Chong. VW wusste das schon länger und hatte mehrere Pseudo-Ausländer gegründet. Und das klappt perfekt! Denn moralische Fragwürdigkeit geht nur im Film mit Schlauheit einher. In der Realität wissen die Škoda-Besitzer oft gar nicht, dass sie immer noch VW fahren und der Raval ist sogar teurer als der ID.Polo.