Laut Mazda-Chef Masahiro Moro könnte die nächste Modellgeneration des Roadsters MX-5 auch mit einem Elektroantrieb angeboten werden. „Der Nachfolger muss auch bereit sein für ein Szenario ohne Verbrennungsmotor. Die Herausforderung besteht für uns darin, die Grundkonstruktion leichter zu machen, ohne exotische Materialien wie CFK einzusetzen“, erklärte Moro im Gespräch mit Auto Motor und Sport.
„Die Zielvorgabe für die Entwickler liegt zwischen knapp unter 1000 und 1200 Kilogramm. Und ich glaube, wir können das schaffen“, so der Manager. Damit würde ein künftiger elektrischer MX-5 nicht schwerer sein als die heutigen Modelle mit Verbrennungsmotor. Die aktuelle, knapp vier Meter lange Generation bringt ab 1009 Kilogramm Leergewicht auf die Straße.
Der MX-5 könnte laut Aussagen von Mazdas technischem Leiter Ryuichi Umeshita im letzten Jahr auch einen Hybridantrieb erhalten. So ein System müsste mit Blick auf Effizienz und Einhalten der Vorschriften entwickelt werden und dürfte Gewicht oder Charakter der Baureihe nicht beeinträchtigen. Die nächste Generation des MX-5 wird frühestens 2028 erwartet.
Moro kündigte gegenüber Auto Motor und Sport auch die Entwicklung eines Topmodells an. Er wünsche sich ein „Hero-Car“ für Mazda, „ein echtes Topmodell, das unsere Markenwerte optimal verkörpert“. Die Japaner hätten zwar den MX-5 für bezahlbare Sportlichkeit und wollten ihn auch weiterführen, aber ein Spitzenmodell am oberen Ende der Modellpalette fehle noch. „Das wird kein Stückzahlbringer, sondern ein reiner Imageträger, möglicherweise aus Manufakturfertigung“, sagte der CEO.
Grundsätzlich erwartet Moro deutlich weniger Elektro-Anteil an den Verkäufen als noch vor wenigen Jahren. Vor zwei oder drei Jahren habe man damit gerechnet, dass Elektrofahrzeuge bis 2030 insgesamt 25 bis 40 Prozent des weltweiten Umsatzes der Japaner ausmachen. „Zwischenzeitlich haben wir die Prognose auf 15 Prozent geändert. Wir versuchen, realistisch zu sein“, so der Firmenchef.
Den Start seines ersten komplett eigenständigen Elektroautos hat Mazda um zwei Jahre auf 2029 verschoben. Zugleich will man die Investitionen in Stromer nahezu halbieren. Der Fokus soll stärker auf Hybriden und in China gefertigten elektrifizierten Produkten liegen. Moro erklärte im Mai, die internen Bemühungen würden von E-Auto-bezogenen Arbeiten zurück zu Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen verlagert.

South meint
Hihihihi, „Könnte“… man will ja nichts überstürzen….