Der Mercedes-Benz GLA elektrisch auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) ist der Nachfolger des noch auf einer Mischplattform fahrenden EQA. Das neue, mit 4,57 Meter über zehn Zentimeter längere Modell erhält eine niedrigere Silhouette, einen längeren Radstand sowie eine breitere hintere Spur. Muskulöse Schultern und außenbündig positionierte Räder sollen seinen dynamischen Auftritt betonen. Beim elektrischen GLA kommt zudem entsprechend der aktuellen Designsprache der Marke ein beleuchteter „ikonischer Grill“ zum Einsatz.
Der neu gestaltete Innenraum umfasst ein Panoramadach, laut Mercedes hochwertige Materialien und auf Wunsch den großflächigen MBUX Superscreen. Letzterer erstreckt sich über das Dashboard und integriert Fahrer-, Zentral- und Beifahrerdisplay. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein Burmester 3D-Surround-Soundsystem. Auf allen Sitzplätzen stehen mehr Kopf- und Beinfreiheit als beim EQA zur Verfügung. Neben einem bis zu 410 Liter fassenden Kofferraum – 70 Liter mehr als beim Vorgänger – besitzt der elektrische GLA einen 107 Liter großen „Frunk“ vorne.
Für Fahrten abseits befestigter Straßen gibt es optionalen Allradantrieb, das Fahrprogramm Terrain und die Funktion „Transparente Motorhaube“. Die 4MATIC-Fahrzeuge können dank zwei Motoren Anhänger mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen ziehen. Zur Sicherheitsausstattung des GLA elektrisch gehören aktive und passive Funktionen. Mit MB.Drive Assist Plus kann das Elektroauto auf der Autobahn automatisch die Fahrspur wechseln, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Der elektrische GLA erreicht eine Reichweite von bis zu 657 Kilometern nach WLTP-Norm. Durch die 800-Volt-Technologie können innerhalb von zehn Minuten bis zu 270 Kilometer nachgeladen werden. Von 10 auf 80 Prozent dauert es bis zu 22 Minuten. An 800-Volt-Ladesäulen ist eine Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von bis zu 320 kW möglich, während die Wechselstrom-Ladeleistung (AC) bis zu 22 kW beträgt.
Zur Markteinführung im November stehen zwei Modelle mit Heckantrieb und ein Allradler zur Wahl. Der GLA 200 elektrisch bietet 165 kW/224 PS und eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit 58 kWh nutzbarem Energiegehalt für bis zu 447 Kilometer Reichweite. Der Verbrauch beträgt kombiniert 17,0–14,8 kWh/100 km, von 0 auf 100 km/h geht es in 8,1 Sekunden. Der GLA 250+ elektrisch bietet 200 kW/272 PS, eine Nickel-Mangan-Cobalt-Batterie (NMC) mit 85 kWh Speicherkapazität für 657 Kilometer pro Ladung und erreicht in 7,3 Sekunden Tempo 100 (17,4–15,1 kWh/100 km).
Der GLA 350 4MATIC elektrisch kommt als sportliches Topmodell mit Allradantrieb durch zwei Motoren auf 260 kW/356 PS. Er beschleunigt in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h (17,6–15,1 kWh/100 km) und schafft mit der 85-kWh-NMC-Batterie 643 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt unabhängig von der Version beim GLA elektrisch stets 210 km/h.
Der MBUX Virtual Assistant arbeitet mit generativer künstlicher Intelligenz, führt mehrteilige Gespräche und merkt sich Details. Intelligente Navigation auf Basis von Google Maps und MBUX-Surround-Navigation soll auch in komplexen Verkehrssituationen Orientierung bieten.
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„Der neue GLA macht fortschrittliche Technologie intuitiv erlebbar“, wirbt Technologiechef Jörg Burger. „Mit MB.OS und seinen KI-gestützten Funktionen denkt er voraus, unterstützt im Alltag und schafft ein spürbar komfortableres Kundenerlebnis. Ein breites Angebot vollelektrischer und elektrifizierter Antriebe, bis zu 657 Kilometer Reichweite sowie bis zu 270 Kilometer Nachladen in nur zehn Minuten setzen neue Maßstäbe für alltagstaugliche Elektromobilität in diesem Segment.“
In Deutschland kostet der GLA 200 elektrisch ab 48.599,60 Euro, der GLA 250+ elektrisch ab 54.978 Euro und der GLA 350 4MATIC elektrisch ab 58.107,70 Euro. Anfang 2027 soll ein weiteres Modell mit einer 71-kWh-NMC-Batterie folgen. Später sind außerdem Hybridvarianten mit 48-Volt-Technik und Verbrennungsmotor vorgesehen, die in der Stadt rein elektrisch fahren, auf der Landstraße segeln und in jedem Gang rekuperieren können.











Aliveffm meint
ich finde ihn sehr gelungen und wage mal die Aussage, dass es der erfolgreichste EV von Mercedes in Europa wird.
Envision meint
Der war für mich spannend: finde in nun optisch schon ganz Ok, ansprechend, beim cw mit 0,27 haben sie leider etwas gepatzt, dürfte trotz des sehr effektiven Drivetrain leider nur Durchschnitt auf Autobahn sein, wohl deshalb auch der WLTP etwas tiefer wie erhofft.
Kofferraum rein von en Liter auch recht klein, immerhin wohl ordentlicher Frunk.
Alles in allem leicht enttäuscht, mal sehen was der neue iX1 kann.
tutnichtszursache meint
Es ist ein Audi, ach ne da ist ja ein Stern drauf…
Wie fertig muss der Erfinder des Automobils sein, wenn man nicht einmal mehr ein eigenständiges Design schafft. Der CLA und der AMG GT sind schon abstoßend, aber nun voll Einfallslosigkeit.
Anti-Brumm meint
Außen recht fesch, aber mit dem aktuellen Mercedes-Innenraumdesign kann ich gar nichts anfangen. Die breite Mittelkonsole rund um den Getränkehalter hat null Nutzen, außer die Beinfreiheit seitlich einzuschränken. Und das senkrechte ArmaturenBRETT wird einem wie ein quergelegtes Surfbrett mitten ins Sichtfeld geklatscht. Zumindest auf den Fotos sieht das in jedem Modell so aus, als hätte man nur mehr 50% der Sicht nach vorne auf die Straße.
EVrules meint
Ich hab selten Gefallen daran, einen emotionalen Kommentar zu schreiben, aber hier muss ich doch „Pfui“ schreiben. Wer gibt denn so eine Gestaltung von Front und Heck frei? Wer kommt auf die Idee zu sagen „Ja, genau das ist richtig so?“.