Die weltweiten Autoverkäufe gingen von Januar bis Juni 2026 im Jahresvergleich um rund 5 Prozent zurück, berichtet die International Energieagentur (IEA). In China und den Vereinigten Staaten sanken die Käufe vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Belastungen, höherer Kraftstoffpreise und veränderter politischer Rahmenbedingungen. Auch die globalen Elektroauto-Verkäufe waren im ersten Quartal rückläufig, was vor allem auf die Entwicklung in diesen beiden Märkten zurückgeführt wird.
Der weltweite Absatz von Elektroautos ging im ersten Quartal 2026 zurück, was vor allem auf geringere Verkaufszahlen in China und in den USA zurückzuführen war. Im zweiten Quartal erholten sich die E-Auto-Verkäufe deutlich und lagen 35 Prozent über dem Niveau der ersten drei Monate. In 50 Ländern erreichten sie Rekordwerte. In Australien, Brasilien, Indien, Korea und Vietnam verdoppelten sich die Verkäufe zwischen März und Juni gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 ungefähr.
Insgesamt verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 mehr als 90 Länder ein Wachstum der Elektroauto-Verkäufe gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit neuer und fortgesetzter politischer Unterstützung unter anderem in Europa, Lateinamerika und Südostasien führt diese Entwicklung zu einer höheren Prognose. Elektroautos sollen laut den Analysten 2026 nun 29 Prozent aller weltweit verkauften Autos ausmachen, einen Prozentpunkt mehr als zuletzt erwartet.
Energiekrise, China und wachsender Wettbewerb
Straßenfahrzeuge stehen für fast die Hälfte des weltweiten Ölverbrauchs und sind damit besonders von schwankenden Kraftstoffpreisen und Lieferunterbrechungen betroffen. In mehreren Regionen, die üblicherweise Öl aus dem Nahen Osten beziehen, ist der Straßenverkehr zudem ein wesentlicher Treiber der Importe. Politische und industrielle Reaktionen auf die Energiekrise – insbesondere solche, die mit E-Fahrzeugen zusammenhängen – könnten die Veränderungen in der globalen Autoindustrie weiter beschleunigen, so die Studienautoren.
Der schwächere chinesische Automarkt dürfte die weltweiten Elektroauto-Verkäufe im gesamten Jahr 2026 belasten. Erstmals in diesem Jahrzehnt sollen die Verkäufe in China gegenüber dem Vorjahr stagnieren. Gleichzeitig wird erwartet, dass Elektroautos dort mehr als 60 Prozent aller Autoverkäufe erreichen und damit einen Höchststand markieren.
Chinas Elektroauto-Exporte erreichten in den ersten sechs Monaten 2026 nahezu den Umfang des gesamten Jahres 2025. Schätzungsweise rund zwei Drittel dieser Fahrzeuge wurden bereits verkauft. Zusammen mit unverkauften Exporten aus früheren Monaten stehen damit mehr als eine Million Elektroautos für den Verkauf auf internationalen Märkten bereit.
Chinesische Hersteller verfügen bei Elektroautos über eine besonders starke Wettbewerbsposition. In Schwellenländern steigen die Importe chinesischer Elektroautos laut der Internationalen Energieagentur weiterhin rasch, wodurch sich der Wettbewerb für etablierte Hersteller verschärfen soll. China und andere Schwellenländer dürften demnach in den kommenden zehn Jahren rund 60 Prozent der weltweiten Autonachfrage ausmachen. Der Erfolg in diesen Märkten werde deshalb zunehmend über die künftige Marktführerschaft entscheiden.

David meint
Immerhin ist erwähnt worden, dass 5 % weniger Autos in 2026 zugelassen wurden – also keine Erfolgsgeschichte. Kein gutes Jahr für die Elektromobilität. So realistisch muss man sein.
Futureman meint
Viele sogenannte Schwellländer scheinen, wie beim Telefon, einfach alte Strukturen zu überspringen und gleich auf Zukunftstechnik zu setzen. Beim E-Auto gibt es halt so viele Vorteile, die noch mehr ins Gewicht fallen, wenn man alte Strukturen gleich weglassen kann.
So kann beim E-Auto das Ölfeld, sprich PV-Anlage gleich mitgekauft werden und alles an Infrastruktur, wie Tankstellen, Öltransport, Raffennarien usw. fällt weg.
eBikerin meint
China immer noch als Schwellenland zu bezeichnen finde ich etwas merkwürdig.
M. meint
Eine exakte Definition für ein Schwellenland existiert mW nicht. Ein Indikator ist aber das Pro-Kopf-Einkommen (also einer der Faktoren, die China-Autos für uns billig machen) , das noch weit unter dem von sogen. Industriestaaten zurückliegt.
Aber natürlich ist es schwierig, dieses Land in einen Topf zu werfen mit Ländern wie Mexiko oder Thailand. Die sind ja vergleichsweise harmlos.
Aber am wichtigsten vielleicht: China will es so.
Warum? Das habe ich jetzt einfach aus der KI kopiert.
„China bezeichnet sich selbst als Schwellenland, um internationale Handelsvorteile und politische Privilegien zu wahren.
Wirtschaftliche Vorteile: Die Einstufung als Schwellenland ermöglicht es China, von sozialen Hilfen, finanziellen Unterstützungsmaßnahmen und Handelsvorteilen anderer Länder zu profitieren.
Klima- und Handelsausnahmen: China nutzt den Status strategisch, um sich Klima-Ausnahmen und Sonderregelungen im internationalen Wettbewerb zu sichern, obwohl es wirtschaftlich oft schon als führende Industrienation gilt.
Strategisches Kalkül: Trotz hoher absoluter Wirtschaftsleistung und moderner Infrastruktur im Osten argumentiert die chinesische Führung mit der strukturellen Unterentwicklung großer ländlicher Gebiete und sozialer Ungleichheit, um den Status des Entwicklungslandes aufrechtzuerhalten.“