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Deutsche E-Auto-Prämie: Ausländische Hersteller profitieren bislang stärker

14.07.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

Model-Y-Premium

Bild: Tesla

Aktuelle Daten des Umweltministeriums belegen, dass ausländische Automobilhersteller bei der Vergabe der Elektroauto-Kaufprämie häufiger profitieren als deutsche Hersteller. Nach einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Julian Joswig wurde bekannt, dass Tesla mit 2086 bewilligten Anträgen die Liste anführt. Dahinter folgt Škoda mit 1197 Förderungen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Die chinesische Marke Leapmotor belegt derzeit den siebten Platz der genehmigten Anträge und liegt damit vor Volkswagen, das auf Rang acht rangiert. Bei Leapmotor wurden 613 Fahrzeuge bezuschusst, obwohl das Unternehmen im ersten Halbjahr insgesamt nur rund 7800 E-Autos in Deutschland verkaufte. Im Gegensatz dazu wurden von den etwa 50.000 verkauften Stromern der Marke Volkswagen bisher nur 593 gefördert.

Ein Grund für diese Verteilung könnte das Angebot an preiswerten Modellen sein. Chinesische Hersteller wie Leapmotor oder BYD bieten teilweise Fahrzeuge mit monatlichen Leasingraten unter 100 Euro an. Da die Prämie an das Haushaltseinkommen gekoppelt ist, stellen diese günstigen Modelle eine attraktive Option dar.

Doch auch bei US-Hersteller Tesla ist der Anteil der geförderten Fahrzeuge im Verhältnis zu den Verkäufen deutlich höher als bei Volkswagen. Von rund 30.000 Käufern erhielten bisher mehr als 2000 die staatliche Förderung. Das in Brandenburg produzierte mittelgroße SUV-Coupé Tesla Model Y war im Juni das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland.

Das Umweltministerium merkt an, dass sich die Rangliste der Marken im Laufe der Zeit noch verändern könnte. Das aktuelle Förderprogramm verfügt über ein bereitgestelltes Budget von drei Milliarden Euro, wovon bis Ende Juni 53,9 Millionen Euro ausgegeben wurden.

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Via: Süddeutsche Zeitung
Tags: FörderungUnternehmen: Leapmotor, Tesla, VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Besser-BEV-Wisser meint

    14.07.2026 um 11:13

    Tja, das ist so ne Sache mit den „ausländischen Herstellern“. Tesla (oder Ford) werden als ausländisch geführt, produzieren aber > 80% der hier verkauften Autos in Deutschland.
    Und die in China hergestellten Smarts (50% im Besitz von Gely) werden als Autos eines deutschen Herstellers ausgewiesen.
    Kurz: die Statistik kann in die Tonne.

    Antworten
  2. mipu meint

    14.07.2026 um 10:43

    Naja, kein Wunder. Wie im Text steht: wer keine bezahlbaren PKW im Angebot hat, kommt halt nicht zum Zug. Das kommt halt davon, wenn man nur auf große „Premium“-Fahrzeuge für den Flotteneinsatz setzt, weil man da so schön einfach viel Geld verdienen kann. Hochmut kommt vor dem Fall ….

    Antworten
  3. Torsten meint

    14.07.2026 um 10:18

    Sollen nicht eigentlich die Käufer profitieren?

    Antworten
  4. F. K. Fast meint

    14.07.2026 um 10:13

    Hat nicht die deutsche Automobilindustrie am lautesten die Kaufprämie gefordert? Hätten’s wohl erst warten sollen bis sie die bezahlbaren Auto haben.

    Antworten
  5. tacjazo meint

    14.07.2026 um 10:04

    Da ausländische Hersteller auch günstigere Autos anbieten, ist das doch kein Wunder

    Antworten
  6. Thomas Claus meint

    14.07.2026 um 09:58

    Die Zuordnung nach In und Ausländischen Herrstellern ist eh etwas komisch. Skoda gehört zu vw, die würde ich daher nicht als ausländisch einstufen, zumal die Autos auch in Europa gebaut werden. Tesla ist zwar ein US Herrsteller aber es kommt gar kein Auto aus den USA sondern aus D und ein kleinerer Teil aus China.
    Die sehr niedrige Förderquote überrascht mich aber schon.

    Antworten
  7. hu.ms meint

    14.07.2026 um 09:52

    Für mich falscher ansatz.
    Entscheidend ist nicht in- oder ausland. Entscheidend ist gebaut in EU (sichert wertschöpfung und arbeitsplatze) oder per schiff – meist aus china -angekommen.

    Antworten
  8. BEV meint

    14.07.2026 um 09:33

    ist doch klar, die deutschen brauchen viel zu lange
    abgesehen davon werden die Model Ys in Deutschland produziert, viele Autos von „deutschen“ OEMs nicht

    Antworten
  9. Daniel meint

    14.07.2026 um 09:19

    Deutsche Politiker, einfach unterirdisch. In Frankreich profitieren die eigenen Marken.
    Die derzeitige Politikergeneration ist so unfähig, das tut schon weh.

    Antworten
  10. croniac meint

    14.07.2026 um 09:14

    Naja, die Attraktivität des Angebots bestimmt eben die Kaufentscheidung, weniger die Vaterlandliebe – auch bei gleichzeitiger Förderung. Das Blatt kann sich aber auch ganz schnell wenden: VW kommt ja jetzt erst so richtig in die Puschen mit neuen, eher bezahlbaren Modellen: ID.3 Neo, ID.Polo, ID.Cross… (+ Konzerngeschwister). Da wurde ja noch gar nichts ausgeliefert, also kann auch noch keiner Prämien in Anspruch nehmen.

    Wenn ich mir allerdings die Lieferzeiten dazu anschaue bei gleichzeitigem Hochlauf der Zulassungen ist die Gefahr für VW & Co eher, dass die Kunden auch weiterhin zu deutlich schneller verfügbareren „ausländischen“ Modellen greifen, weil sie Panik haben bei den Lieferzeiten hierzulande im Frühjahr 2027 schon nichts mehr vom Prämientopf abgreifen zu können, bzw. der Stabilität der Regierung(sbeschlüsse) nicht trauen.

    Antworten

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