Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat nach einer Kabinettssitzung in München die Ausweitung der Elektroauto-Kaufprämie auf Gebrauchtwagen gefordert. Die aktuelle Regelung, die nur ab Januar 2026 in Deutschland neu zugelassene Stromer berücksichtigt, müsse nachgebessert werden.
Der CSU-Parteichef begründete diesen Schritt laut der Zeit mit den Auswirkungen der bisherigen Förderung. „Es zeigt sich, dass es im Wesentlichen ausländische Hersteller sind, was befürchtet war, die von der E-Prämie profitieren“, sagte der Politiker. Während China seinen Anteil an Elektroautos verdoppelt habe, seien auch Fahrzeuge aus Frankreich und Italien begünstigt. Eine Öffnung der Kaufprämie für Gebrauchtwagen solle es deutschen Herstellern ermöglichen, stärker zu profitieren.
Zudem kritisierte Söder die Pläne der EU-Kommission zur Zukunft von Verbrennungsmotoren. Er bezeichnete das sogenannte Automobilpaket als „Mogelpackung, die das Problem nicht löst, sondern eher verschärft“ und forderte eine grundlegende Überarbeitung durch das Parlament.
Söder sprach sich für Technologieoffenheit aus, was ausdrücklich auch den „Hightech-Verbrenner“ einschließe. Er lehnte Flottengrenzwerte sowie Strafzahlungen für CO2-Ausstöße bei Pkw und Lkw ab. Dies sei notwendig, um auf Marktverschiebungen durch China und die USA reagieren zu können.
Die EU-Kommission schlug im Dezember vor, Autos mit Auspuffemissionen auch nach 2035 in der EU zuzulassen. Das aktualisierte Ziel sieht eine Reduktion der CO2-Flottenemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 vor, wodurch besonders effiziente Verbrenner und Hybride unter Auflagen möglich blieben.
Ein Bonus für kleine Elektroautos unter 4,20 Metern Länge ist ebenfalls vorgesehen. Söder bezeichnete auch die Längenregelung als nicht akzeptabel, da sie französische Fahrzeuge bevorteile und deutschen Autobauern schade. Er betonte: „An der Stelle ist auch Made in Germany sehr wichtig.“

Max meint
Wie soll damit das Ziel erreicht werden mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen?
Soll VW dann anfangen Gebrauchtwagen zu produzieren?
Werner Mauss meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Till meint
Das kann der Bajuwarische Kini Markus doch gerne bei sich machen. Bayrische Förderung für bayrische Gebrauchtwagen. Da fließt dann nicht so viel. Audi und BMW produziern ja doch etliche Fahrzeuge außerhalb Bayerns.
Die bösen Franzosen und Italiener beziehen zwar eine Menge Bauteile von deutschen Zulieferern… …aber egal, Hauptsache mal wieder Inkompetenz zur Schau getragen.
David meint
Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Denn im Grunde genommen sind alle interessanten elektrischen Gebrauchtwagen mit guter Nachfrage. Und gebrauchte Tesla sollte man nicht fördern. Bei VW lacht man sich scheckig, man hatte schon Leasing angeboten als Murks noch mit ner Trommel um den Christbaum gelaufen ist. Man kennt das Geschäft und die drei Jahre alten Rückläufer aus dem ersten Jahr ohne Lieferengpass mit fast voller MEB-Modellstärke lassen sich gerade ausgezeichnet vermarkten. Dazu kommen die zwei Jahresverträge von 2024. Das läuft! Da braucht man keine Steuergeschenke!
Powerwall Thorsten meint
Ja, stell dir vor David was wohl passieren würde, wenn man für einen gebrauchten Tesla auch noch eine Prämie bekommen würde dann wäre das ja ein noch unschlagbareres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wer soll dann noch ein Fahrzeug der MEB Plattform kaufen?
M. meint
„Wer soll dann noch ein Fahrzeug der MEB Plattform kaufen?“
Die Frage beantwortet sich doch an den reinen Mengenverhältnissen auf dem Gebrauchtwagenstand.
Am Preisverhältnis MEB / Afd-Car ändert sich ja nichts. Die würden beide um den gleichen Betrag günstiger.
Powerwall Thorsten meint
Sind das in China auch alles AFD Wähler wegen derer sich Tesla dort so gut verkauft? Oder Spanien oder Südamerika?
Merkst du noch was?
Deutsche FH Ingenieure at their best
😉
M. meint
Chinesen haben ja schon eine Diktatur, denen können die diktatorischen Bestrebungen in anderen Ländern egal sein – falls sie sich überhaupt informieren können.
Aber DU könntest dich informieren, Mister Strauss.
Aber ne, lieber Augen zu und durch…. Geld ist halt wichtiger…
LOL meint
Tesla baucht keine Förderung, die schaffen es selbst mit made in germany, dass die Autos eine hohe Marg haben und konkurrenzlos Preiswert sind
M. meint
Die sind nicht preiswert, weil es für etwas, das die AfD via CEO fördert, keinen akzeptablen Preis gibt. Da braucht man gar nicht erst auf die fragwürdige Technik zu schauen.
Werner Mauss meint
Ach M, jeder weiß doch das echte AfD Cars einen Auspuff haben. Wer baut den 90% Autos mit Auspuff, etwas Tesla. Blau ist hauptsächlich wer sich der Marktwirtschaft und damit meine ich die Soziale nicht stellt.Und ja, das gilt global. Es gibt nunmal bessere Systeme als unsere Scheindemokratie die in Wirklichkeit lediglich Feudalismus aus dem Mittelalter in neuem Gewand ist. Alle Boni dem Leistungslosen König und die Untertanen sollen das selbst produzierten für überhöhte Preise kaufen. Dieses Spiel ist aus.
M. meint
Im Detail muss man den Quatsch nicht beantworten.
https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/parteien/musk-afd-wahlkampfshow-100.html
Die Wahrheit meint
„Und gebrauchte Tesla sollte man nicht fördern.“
Dann für EAutos aus rein chinesischer Produktion die 3-fache Förderung. Beides würde die EU sofort kassieren.
Wackelt der Bürostuhl und ist er (David) in der Jobverlustverlosung dabei oder warum nimmt sein Hass auf Tesla gerade wieder Fahrt auf?
Tesla hatte ein super Quartal, stellt weiter Personal ein, erhöht die Produktion und startet die eigene Batteriefabrik. FSD wird noch etwas blockiert, aber das wird schon.
Ich freue mich schon auf den Vergleich VW vs. Tesla mit Level 2 Fahrten in 2027. Das wird ein Fest, wenn VW, wie schon beim Bremsassistenten, völlig versagt.
BEV meint
schon klar, die Wiederverkaufspreise für überteuerte deutsche Fahrzeuge soll mit Förderungen unterstützt werden, sonst müssten die ja noch ihre Preise senken, weil andere günstigere Autos bauen
Und solange es noch geht will man mit den Stinkern Geld verdienen, sonst steigt die Arbeitslosenquote noch deutlich schneller an.
Anstatt einfach mal frühzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen und neue Geschäftszweige erschließen anstatt sich nur gesund zu schrumpfen. Aber für neue Technologien ist man hierzulande nicht mehr offen und die Investoren sind nicht bereit ihr Geld dafür einzusetzen, die ziehen lieber noch weiter Geld aus den Unternehmen.
Werner Mauss meint
Es werden immer mehr, die das verstehen. Deshalb nicht bei diesen Firmen kaufen, denn es sind Firmen die mit einer Nation oder Arbeitsplätzen nichts zu tun haben. Es sind nur Firmen, wenn die untergehen, kommen neue Firmen mit neuen Arbeitsplatzen. Ein Produkt funktioniert nur für PL und Innovation. Innovation entsteht nicht durch Boni und schon garnicht in Vorstandsetagen oder Verwaltung. Innovation entgeht durch Macher und die Produzenten (Arbeiter), wenn Andere bessere PL haben, vor Allem auch durch Investition und nicht durch unnütze Boni die nötiges Kapital abziehen. Einfach Gewinn von Firmen anders besteuern 80% wenn keine Reinverstition von mindestens 60% erfolgt, dann braucht’s auch keine Subventionen.
M. meint
Nicht mal in der Forderung von Söder geht es um Verbrenner.
Die kannst du daher aktuell mal ausklammern.
Was die überteuerten deutschen Fahrzeuge angeht, hat ein anderer Mitschreiber gerade erst stolz ermittelt, dass es unter der Marke von 20k€ kaum Teslas gibt, aber viele VWs.
Da darf man dann doch mal die Frage stellen, wer hier teurer ist, oder?
CJuser meint
Grundsätzlich auch gebrauchte BEVs zu fördern, halt ich für absolut notwendig. Umso eher werden Fahrzeuge dann vielleicht auch gekauft und nicht nur geleast. Allerdings sollten definitiv keine „Hightech-Verbrenner“ dazugehören! Hier sogar Fahrzeuge bis 4,2m zusätzlich zu begünstigen, kann man drüber nachdenken. Ich halte allerdings 4,35m für nachvollziehbarer. Da sind dann kurze Kompaktfahrzeuge auch mit drin.
Anonym meint
Stimmt, dann fallen ID.3 Neo, Cupra Born und vielleicht der Audi A2 auch mit rein. Opel Astra ist mit 3,38 knapp draußen. Naja irgendwo fällt immer einer Raus.
hu.ms meint
Ich will garkeine kaufprämie !
Das geld gehört on die förderung der lade-infrastruktur.
Insbes. AC-lader dort, wo die BEV tagsüber stehen damit sie die PV-überschüsse aufnehmen können.
Werner Mauss meint
Lader hat’s im Moment mehr als genug. Keine Unterstützung, dann gibt’s die Gesundschrumpfung der Anbieter. Je schlechter die Auslastung, desto höher der Preis, Folge noch schlechtere Auslastung, Insolvenz oder Verkauf. Kein Geld in die Wirtschaft, jeder Cent in die Wirtschaft und jedes Prozent Steuersenkung ist ein verlorener Cent.
M. meint
Wie üblich verkürzt und damit falsch.
Schnelllader entlang der Autobahnen hat es genug.
Gebraucht wird weiterhin wohnortnahe Ladeinfrastruktur.
Also NICHT „stell“ dich an den Schnelllader, und fahre dann wieder nach Hause, und das alle 300 km und zum doppelten Ladepreis“, sondern über Nacht zum (angenäherten) Haustarif.
hu.ms meint
Eben nicht nachts !
AC-lader dort, wo die BEV tagsüber stehen, um die PV- überschüsse aufnehmen zu können.
M. meint
Und was, wenn
1) es dort mangels PV keine PV-Überschüsse gibt
2) man dort gar nicht laden kann
3) wenn man laden kann, die Preise trotzdem deutlich höher sind als zu Hause?
Was dann?
(das sind 3 Fragen, dazu bitte 3 Antworten)
hu.ms meint
1) es geht umd die PV-überschüsse im gesamten netz
2) genau deshalb muss ja dort ein AC-lader hin
3) variable preise: wenn PV-überschüsse dann eben nur 20 ct kwh
und wenn nachts strommangel dort 50 ct.
Variable strompreise mit entsprechenden online-digitalzählern nach angebot und nachfrage.
hu.ms meint
Ergänze: bei strommangel muss zuhause laden auch 50ct. kosten, damit die leute endlich netzdienlich laden !
hu.ms meint
Mein ID.3 Pro lädt gerade von meinem dach für 11ct. entgangene einspeisevergütung. :-))
Jeff Healey meint
Da wäre das Geld wesentlich besser angelegt, Zustimmung!
Calimator meint
Die Politiker hauen zur Zeit das Geld raus als ob es kein Morgen mehr gäbe. Außerdem sieht man schon jetzt was bei der akt. Kaufprämie so abläuft. Da kaufen dann Leute die keine 50000 Euro im Jahr verdienen Autos die über 50000 Euro kosten mit der maximalen . Man kann sich denken wie da getrickst wird. Besser wäre gewesen man schafft Steuern auf Strom oder Netzentgelte ab. Das wäre unbürokratisch und hätte allen E-Autofahrern geholfen.
eBikerin meint
Die Steuer auf Strom ist verschwinden gering und die Netzbetreiber sind private Firmen.
M. meint
Das ist ja das Problem: die Netze sind kritische Infrastruktur und gehören nicht in die Hände (zum Teil sogar ausländischer) Firmen!
Die machen sich an den Netzentgelten auch wirklich die Taschen voll. Und wer zahlt’s?
Als Habeck ein Teil des Netzes zurückkaufen wollte, war dafür kein Geld da. Weil der Topf das falsche Etikett hatte. Aber jeder andere Mist kann bezahlt werden:
Entfall Erbschaftssteuer: 8,8 Mrd. pro Jahr. Kein Problem.
Strompreis-Subvention für die Industrie? 2,8 Mrd. pro Jahr (an die Strom-Industrie, z.B. Netzbetreiber). Kein Problem.
Tankrabatt: 1,6 Mrd. für 2 Monate. Kein Problem.
Tankrabatt 2022: 3,4 Mrd. für 3 Monate. Kein Problem.
Für 20 Mrd. den Strom dauerhaft (für immer) ca. 5 ct. billiger machen oder mit den Entgelten die Netze ausbauen? Nö, nicht drin.
Analyse: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/tennet-tragodie-habeck-hatte-recht
Da kann man sich doch nur noch an den Kopf fassen.
hu.ms meint
Lösung:
63 % den benötigten stroms für haus, auto und WP auf dem dach selbst mache.
Hätte letztes jahr 4.200 € für strom, gas und superbenzin ausgeben müssen, wenn ich noch auf stand 2018 wäre.
Jetzt sind es noch 1.360 € für strom.
Die investitionen von 37K amortisieren sich locker und in zukunft noch schneller, da fossile immer teurer werden.
Werner Mauss meint
Auch die Strom, Energieerzeugung gehört zur kritischen Infrastruktur und gehört ebenfalls nicht in private Hände, Wasser und die Altersvorsorge auch.
South meint
Nein, auf gar keinen Fall noch eine Subvention..50 Millionen Autos auf 83m Einwohner. Autos sind weder knapp noch teuer. Wir schwimmen geradezu in Autos. Irrsinn, das sogar noch anzufachen. Auch Industriepolitisch ist das nicht mehr ratsam. Die Zeit der Anschubssubventionen sind vorbei. Die eTechnik etabliert sich bereits. Die Branche hat Überkapazitäten aufgebaut, die Kosten sind aus dem Ruder gelaufen und die Branche tut sich schwer, mitzuhalten. Das kann man nicht einfach mit Geld zukleistern, da braucht es tiefgreifende Reformen in der Branche. Mal davon abgesehen gab und gibt es immer noch sehr hohe Subventionen von denen andere Branchen nur träumen können.
Wenn der Staat Geld ausgeben möchte, dann in dauerhafte langfristige Richtungen, z.B. Ansiedelung von Accuproduktion -knowhow oder noch effektiver die Suvbention eines Ulraschnellladenetzes. Mit guten Rahmenbedingungen zieht die Nachfrage nach eAutos die Branche nach oben. Natürlich will auch ich, dass heimische Hersteller da mitziehen, aber wenn nicht, dann kommt eben nicht nur mein Smartphone aus China. Eines ist aber gnadenlos sicher. Von den paar Prozenten Verbrennerderivaten, selbst wenn es reine Verbrenner wären, da wird kein Hersteller mehr davon leben können…
eBikerin meint
„50 Millionen Autos auf 83m Einwohner. Autos sind weder knapp noch teuer.“
Ja weil die so billig sind, werden die gebrauchten ja auch immer jünger – ähh moment – ne die werden ja immer älter.
„oder noch effektiver die Suvbention eines Ulraschnellladenetzes“
Für was? HPCs sprießen doch aus dem Boden wie Pilze nach einem warmen Herbstregen.
CaptainPicard meint
„Söder will Gebrauchtwagen teurer machen“. Oder glaubt irgendjemand dass eine solche Förderung nicht 1:1 eingepreist werden würde?
PS: Die Logik dass davon deutsche Hersteller profitieren erschließt sich mir auch nicht ganz. Oder gibt es etwa keine chinesischen Gebrauchtwagen?
MichaelEV meint
Geht gar nicht mehr um den Kunden, sondern nur darum welcher Hersteller profitiert. Vielleicht sollten man konsequenterweise direkt die gewünschten Beträge an die Hersteller überweisen statt Bürokratie drum herum zu bauen.
cbzac meint
Nichts von dem was Söder sagt macht Sinn. Der Staat zahlt also in Zukunft eine Prämie, wenn ein E-Auto den Halter wechselt, während der Neuwagenhersteller verdutzt zuschaut. Ein Schelm wer da Missbrauchspotential wittert…
TIP: Die Nachfrage nach Gebraucht-E-Autos ist bereits ziemlich hoch. Die Prämie wird direkt zu höheren Gebrauchtwagenpreisen führen, weshalb dann auch Gebrauchtwagen aus dem Ausland vermehrt importiert werden und das Geld eben dorthin fließt.
Aber Hauptsache wieder das Märchen vom „Hightech-Verbrenner“ unters Volk gestreut..
brainDotExe meint
Nenne Alternativen, wie man gebrauchte BEVs erschwinglicher machen kann.
Für viele Leute sind 10.000€ die Grenze die sie nicht überschreiten wollen, erwartet wird aber mindestens Kompaktklasse.
Also, wann ID.3 mit max. 200.000km für max. 10.000€?
M. meint
Die Frage ist ja, ob die Gebrauchtwagen damit günstiger würden, oder die Händlermargen höher.
Anonym meint
In 5 Jahren erst. Die ID.3 sind maximal 6 Jahre alt. Natürlich sind die noch über 10K.