Der vollelektrische Kia PV5 Passenger ist in Deutschland künftig nicht mehr nur als Fünfsitzer (Anordnung 2-3-0), sondern auch als Sechs- und Siebensitzer bestellbar. Die neuen Varianten ergänzen die „Platform Beyond Vehicle (PBV)“-Palette der Marke. Während der Sechssitzer mit der Sitzanordnung 1-2-3 vor allem für den gewerblichen Personentransport entwickelt wurde, richtet sich der Siebensitzer mit der Konfiguration 2-2-3 zusätzlich an größere Familien.
Für das Modelljahr 2027 hat Kia zudem verschiedene Produktverbesserungen eingeführt, die allen drei Varianten zugutekommen. Der PV5 Passenger wird mit zwei Batteriegrößen von 51,5 und 71,2 kWh angeboten. Zur Wahl stehen die Ausstattungslinien Essential, Plus und Elite, wobei die Basisversion Essential für den Sechssitzer nicht verfügbar ist. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Navigations- und Infotainmentsystem, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer, digitales Kombiinstrument sowie Parksensoren vorne und hinten.
Die Preise des jüngsten Modelljahrgangs beginnen bei 38.390 Euro für den Fünfsitzer und 40.190 Euro für den Siebensitzer, jeweils mit 51,5-kWh-Batterie in der Ausstattung Essential. Der Sechssitzer startet als Plus-Version bei 41.540 Euro. Für die größere 71,2-kWh-Batterie werden jeweils 4000 Euro zusätzlich berechnet. Die neuen Versionen gehen Mitte Juli in Produktion. Kunden erhalten weiter sieben Jahre Herstellergarantie oder 150.000 Kilometer sowie acht Jahre Batteriegarantie oder 160.000 Kilometer.
Basis des Kleinbusses ist die Plattform E-GMP.S (Electric Global Modular Platform for Service). Der 4695 Millimeter lange PV5 verfügt über eine ebene Plattform, die das Raumangebot und die Flexibilität des Innenraums unterstützt. In den sechs- und siebensitzigen Varianten stehen den Passagieren in allen drei Reihen bis zu 1041 Millimeter Beinfreiheit, bis zu 1076 Millimeter Kopffreiheit und bis zu 1732 Millimeter Schulterfreiheit zur Verfügung. Schiebetüren auf beiden Seiten und niedrige Einstiegskanten von 399 Millimetern erleichtern den Zugang zum Fond.
Die Sitzanordnung wurde so gestaltet, dass die zweite Reihe leicht nach links versetzt ist und damit den Zugang zur dritten Reihe erleichtert. Im Fond stehen insgesamt vier Isofix-Halterungen zur Verfügung. Auch beim Stauraum bieten die neuen Varianten flexible Lösungen. Der Sechssitzer verfügt über 350 Liter Gepäckraum hinter der dritten Reihe sowie zusätzlich 315 Liter Stauraum neben dem Fahrer. Beim Siebensitzer wächst das Ladevolumen von 318 auf bis zu 785 Liter, wenn die Lehne der dritten Sitzreihe umgeklappt wird. Der Fünfsitzer bietet ein Gepäckraumvolumen von 1330 Litern.
Bis zu 412 km Reichweite, Schnellladen von 10 auf 80 Prozent in 30 Minuten
Mit der 71,2-kWh-Batterie erreicht der Fünfsitzer eine WLTP-Reichweite von bis zu 412 Kilometern pro Ladung. Die Werte für die sechs- und siebensitzigen Versionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Beide Batterievarianten können an geeigneten Schnellladestationen innerhalb von rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Der Ladeservice Kia Charge bietet dabei Zugang zu mehr als 1,1 Millionen Ladepunkten in 27 europäischen Ländern, darunter über 200.000 in Deutschland.
Ausstattungsabhängig gibt es die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), die den Anschluss externer 230-Volt-Geräte ermöglicht. Der PV5 Passenger ist zudem für den Anhängerbetrieb zugelassen. Varianten mit 71,2-kWh-Batterie dürfen gebremste Anhänger bis 1500 Kilogramm ziehen, Versionen mit kleinerem Akkupack bis 750 Kilogramm. Ungebremste Anhänger dürfen bei beiden Batterievarianten bis 750 Kilogramm schwer sein.
Der Kleinbus verfügt über eine softwarebasierte Architektur mit Over-the-Air-Updates und Integration in Flottenmanagementsysteme. Das Cockpit umfasst einen 12,9-Zoll-Touchscreen sowie ein digitales 7,5-Zoll-Kombiinstrument. Über Android Automotive OS und einen App-Markt besteht Zugang zu Anwendungen von Drittanbietern. Darüber hinaus betont Kia eine effektive Geräuschdämmung, reduzierte Vibrationen, einen Wendekreis von 11 Metern sowie zahlreiche Assistenzsysteme als Merkmale des Fahrzeugs.
Zu den Neuerungen des Modelljahrs 2027 zählen eine höhenverstellbare Armlehne am Fahrersitz, die neue „Walk Away Lock“-Funktion des Smart Keys sowie eine serienmäßige LED-Gepäckraumbeleuchtung im Fünfsitzer. Kia hat außerdem angekündigt, künftig einen 22-kW-Bordlader für alle Varianten anzubieten. Die Option soll für den Sechs- und Siebensitzer im dritten Quartal dieses Jahres und für den Fünfsitzer im ersten Quartal 2027 bestellbar sein.
Neben dem PV5 Passenger umfasst die Modellfamilie den PV5 Cargo, den PV5 Chassis Cab sowie weitere Umbauversionen. Kia plant zudem die Einführung des PV7 im Jahr 2027 und des PV9 im Jahr 2029. Mit mehr als 40 Karosserievarianten will das Unternehmen seine PBV-Modellpalette erweitern und an unterschiedliche Anforderungen anpassen.






Raphael meint
Ich würde den sofort bestellen, wenn es eine version mit wirklich großer Batterie geben würde.