Jeep plant, sein europäisches Modellangebot bis zum Jahr 2030 auf sechs Modelle auszuweiten. Dieser Schritt folgt auf eine Reduzierung des Sortiments auf drei SUVs, die durch verschärfte Emissionsstandards notwendig wurde.
Zuvor hatte die Marke den Import des großen SUV Grand Cherokee sowie des Pickups Gladiator im Jahr 2024 eingestellt. Auch der Import des Wrangler endete im vergangenen Jahr. Diese Modelle mit Verbrennungsmotoren hätten den durchschnittlichen CO2-Ausstoß des Unternehmens im Zeitraum von 2025 bis 2027 erhöht, da die EU-Regulierungen strenger wurden.
Die erste Phase der Expansion beginnt laut Automotive News 2027 mit dem Import des rein batterieelektrischen Mittelklasse-SUV Recon aus den USA. Das rund 4,9 Meter lange Modell wird bereits in diesem Jahr in Nordamerika eingeführt. Für das Jahr 2028 ist zudem ein mittelgroßes SUV geplant, das gemeinsam mit dem chinesischen Partner Dongfeng entwickelt wird. Dieses in der Volksrepublik gefertigte Fahrzeug nutzt einen Plug-in-Hybrid-Antrieb von Dongfeng. Das System kann den Verbrennungsmotor als Generator nutzen, ähnlich wie bei „Range-Extender“-Elektrofahrzeugen.
Zwischen 2028 und 2030 wird Jeep dem Bericht zufolge zudem zwei kleine SUVs in Europa einführen. Diese basieren auf der STLA-One-Architektur des Mutterkonzerns Stellantis, die die Produktionskosten im Vergleich zu aktuellen Plattformen um 20 Prozent senken soll. Die Modelle werden intern als B-SUV Compact und B-SUV Large bezeichnet, es sind also kompaktere Modelle unterschiedlicher Größe geplant.
Die neuen kleinen SUVs sollen größer als der knapp 4,1 Meter lange Avenger sein. Laut Fabio Catone, Leiter von Jeep Enlarged Europe, sind diese Modelle als Vollhybrid-Varianten sowie mit Allradantrieb geplant. Der Abstand zwischen dem neuen Compass und dem Avenger beträgt 470 Millimeter, dazwischen dürften sich die erwarteten weiteren SUV-Angebote positionieren.
Stellantis und Dongfeng arbeiten bereits seit 1992 als Joint-Venture-Partner in China zusammen. Die Modelle von Jeep und der weiteren Stellantis-Marke Peugeot werden in einem Gemeinschaftswerk in Wuhan produziert, während Dongfeng Fahrzeuge der Marke Voyah im Stellantis-Werk in Rennes, Frankreich, fertigen wird.

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