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Batteriegesundheit nach 100.000 Kilometern: Diese E-Autos führen

21.07.2026 in Technik von Thomas Langenbucher | 25 Kommentare

Kia_Niro_EV_mit_Jubilaeumspaket_Beyond_30_Bild_1

Bild: Kia

Wie gut bleibt die Batterie eines Elektroautos bei hoher Laufleistung erhalten? Eine Analyse des schwedischen Stromer-Verkaufsportals Carla untersucht dafür die durchschnittliche Batteriegesundheit einzelner Modelle nach mehr als 100.000 Kilometern. Grundlage sind 9954 Batterietests aus den Jahren 2022 bis 2026.

Den höchsten Wert erreicht der Kia e-Niro mit 64-kWh-Batterie und 97,25 Prozent. Dahinter folgen der Hyundai Kona Elektro mit 97,18 Prozent und der Kia EV6 mit 95,95 Prozent. Der Volvo XC40 Recharge kommt auf 94,70 Prozent, der Polestar 2 auf 94,35 Prozent.

Mehrere der bestplatzierten Modelle verfügen nach mehr als 100.000 Kilometern noch über etwa 95 bis 97 Prozent ihrer ursprünglichen Batteriekapazität. Der BMW i3 erreicht 93,77 Prozent, der Polestar 2 93,53 Prozent und das Tesla Model 3 93,34 Prozent. Auf Rang 20 steht der VW ID.3 mit 91,79 Prozent.

Die Ergebnisse unterscheiden sich nicht nur zwischen den Modellen, sondern teilweise auch zwischen verschiedenen Batterieversionen desselben Fahrzeugs. So erreicht beim Tesla Model 3 die Variante mit LFP-Pack (Lithium-Eisenphosphat) des chinesischen Akku-Riesens CATL 93,3 Prozent, die Ausführung mit LG-Chem-NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Cobalt) 91,5 Prozent. Die Panasonic-NCA-Versionen (Lithium-Nickel-Cobalt-Aluminium) liegen bei 89,8 Prozent für 77,8 kWh und 88,2 Prozent für 52,4 kWh.

Für den Kauf eines gebrauchten Elektroautos können diese Unterschiede eine Rolle spielen. Ein Batterietest kann die Angaben zu Modelljahr, Laufleistung und Ausstattung ergänzen, wenn mehrere Fahrzeuge verglichen werden. Viele Modelle auf dem schwedischen Gebrauchtwagenmarkt weisen laut der Auswertung (schwedisch) auch nach mehr als 100.000 Kilometern weiterhin eine hohe Batteriegesundheit auf.

Die Batterietests wurden mit der Diagnostik der österreichischen Firma Aviloo durchgeführt. In die Auswertung flossen nur Modelle mit einer ausreichend großen Zahl an Tests ein. Die Traktionsbatterien von E-Autos verlieren im Laufe der Zeit an Leistung, da chemische Alterungsprozesse die Speicherkapazität verringern. Zusätzlich können häufige Schnellladungen und extreme Temperaturen die Batteriezellen stärker beanspruchen und den Verschleiß beschleunigen.

Eine geringere Batteriekapazität wirkt sich unmittelbar auf die Reichweite pro Ladung aus. Die vielfach geäußerte Sorge, dass E-Auto-Batterien schnell und stark an Leistungsfähigkeit verlieren, hat sich bislang jedoch nicht bestätigt. Das zeigen auch andere Auswertungen. Dennoch bleiben Vorbehalte bestehen, weil die Batterie zu den teuersten Bauteilen eines Elektroautos gehört. Um die Bedenken zu verringern, geben Fahrzeughersteller Garantien und Zusagen zur verbleibenden Batteriekapazität.

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Via: Carla.se
Tags: Batterie, Batterie-Haltbarkeit, Hyundai Kona, Kia EV6, Kia Niro, Langzeithaltbarkeit, Schweden, TestUnternehmen: Hyundai, Kia
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    21.07.2026 um 12:08

    Das bedeutet also, die Tesla mit dem großen Akku sind schlechter in der Haltbarkeit als die MEB-Fahrzeuge mit großem Akku. Und den schlechtesten Wert im ganzen Feld hatte auch ein Tesla mit 88,2 %. Das Problem ist nur, die Tests erfolgten mit Aviloo und dort sind die falschen Werte für die Neukapazität von Hyundai Fahrzeugen hinterlegt. Deren Werte würde ich also mit Vorbehalt betrachten. Trotzdem ist um 93 % nach 100.000 km, was so ungefähr in der Schnitt ist, durchaus akzeptabel. Man müsste mal wissen, was die Autos von Stellantis und Renault so bringen. Da könnte ich mir durchaus noch negative Überraschungen vorstellen…

    Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      21.07.2026 um 13:54

      FUDDavid, wieder mit steilen Thesen bei seinem Trigger Tesla?

      Vielleicht solltest du dir einmal die Mühe machen und dir die komplette Rangliste von 1-20 ansehen. Was fällt mir auf da erreicht ein Model Y platz 18 mit 92,18 % und ein ID vier Platz 17 mit 92,27 %.
      In deiner Tesla Bashing Welt sind 0,9 % offenbar ein riesiger Unterschied.
      In der realen Welt sollte man sich einmal fragen welches Baujahr die getesteten Autos hatten, oder man könnte das Ladeverhalten berücksichtigen, und so weiter und so weiter.
      Meines Wissens nach wird das aber alles nicht genannt -und wie eigentlich die Messungenauigkeit ist, wenn man zweimal den gleichen Test fährt?
      Aber so passt es natürlich besser in dein verqueres Narrativ.
      Ich denke ob jetzt 91 % oder 93 % – Da kommt es nach 100.000 km auf die Nachkommastellen nicht wirklich an, oder?
      Was da die community wohl so denkt?

      Antworten
      • David meint

        21.07.2026 um 14:29

        Wisch dir erstmal den Schaum vom Mund ab. Und dann lies meinen Beitrag noch mal. Dann wirst du feststellen, ich habe das differenziert und relativiert.

        Antworten
  2. Htr35 meint

    21.07.2026 um 11:49

    Also 200000km in wenigen Jahren ist für den Akku kein Problem.
    Aber 15-20 Jahre schaft er leider nicht. Das stört aktuell aber nicht da die Neuwagenkäufer sowieso ihre Autos nach 3-5 Jahren abgeben.

    Antworten
    • M. meint

      21.07.2026 um 11:56

      Du hast dein Auto also gebraucht gekauft.

      Antworten
    • THeRacer meint

      21.07.2026 um 12:40

      Diese Aussagen aus einer hohlen Glaskugel haben etwa folgendes Niveau:
      „Also 20000 Liter stinkende Diesel- oder Benzinplörre in 15-20 Jahren sind für den Tank kein Problem.
      Aber 200000km schafft er leider nicht, denn nach spätestens 1000 km ist er leer.
      Das stört aber viele Verbrenner-Neuwagenkäufer aktuell nicht, die in 3-5 Jahren ihre Altwagen nicht mehr loswerden.“ …

      Antworten
      • Htr35 meint

        21.07.2026 um 13:46

        Das sind die Erfahrungen von den Teslas ab 2012. Daran wirst du nichts ändern können.

        Antworten
        • David meint

          21.07.2026 um 14:30

          Gut, aber Tesla kauft ja auch keiner mehr. Sondern der Trend geht zur seriösen BEV.

    • Halber Akku meint

      21.07.2026 um 14:01

      Komisch nur, dass es Leute gibt, die mit ihrem inzwischen 13 Jahre alten BMW i3 ohne Range Extender im Erstbesitz immer noch hochzufrieden durch die Gegend fahren…

      Antworten
  3. M. meint

    21.07.2026 um 11:39

    Vielleicht ist das einfach das falsche Institut für Details, aber mir fehlen die hier die Vollzyklen.
    Es ist ja schön, dass ein i3 (welcher genau? Es gibt 3 verschiedene Batterien) nach 100.000 km noch 93% hat – aber wie viele Menschen fahren mit diesem Auto denn die gleichen Strecken wie andere mit einem Polestar 2 oder Kia EV6? Das ist doch eher die Ausnahme. Aber wenn, hat das Auto deutlich mehr Ladezyklen hinter sich. Was den Wert eigentlich noch besser macht, aber auf lange Sicht (200.000 km und mehr) nicht der Anspruch an das Auto ist.

    Antworten
    • eBikerin meint

      21.07.2026 um 11:54

      „Es ist ja schön, dass ein i3 (welcher genau? Es gibt 3 verschiedene Batterien)“
      Die 120 AH Version. Gern geschehen.

      Antworten
  4. GuteFrage meint

    21.07.2026 um 11:12

    Eine hohe Laufleistung nach 10.000 km? Wie sieht es denn nach 100.000 km oder 200.000 km da kann man wohl eher von hoher Laufleistung reden. Dann ist ja auch die Frage wie alt die Fahrzeuge waren.

    Antworten
  5. Jürgen W. meint

    21.07.2026 um 10:49

    Gemeint ist wohl nach 100.000 km. Zumindest liegt mein Tesla dann bei 92 Prozent!

    Antworten
  6. hu.ms meint

    21.07.2026 um 10:49

    „Auf Rang 20 steht der VW ID.3 mit 91,79 Prozent.“
    Wirklich – mein Pro hatte nach 30.000 km 96%, nach 50.000 km noch 94 % !

    Antworten
    • Fred Feuerstein meint

      21.07.2026 um 11:21

      Persönliche Evidenz, bringt keinen Erkenntnisgewinn.

      Antworten
      • eBikerin meint

        21.07.2026 um 11:53

        Erkenntnisgewinn für dich: wegen dem Übersetzungsfehler hat er sich auf 10.000 km bezogen – bei 100.000 km scheint er ziemlich genau das zu zeigen was auch in dem Artikel steht.

        Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        21.07.2026 um 12:03

        „bei 100.000 km scheint er ziemlich genau das zu zeigen was auch in dem Artikel steht.“ Wow, du kannst hellsehen? Toll…

        Antworten
        • eBikerin meint

          21.07.2026 um 13:13

          So viel Hellsehen muss man da nicht – er hat den pro also mit der 77kWh Batterie – da liegen alle die die haben bei 100.000 km etwas über 92% – daher zeigt seine Batterie keine besonderen Auffälligkeiten, oder etwa nicht?

        • Fred Feuerstein meint

          21.07.2026 um 13:24

          Nö, er hat den mit der 58 kWh Batterie, zumindest seiner Aussage nach. Wie sich die Zellchemie in den nächsten 50.000 km entwickeln wird, ist reine Spekulation deinerseits.

        • eBikerin meint

          21.07.2026 um 14:24

          Also seine Batterien sollen sich also ganz anders entwickeln wie die getesteten? Ja also dass ist nun mal wirklich Spekulation – deinerseits.
          Aber lass mich raten – geht eigentlich nur drum weil er nen VW fährt, richtig?

    • Anonym meint

      21.07.2026 um 13:36

      Kommt doch hin.

      Antworten
  7. Jürgen W. meint

    21.07.2026 um 10:46

    Nach 10.000 km oder nach 100.000 km ???

    Antworten
    • Redaktion meint

      21.07.2026 um 11:14

      Danke für den Hinweis – 10.000 schwedische Meilen sind 100.000 Kilometer. Korrigiert!

      VG | ecomento.de

      Antworten
  8. Tobias Kamer meint

    21.07.2026 um 10:45

    da gibt was wohl einen Übersetzungsfehler. das schwedische mil meint 10 km. Also hier wurden Autos mit mehr als 100’000km Fahrleistung getestet. Macht auch mehr Sinn so…

    Antworten
    • Redaktion meint

      21.07.2026 um 11:14

      Korrigiert!

      VG | ecomento.de

      Antworten

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