Mercedes-AMG verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2030 ein weltweites Absatzvolumen von 200.000 Fahrzeugen zu erreichen. Das geht laut Automotive News aus einer Investorenpräsentation in Los Angeles hervor. Das Ziel entspricht einer Steigerung von 38 Prozent gegenüber den Auslieferungen von 145.000 Fahrzeugen im Jahr 2025. Zehn Jahre zuvor lag der Absatz noch bei rund 69.000 Einheiten.
„Unser Plan ist ganz klar, weiter zu wachsen“, sagte der CEO von Mercedes-AMG, Michael Schiebe, im Juni in einem Interview mit Bloomber. „Wir haben viele, viele Entscheidungen getroffen. Alle Produkte befinden sich derzeit in der Entwicklung, und Sie müssen einfach dranbleiben, denn wir werden in den nächsten 36 Monaten allein für Mercedes-AMG mehr als 27 Fahrzeuge auf den Markt bringen.“
Die geplante Modellpalette wird verschiedene Größen, Segmente und Fahrzeugtypen abdecken. Im Bereich der Antriebstechnologien setzt die Marke auf neue und überarbeitete Motorenkonzepte. Die Anzahl der Motorenvarianten soll dabei von zehn auf vier reduziert werden, wobei der Fokus primär auf einem neuen Sechszylinder sowie einem neuen V8-Motor liegen wird.
Verbrenner und Elektroautos für freie Kundenwahl
„Auch im Bereich der Benzinmotoren sind wir mit Mercedes-AMG für die Zukunft gerüstet“, sagte Schiebe. „Und die Entscheidung liegt dann letztendlich beim Kunden.“ So soll in der zweiten Hälfte des Jahres ein neuer V8-Motor eingeführt werden und eine höhere Leistung erbringen, während er gleichzeitig aktuelle und kommende Regularien erfüllt. Die Optimierungen an den Sechszylinder- und V8-Motoren wurden speziell auf die Anforderungen des US-Marktes zugeschnitten.
Mit dem GT 4-Türer Coupé hat Mercedes-AMG kürzlich sein erstes komplett eigenes Elektroauto vorgestellt, davor hat man nur reguläre Modelle von Mercedes veredelt. Der Vollstromer nutzt drei fortschrittliche und potente Axialfluss-Elektromotoren, die künftig exklusiv für AMG-Modelle vorgesehen sind. Das Modell zielt auf Kunden ab, die beim Wechsel zur Elektromobilität nicht auf emotionale Aspekte verzichten möchten. Die zukünftige Elektro-Architektur soll zwei weitere Modelle umfassen, einen Crossover und eine Crossover-Coupé-Variante.
Bereits im März wurde den Händlern das AMG G 63 Cabriolet vorgestellt. Für das Modell CLE Coupé ist Ende 2027 eine leistungsstärkere 63er-Variante geplant. Zudem wird ein Modell der Mythos-Serie, bestehend aus Sondereditionen, auf Basis eines markanteren CLE erscheinen. Von diesem Modell sind lediglich 30 Fahrzeuge vorgesehen, die bereits alle vergeben sind. Im Bereich der Black Series, welche straßenlegale Versionen von Rennwagen umfasst, deutet sich ein neues Fahrzeug als Homologationsmodell für den künftigen GT3-Rennwagen an.
Das Portfolio von Mercedes-AMG wird demnach gegen Ende des Jahrzehnts deutlich breiter aufgestellt sein. Inwieweit neben Elektroautos und klassischen Verbrennern künftig weiter auch Plug-in-Hybride eine Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten.

CJuser meint
Dabei hat es zurzeit eher den Anschein, als wolle man die Anzahl von AMG-Varianten reduzieren. Was ich ehrlich gesagt sogar positiv finde. Der C und GLC Verbrenner hat „nur“ noch einen 53er R6 – 43er und 63er wurden gestrichen und es wird hier auch keinen 63er mit V8 wieder geben. Und vom C EQ und GLC EQ soll es auch nur einen 53er geben.
Persönlich hätte ich es cool gefunden, wenn man bei den aktuellen EQ-Modellen wieder „Sport“-Varianten wie damals anbieten würde. AMG-Line als Basis mit leichten Retuschen, aber sonst eher normale Mercedes-Benz Technik. Ein „CLA 350 4MATIC Sport“ und „GLC 400 4MATIC Sport“ wären ja jetzt schon nicht gerade untermotorisiert.