Drei neue Kleinwagen führen das Ranking der effizientesten Elektroautos von Autobild an. Renault Twingo E-Tech, Cupra Raval und Mini Aceman SE erzielten beim 130-km/h-Test besonders niedrige Verbrauchswerte. Die zentrale Aussage lautet: „Weniger Gewicht schlägt größere Akkus!“
Beim Renault Twingo E-Tech wurden bei ersten Fahrten einstellige Verbrauchswerte im Stadtverkehr beobachtet. Bei Tempo 130 erreichte er einen Verbrauch von 14,4 kWh/100 km, was zugleich seiner elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit entspricht. Sein Permanentmagnet-Synchronmotor hat eine Dauerleistung von 36 kW/48 PS.
Der neue, rein elektrisch angebotene Twingo muss ein 212 Kilogramm leichtes Akkupaket bewegen, das netto bis zu 27,5 kWh Kapazität bietet. Er wurde für die Stadt und kürzere Überlandfahrten konstruiert. Als Gründe für den niedrigen Verbrauch werden die kleine Stirnfläche, rollwiderstandsarme Reifen und ein Gewicht von unter 1,3 Tonnen genannt. Am Messtag herrschten günstige 21 Grad Celsius.
Der Cupra Raval unterbot auf der Testverbrauchsfahrt aus Stadt, Landstraße und Autobahn knapp seinen offiziellen WLTP-Wert. Er kam dort auf 13,7 kWh/100 km. Bei konstant 130 km/h zeigte der Bordcomputer 15,2 kWh/100 km an. Mit seinem 52-kWh-Akkupack erreichte der Raval bei Tempo 130 eine Reichweite von 338 Kilometern. Das Gewicht von 1569 Kilogramm gilt für einen Kleinwagen als stattlich, für ein Elektroauto aber noch als annehmbar. In Verbindung mit der größeren Batterie ist er auch für längere Strecken geeignet.
Der Mini Aceman SE erzielte im Autobahn-Test ebenfalls ein gutes Ergebnis. Mit fast 1,8 Tonnen ist er der schwerste Kandidat im Spitzentrio und wiegt mehr als eine halbe Tonne mehr als der Renault Twingo. Bei konstant 130 km/h verbrauchte er 16,2 kWh pro 100 Kilometer und belegt damit Rang drei im Effizienz-Ranking. Auf der Testverbrauchsrunde kam der Aceman auf 18,1 kWh pro 100 Kilometer inklusive Ladeverluste. Seine 49,2-kWh-Batterie ermöglicht im Alltag rund 300 Kilometer, auf der Autobahn bei Tempo 130 knapp 300 Kilometer. Der Aceman wird als Beleg dafür genannt, dass ein gutes Effizienzpaket auch bei einem Crossover möglich ist.
„Die aktuelle Rangliste markiert einen kleinen Entwicklungssprung“, erklärt die Autobild-Redaktion. „Erstmals unterschreiten gleich drei Elektroautos bei konstant 130 km/h die Marke von 17 kWh pro 100 Kilometer. Noch 2025 galten Verbrauchswerte um 17 bis 18 kWh als das Maß der Dinge. Das hat sich nun offiziell geändert.“
Insgesamt zeichne sich ein klarer Trend ab: Spitzenwerte entstünden nicht ausschließlich durch perfekte Aerodynamik oder riesige Entwicklungsbudgets. Die vorderen Plätze zeigten vor allem, wie wirkungsvoll ein stimmiges Gesamtkonzept aus geringem Gewicht, kompakter Bauweise und hoher Effizienz sein kann. „Genau das macht die neue Spitzengruppe so bemerkenswert“, so die Autobild-Experten.

Paule meint
„David meint
09.07.2026 um 13:40
Tesla in der angeblichen Paradedisziplin seiner Fans weit abgeschlagen“
Also, ich finde (außer 9x in deinen Texten) folgendes zu Tesla:
„Der Tesla Model Y Long Range RWD zeigt wiederum, dass auch ein SUV sehr effizient unterwegs sein kann. Mit 17,7 kWh/100 km liegt er deutlich unter vielen klassischen Limousinen und Kombis.“ schreibt AutoBild.
Hast Du den Bericht ggf. garnicht gelesen? In der Tabelle ist dieses SUV in der Verbrauchsliga der Kleinwagen.
David meint
Oh, da hat er sich geärgert! Platz 9! Und Tesla hat noch Glück, dass sie noch nicht so viele neue Autos getestet haben. Sonst wären sie weiter nach hinten durchgereicht worden. Das wird allerdings noch passieren.
In klassischen Tests sind Tesla schon lange hinten. Dann hatten sie auch noch das eigene warum sollte manLadenetz verloren und sind bei der Ladegeschwindigkeit durchgereicht worden. Und jetzt sind sie auch nicht mehr effizient genug. Denn du wirst sicher gesehen haben, dass aktuelle MEB-Fahrzeuge eine höhere Reichweite als das Model Pfuy haben.
„Entwicklungssprung“ steht im Artikel. Der hat offenbar ohne Tesla stattgefunden: „Erstmals unterschreiten gleich drei Elektroautos bei konstant 130 km/h die Marke von 17 kWh pro 100 Kilometer. Noch 2025 galten Verbrauchswerte um 17 bis 18 kWh als das Maß der Dinge. Das hat sich nun offiziell geändert.“.
M. meint
Man kann jetzt darüber streiten, ob ein R4 ein Kleinwagen ist. Aber kein Zweifel besteht daran, dass das Auto zur Nutzwertmaximierung weniger rumgelutscht wurde als ein Y. Verbrauch ist trotzdem niedriger.
Auch niedrig war der Lynk & Co 02 (Crossover SUV), und kaum schlechter ein Opel Grandland. So knapp dran (+1,6%), dass es praktisch ohne Bedeutung ist. Und dazu wurde der AWD genommen, nicht wie bei Tesla der RWD.
Nur mal als Beispiel.
Unbestreitbarer Vorteil: ein AfD-Sympathisant muss dort nicht unterstützt werden. Das macht mindestens 30 kWh / 100 km wett.
Lotti meint
Mein Model3 Durchschnittsverbrauch über 175.000 km! bei 90 % Landstraße: 13,1 kWh
M. meint
Anekdotische Evidenz und ohne Strecken- und Fahrprofil sowieso sinnfrei. Ich kenne Leute, die fahren mit 9,4 kWh. Denen verbrauchst du 39% zu viel.
David meint
Sicherlich. Genau diese Geschichten haben den Ruf der Tesla nachhaltig zerstört, zumindest den Teil, den der Chef selber nicht erledigt hat. Das wird halt nicht mehr geglaubt. Tesla ist technisch abgehängt. Das lässt sich durch solche durchschaubaren Statements nicht kaschieren.
EV1 meint
Wir haben jetzt beim Model 3 etwas über 70kKilometer auf dem Tacho und fahren viel Autobahn. Aktueller Durchschnittsverbrauch über Alles liegt bei 15,4kWh/100 km.
Future meint
Deshalb ist doch Tesla auch so erfolgreich. Das Model 3 ist so effizient und bietet die ganzen Preis-Leistungsvorteile, die die anderen nicht können. Und dazu ist es profitabel, nachhaltig und ressourcenschonend. Deshalb ist VW da ja auch so neidisch.
Die ewige Nörgelei von den Akteuren der deutschen Althersteller wirkt da schon eher hilflos und lustig. Wenn die ersten Werke geschlossen werden in Deutschland, um die Produktion nach Polen, Spanien und Ungarn zu verlagern, wird man sich das vermutlich immer noch alles schönreden. Aber so erging es anderen Industrien im Land ja auch schon – die älteren werden sich an die verzweifelten Arbeitskämpfe der vielen Mitarbeiter aus Bergbau oder Schiffbau erinnern. Mal sehen, ob es bei VW auch Mahnwachen und Werksbesetzungen geben wird. Nörgeln und Schönreden ist eben keine Strategie, sondern Marketing auf niedrigem Niveau und mit zweifelhaften Erfolgsaussichten, was die neuen Zahlen ja wieder mal zeigen. Es braucht bessere Produkte von der Old Economy, so wie früher bei den Verbrennern, dann kann man dafür auch mehr Geld verlangen als es neue Mitbewerber tun. Andernfalls kann die Industrie die hohen deutschen Löhne einfach nicht mehr zahlen. Blume hat das offenbar begriffen.
Future meint
Effizienz und kleinere Akkus stehen für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Es ist sehr gut, dass so eine altmodische Branchenpostille wie Autobild dieses Thema auf dem Schirm hat. Mit Renault Twingo E-Tech, Cupra Raval und Mini Aceman SE ist die Zukunft also wieder mal etwas besser als die schmutzige Gegenwart.
Matthias meint
Erstaunliche Werte, die jedoch fraglich sind wenn vom Bordcomputer abgelesen wurde, auch wenn „Jeder Bordcomputerwert muss zu den Ergebnissen unserer standardisierten Verbrauchsfahrt passen“. Man muss schon konkret mit 130 über die Autobahn fahren, nachladen und den gemessenen Wert angeben. Am besten mit allen Fahrzeugen gleichzeitig, bei gleichem Wind und Wetter, denn nur so kann man wirklich vergleichen.
EVrules meint
[…] unterbot auf der Testverbrauchsfahrt aus Stadt, Landstraße und Autobahn knapp seinen offiziellen WLTP-Wert. Er kam dort auf 13,7 kWh/100 km.
@ecomento Redaktion – bitte achtet auf eine besser Qualität bei euren Berichten. Der WLTP Verbrauch des Raval VZ (wie im Test verwendet) ist inkl. Ladeverluste mit 15,9kWh/100km angegeben.
Wenn der Bordcomputer 13,7kWh/100km anzeigt sind erstens die Ladeverluste nicht eingerechnet und zweitens, liegt das über dem WLTP-Reichweiten-Verbrauch (52kWh/387km).
Wie man es auch sieht oder drehen will, die Informationen passen nicht zusammen und sind schlecht recherchiert und/oder wiedergegeben.
David meint
Ja, aber auch die Testverbrauchsrunde von Auto Bild ist deutlich ambitionierter als der WLTP Test, der ja im Wesentlichen mit einem Schnitt von 46,5 km/h gefahren wird. Von daher ist es relativ üblich, den WLTP Verbrauch gegen den eigenen Testverbrauch zu stellen. Als Tesla da noch eine Rolle spielte, war dieses Vorgehen von Testern auch bei Tesla Fans absolut in Ordnung. Jetzt muss man natürlich überall versuchen, das Haar in der Suppe zu finden und hoffen, dass nicht zur Sprache kommt, dass Teslas angezeigter Bordverbrauch nicht dem Gesamtverbrauch entspricht. So haben sich die Zeiten geändert…
EVrules meint
Auf der Metaebene: Wie voreingenommen muss man sein, hinter alles und jedem „Tesla-Unterstützer“ zu sehen? Das ist mittlerweile genauso überzogen realitätsverzerrend, wie bei den Tesla-Hardlinern hier.
Entweder stimmen die Aussagen in einem journalistischen Bericht zu den Zahlen oder eben nicht, daran gibt es nichts zu diskutieren.
Ich kann mit Tesla absolut null, nichts anfangen und stehe Musk mehr als nur kritisch gegenüber. Aber ich werde auch nicht müde die VAG Fraktion hier in den gleichen Topf zu packen, das Verhalten spiegelt sich eins-zu-eins.
Lanzu meint
Ich vermute, dass die nicht den VZ getestet haben und die Angabe der Leistung in der Tabelle falsch ist.
1. Die Leistung in der Tabelle sind 165 kW, der VZ hat 166 kW und Endurance 155 kW. Die Angabe passt also zu keinem Modell direkt.
2. Auf dem Foto sind keine kupferfarbenen Applikationen zu sehen. Falls ich den Konfigurator von Cupra richtig verstehe, dann sind diese bei der VZ-Version vorhanden.
David meint
Tesla in der angeblichen Paradedisziplin seiner Fans weit abgeschlagen. Man hatte ja schon öfter im Kommentarbereich gelesen, dass der eigene Tesla bei 130 mit 12-14 kWh auf 100 km auskommt. Das war ja immer klar, dass das nicht stimmte. Aber wie man sieht, gibt es kaum einen Unterschied zwischen dem Model Y und der Mercedes S-Klasse EQS. Und der fährt das locker 600 km am Stück ohne dann leer zu sein. Es gibt aber auch vom Model Pfui einen Riesenunterschied im Verbrauch zum Cupra Raval. Abgesehen davon, dass bei Tesla im Bordverbrauch die Nebenverbräuche nicht gezeigt werden. Man müsste also noch gute 2 kWh auf 100 km drauf rechnen, weil der Hersteller so unehrenhaft ist. Aber selbst diese miesen Tricks retten Tesla nicht mehr. Denn die anderen sind wirklich sparsamer.
F. K. Fast meint
Warum war die Autobild nicht kreativ genug, zum Vergleich einen Ioniq oder Ioniq Facelift ins Rennen zu schicken? Aus den Augen, aus dem Sinn?
eBikerin meint
Weil es wirklich so gut wie niemanden interessiert? Die Autobild macht auch keine Crashtest oder so mit nem Käfer.
Fischmeister meint
Super Auto Bild, Verbrauchsangaben laut Bordcomputer zu vergleichen ist in etwa so realitätsnah wie Verbrauchswerte zu würfeln. Das man überhaupt irgendwas von Bild nutzt ist schon grenzüberschreitend. Sorry ecomento, ganz schwache Nummer.
M. meint
Da wäre ein Käfer auch auch nicht gut.
Der Ioniq wäre hierbei aber gut.
Ist aber kein Kleinwagen, von daher kann man das noch durchgehen lassen.
Thorsten 0711 meint
Stimmt… ZOE, e-Golf, e-Up, Anpera, Tesla Roadster und viele andere BEVs fehlen auch in diesem Vergleich 😄
eBikerin meint
Der Lohner Porsche ist auch nicht dabei
BEV meint
Das Model Y wieder mal TOP … bestes Auto
eBikerin meint
Also irgendwie finde ich jetzt nicht das Platz 9 das beste Auto zeigt?
David meint
Ich finde die Aussage trotzdem interessant, weil typisch. Sie zeigt den Realitätsverlust der Tesla-Fans im Niedergang ihrer Lieblingsmarke.
Paule meint
Die weltweit steigenden Verkaufszahlen werden den Laden ruinieren.
Meinst Du das in etwas so?
M. meint
Dir fehlt einfach nur der Filter, um unbequeme Fakten auszublenden.
Hier halt 8 Plätze davor.
Aber unter dem Strich ist der Y schon sparsam. Irgendeine Fähigkeit muss der halt auch haben. Die Wettbewerber (wie der ID.3) traten auch noch mit alter Technik an. Sonst wäre es noch knapp geworden…
M. meint
„Bild: Renault“
Das bezweifle ich ;-)
Redaktion meint
Danke für den Hinweis – aktualisiert!
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